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Thema: VOLKSWIRT WARNT Ende des Wirtschaftswunders? „China ist auf Japans Spuren“

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    VOLKSWIRT WARNT Ende des Wirtschaftswunders? „China ist auf Japans Spuren“

    VOLKSWIRT WARNT
    Ende des Wirtschaftswunders? „China ist auf Japans Spuren“
    28.11.2014 • Finanzen100
    China reagiert massiv, um die Krise am Immobilienmarkt einzudämmen. China reagiert massiv, um die Krise am Immobilienmarkt einzudämmen. (A3923/_Angelika Warmuth)
    Zwischen China und Japan vor dem Platzen der dortigen Blase gibt es eine Reihe von beunruhigenden Parallelen. Die Schuldensause führte jeweils zu einem rasanten Anstieg der Immobilienpreise. Die Investitionsquote Chinas ist heute viel höher als sie in Japan je war. Seit etlichen Monaten sinken nun aber die Immobilienpreise in China, was die Wirtschaft erheblich bremst. Endet das chinesische Wirtschaftswunder ebenso wie das japanische?

    Neue Drei-Jahres-Hochs beim chinesischen Aktienmarkt: Grund für die Rally ist die Erwartung der Investoren, dass die chinesische Notenbank nach der jüngsten Zinssenkung in den nächsten Monaten mehr Gas geben wird und bereits Mitte Dezember die Mindestreservesätze reduzieren könnte. Die zusätzliche Liquidität würde den Aktienmarkt weiter beflügeln. Wegen dieser Erwartung war das tägliche Handelsvolumen zuletzt auf umgerechnet 55 Mrd. Dollar nach oben geschossen. Das ist der höchste Wert seit 2005.
    Shanghai A Shanghai A
    Wirtschaft kühlt stark ab
    Ein Eingreifen der Notenbank wird zunehmend wahrscheinlicher hat sich doch die Wirtschaft zuletzt stark abgekühlt. So waren die Gewinne der chinesischen Industriefirmen im Oktober um zwei Prozent gesunken. Das war der größte Rückgang seit August 2012. Hauptgrund für die Probleme ist die Schwäche am Immobilienmarkt. In den vergangenen Jahren hatten die stark steigenden Häuserpreise die Wirtschaft enorm angekurbelt. Denn die regionalen Regierungen haben daraufhin wesentlich mehr Grundstücke gekauft. Das Geld haben sie dann in Infrastrukturmaßnahmen gesteckt. Solange die Immobilienpreise gestiegen sind, war China in einer Spirale nach oben. Seit etlichen Monaten sinken aber die Immobilienpreise im Vergleich zum Vormonat, weshalb etliche Experten einen Vergleich zwischen dem heutigen China und dem Platzen der Immobilienblase am Ende der 1980er-Jahre in Japan ziehen.
    Gigantische Investitionen in China
    „Die extrem hohe Investitionsquote Chinas spricht dafür, dass immer mehr Überkapazitäten geschaffen werden", schrieb Bernd Weidensteiner, Volkswirt bei der Commerzbank, zuletzt. Während die Investitionen in Japan im Jahr 1970 mit 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ihren Höhepunkt erreicht hatten und in den Folgejahren allmählich gesunken sind, ist die Investitionsquote Chinas zuletzt auf den Rekord von 50 Prozent gestiegen. Dass bei derart gigantischen Investitionen eine gigantische Menge später leer stehender Immobilien und Straßen nach nirgendwo gebaut werden, versteht sich von selbst. Und dass das keine Investitionen sind, die sich je rechnen werden, auch. „Zudem wächst der Kreditbestand seit einigen Jahren deutlich schneller als die Wirtschaft", schrieb Weidensteiner. Nachdem das gesamte Kreditvolumen Ende 2008 noch bei rund 125 Prozent der Wirtschaftsleistung gelegen hatte, ist der Wert in den vergangenen Jahren auf fast 220 Prozent nach oben geschossen. Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit gab es eine derartige Kreditsause.
    China wird mit allen Mitteln notleidende Unternehmen am Leben halten
    Weidensteiner ist allerdings überzeugt, dass genau wie Japan sich auch China gegen eine radikale Strukturbereinigung entscheiden wird, und stattdessen mit massiven Eingriffen konkursreife Unternehmen am Leben halten wird. „Großen Unternehmen dürften die größtenteils staatseigenen Banken kaum ihre Kreditlinien kappen, selbst wenn sie eigentlich insolvent sind. Vielmehr dürften auch eigentlich notleidende Kredite verlängert werden. Damit wird der Anteil „fauler" Kredite in den Bankbilanzen zunehmen", so der Commerzbank-Profi. Demnach würde China den Weg Japans gehen, und quasi „Zombie-Unternehmen" am Leben halten, die wiederum den anderen Unternehmen das Leben schwer machen. „Durch eine solche Politik wird China einen Absturz der Wirtschaft vermeiden können; einen „Crash" halten wir daher für unwahrscheinlich. Die mit dieser Politik einhergehende „Zombifizierung" dürfte der Wirtschaft aber zunehmend ihre Dynamik nehmen."
    China bläst die Blase weiter auf
    Theoretisch hat China zwei Möglichkeiten: Entweder die Regierung und die Notenbank unternehmen jetzt etwas gegen die Schuldensause. Das würde noch zu einer viel stärkeren Abkühlung der Wirtschaft führen. Oder die Regierung und die Notenbank blasen die Kreditblase ein weiteres Mal auf. Offensichtlich hat der Staat sich für diesen Weg entschieden. Diese Perspektive könnte den Aktienmarkt weiter antreiben, zumal der Aktienmarkt in Shanghai mit einem KGV von 9,7 deutlich günstiger bewertet ist als Aktien aus den Emerging Markets insgesamt (KGV: 10,9) oder gar Aktien aus dem Euro Stoxx 50 (KGV: 13) oder USA (KGV: 16). Wenn irgendwann allerdings die Blase in China platzen sollte, dürfte das massive Auswirkungen nicht nur für China, sondern auch für den Rest der Welt haben.
    Von Egmond Haidt
    http://www.finanzen100.de/finanznach...7568241_75934/

  2. #2
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    Ökonomen warnen vor „Zombifizierung“ der Wirtschaft - 19.12.2019

    Seit zehn Jahren gehen immer weniger Firmen in Deutschland insolvent.

    Ökonomen bewerten diese Entwicklung jedoch nicht nur positiv und warnen vor einer „Zombifizierung“ der deutschen Wirtschaft.

    https://www.welt.de/videos/video2044...aft-Video.html

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