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Thema: Wie tief kann Gold noch fallen?

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    Wie tief kann Gold noch fallen?

    JAHRESTIEF RÜCKT INS VISIER
    Wie tief kann Gold noch fallen?

    Eine Reihe von Faktoren hat den Preis des Edelmetalls zuletzt deutlich gedrückt. Daher rückt das 52-Wochen-Tief bedrohlich nahe. Sollen Anleger die Reißleine ziehen oder den Kursrückgang zum Nachkaufen nutzen?


    Die erwarteten Zinssteigerungen in den USA treiben den Dollar nach oben und belasten damit den Goldpreis. (©dpa)
    Eine Reihe von Faktoren hat den Preis des Edelmetalls zuletzt deutlich gedrückt. Daher rückt das 52-Wochen-Tief bedrohlich nahe. Sollen Anleger die Reißleine ziehen oder den Kursrückgang zum Nachkaufen nutzen?

    Kräftiger Kursrückgang bei Gold: Bei aktuellen Kursen um die 1160 Dollar je Unze rückt das Jahrestief von 1140 Dollar je Unze immer näher. Etliche Experten befürchten, dass es bei einem Bruch der Marke bis auf 1000 Dollar abwärts gehen könnte. Zuletzt haben vor allem die überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten den Goldpreis deutlich gedrückt, denn Investoren erwarten, dass die US-Notenbank zur Jahresmitte die Zinsen anheben könnte. Weil gleichzeitig die EZB immer mehr Geld druckt, ist der Dollar auf ein Elf-Jahres-Hoch gegenüber dem Euro gestiegen. Der starke Dollar belastet aber den Goldpreis, denn Investoren müssen sich nicht mehr gegen einen möglichen Verfall des Dollar absichern.

    Steigende reale Zinsen in den USA belasten Gold

    Ein weiterer Belastungsfaktor für den Goldpreis ist die Zinsentwicklung in den USA. So korreliert die Notierung des Edelmetalls stark mit der Entwicklung der realen fünfjährigen Zinsen und sie waren zuletzt deutlich gestiegen. Berechnet werden sie, wenn man von den nominellen Zinsen die Inflation abzieht. Im Dezember 2015 lagen die Zinsen für fünfjährige US-Staatsanleihen bei rund 1,65 Prozent, während die Inflation bei 0,8 Prozent lag. Das entspricht einer realen Verzinsung von 0,85 Prozent. Nachdem die Zinsen anschließend bis auf 1,15 Prozent gefallen waren, sind sie inzwischen wieder auf 1,65 Prozent gestiegen. Die Verbraucherpreise sind zuletzt aber um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Entsprechend ist die reale Verzinsung auf 1,75 Prozent gestiegen. Also schichten Investoren, die verzweifelt auf der Suche nach Rendite sind, Geld aus dem Goldmarkt in Anleihen um. Die Hausse am Aktienmarkt ist der dritte Belastungsfaktor für das Edelmetall. Wenn der S&P500 praktisch jeden Tag auf ein neues Rekordhoch klettert, sind viele Investoren der Meinung, sie bräuchten keine Absicherung in Form von Gold.

    Starke physische Nachfrage

    Der Preis des Edelmetalls ist unter Druck, obwohl die physische Nachfrage – gerade aus China – deutlich größer sein dürfte, als viele Experten derzeit erwarten. Laut dem Branchenverband World Gold Council (WGC) lag die Nachfrage in China im Jahr 2014 bei lediglich 814 Tonnen, womit das Land auf Platz zwei hinter Indien gerutscht sei. Wenn man aber die Auslieferungen von Gold von der Shanghai Gold Exchange (SGE), dem größten Handelsplatz Chinas für physisches Gold, als Indikator für die Nachfrage heranzieht, dann kommt man auf 2.102 Tonnen. Dieser Wert spiegelt meiner Meinung nach die tatsächliche Nachfrage in China viel besser wider als die Daten des WGC. Die Chinesen freuen sich derweil, die günstigen Goldpreise zu nutzen, um so viel von dem physischen Metall anzuhäufen, wie es nur irgendwie geht.

    Im Wettlauf nach unten kann es nur einen Sieger geben

    Inzwischen versuchen alle Notenbanken rund um die Welt, ihre eigene Währung zu schwächen, um damit der eigenen Wirtschaft einen Exportvorteil zu verschaffen. Seit Jahresanfang haben mehr als 20 Notenbanken die Geldpolitik gelockert, was klar aufzeigt, dass der Einbruch des Ölpreises die Weltwirtschaft nicht etwa beflügelt, sondern stark dämpft. Zuerst hat Japan den Yen massiv geschwächt. Nun ist die EZB mit massiven Gelddrucken an der Reihe, weshalb der Euro gegenüber Mai 2014 um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Dollar abgewertet hat. Inzwischen wertet der Dollar gegenüber praktisch jeder anderen Währung der Welt stark auf. Die Frage bleibt nur, wie lange die US-Notenbank dabei zuschauen kann, belastet der starke Dollar doch die US-Wirtschaft massiv. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed innerhalb weniger Monate etwas unternehmen wird, um den Dollar zu schwächen. In dem Abwertungswettlauf kann es auf Dauer nur einen Sieger geben: Gold. Denn die einzige „Währung“, die nicht abwertet, ist Gold.

    Niemand kann seriös vorhersagen, wie tief der Goldpreis noch fallen kann. Bei einem Bruch der 1140er-Marke könnte es tatsächlich noch ein Stück abwärts gehen. In dem Umfeld würde allerdings der Euro gegenüber dem Dollar weiter kräftig fallen. Das dämpft den Kursrückgang auf Euro-Basis für hiesige Gold-Fans. Für langfristig orientierte Anleger sollte es sich lohnen, in den nächsten Monaten die niedrigen Kurse auf Dollar-Basis zu nutzen, um ihre Goldbestände weiter aufzustocken.

    von Egmond Haidt
    Name Kurs * in %
    Gold in Euro 1.077,56 EUR +0,17%
    Goldpreis (Spot) 1.158,52 USD -0,70%

    http://www.finanzen100.de/finanznach...3007563_77853/

  2. #2
    Avatar von lexx
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    Gold hat sich aber im Laufe der Menschheit als die einzig wirklich stabile Währung herausgestellt. Frag doch mal Deine Verwandten ob sie nicht verrückt sind ihr Geld in Lebensversicherungen oder Sichtguhaben bei Banken zu investieren die zu 99% in Staatsanleihen investiert sind. Hier ist der Totalverlust vorprogrammiert. Da 99,9% der Menschen dumm sind werden begreifen sie diese Zusammenhänge sowieso nicht. Es ist wie an der Börse, die Masse hat nie Recht. Auch ich kann Dir keine Garantie für Dein handeln aussprechen, ich finde es aber besser als zu 50% klassisch investiert zu sein.

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