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    Anleger, die jetzt nicht auf Gold setzen, machen einen Fehler

    WIE DAS KANINCHEN VOR DER SCHLANGE
    Anleger, die jetzt nicht auf Gold setzen, machen einen Fehler

    Die Griechenland-Krise, der Crash an den Anleihemärkten, Blasenbildung bei Aktien und Immobilien: Anleger erleben gerade eine ziemlich nervenaufreibende Zeit. Eigentlich müsste jetzt die Stunde der Gold-Fans schlagen. Tut sie aber noch nicht. Von Daniel Marburger, Director der CoinInvest GmbH.

    Marc Faber ist für seine düsteren Prognosen bekannt. Nicht umsonst trägt der Star-Investor den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Dr. Doom“. Kürzlich erst ließ der Schweizer im US-Fernsehen mit einer neuen Prophezeiung aufhorchen: „Das Problem ist, dass eines Tages das ganze Finanzsystem implodiert.“ Deswegen setzt Faber auf Aktien, Immobilien, Grundbesitz und 30-jährige US-Staatsanleihen. Und, nicht zu vergessen, Rohstoffe und Edelmetalle, am liebsten Goldbarren und -münzen.

    Mit seinem Faible für Gold steht Faber zunehmend allein. Eigentlich sollte das Edelmetall gerade jetzt, angesichts der neuerlichen Eskalation der Griechenland-Krise, wieder gefragt sein. Klassischerweise setzen Anleger in Zeiten der Unsicherheit auf die „Krisenwährung“, die Schutz vor Inflation bietet, in jegliche Währung konvertibel ist und weltweit (also auch außerhalb des Euroraums) als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Zuletzt griffen Investoren während der Finanzkrise 2007 beherzt zu.

    Glänzender Jahresauftakt

    Das ist momentan aber nicht der Fall. Der Absatz im ersten Quartal – und hier besonders zum Jahresbeginn - war bei uns nicht nur in Deutschland deutlich über dem Durchschnitt. Ähnliches war von unseren Wettbewerbern zu hören. Die Nachrichtenagentur „dpa“ sprach gar von einem „Comeback“ des Goldes in Deutschland, wo die Anleger stets ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis haben.

    Mein Eindruck ist: Wer in Europa einsteigen wollte, hat das seinerzeit offenkundig bereits getan. Im laufenden Quartal hingegen hat die Nachfrage wieder spürbar nachgelassen, selbst in den letzten Tagen zogen die Käufe allenfalls leicht an. So lange die Fronten ungeklärt sind, stehen viele Interessenten reglos wie das Kaninchen vor der Schlange. Das gilt übrigens nicht nur für Barren, auch die Produzenten von Münzen wie die US-Mint berichten von schwachen Geschäften. Das kanadische Beratungsunternehmen TD Securities schätzt, dass der Absatz von Goldmünzen in diesem Jahr auf den tiefsten Stand seit 2008 fallen könnte.

    Anleger begehen in der aktuellen Situation mehrere Fehler. Einerseits ist die Wahrnehmung des Goldpreises oftmals verzerrt. Sicher, bei der immer angeführten Notierung in US-Dollar hat sich in den letzten drei Jahren wenig getan. Das liegt auch an der schwachen Nachfrage in traditionellen Märkten wie China, wo die Anleger zuletzt lieber auf Aktien setzten und sich eine gewaltige Blase gebildet hat.

    In Euro hingegen haben Gold-Investoren, die am Jahresbeginn eingestiegen sind, bereits eine veritable Rendite im zweistelligen Bereich eingefahren, was auf die Schwäche der Gemeinschaftswährung und letztlich auf die Staatsanleihenkäufe von Herrn Draghi zurückzuführen ist. Diese Entwicklung würde sich bei einem Grexit vielleicht sogar noch verstärken.

    Die Inflation ist schon da

    Andererseits ist das Thema Inflation vielen Menschen nicht so gegenwärtig, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Denn: Sie ist bereits da, allerdings (noch) nicht für den Durchschnittsbürger an der Supermarktkasse spürbar. Stattdessen ist die Inflation der Vermögenspreise etwa am Immobilien- und Aktienmarkt deutlich sichtbar.

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    Auch bei den Verbraucherpreisen könnte sich in absehbarere Zeit etwas tun. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel rechnet damit, dass die Geldentwertung sich 2019 der Marke von drei Prozent nähern könnte. Das hört sich zunächst nach einer noch zu verschmerzenden Marke an – nur sollte man einmal den einen Prozent, den Tagesgeld derzeit bringt, dagegen rechnen. Auf eine Anhebung des Leitzins zu hoffen halte ich mittelfristig für optimistisch.

    Noch jedenfalls ist es nicht zu spät für einen Einstieg in Gold. Schon im kommenden Quartal rechne ich mit einer erhöhten Nachfrage. Das kann aber auch schon früher der Fall sein – wenn keine Lösung der Griechenland-Krise erreicht wird.

    Von Daniel Marburger, CoinInvest
    http://www.finanzen100.de/finanznach...952548_187331/

  2. #2
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    VERMÖGENSSICHERUNG In Krisenzeiten schützt nur etwas Handfestes

    Weil schon bald auch Privatanleger Strafzinsen zahlen werden und wegen des Aufflackerns der Euro-Schuldenkrise wächst das Interesse der Investoren an Gold. Anleger, die ihr Vermögen langfristig erhalten wollen, investieren in das physische Metall. Das sollten Sie dabei beachten.

    Hohe Volatilität beim Goldpreis: Zuletzt haben die überraschend guten US-Arbeitsmarktdaten die Notierung des Edelmetalls belastet. Sie machen es wahrscheinlicher, dass die US-Notenbank Mitte des Jahres die Zinsen anheben wird. Da Gold keine Zinsen oder Dividenden abwirft, verliert das Edelmetall in dem Umfeld etwas an Attraktivität. In Europa wächst hingegen das Interesse an Gold zusehends. Denn Bundesanleihen werfen inzwischen negative „Renditen“ ab. Und die Zinsen für 5jährige Schweizer Anleihen liegen bei minus 0,45 Prozent. Bei einem Investment in Gold umgehen Anleger hingegen die Strafzinsen und haben die Chance auf Kursgewinne. Das zunehmende Gelddrucken der weltweiten Notenbanken belastet hingegen den Goldpreis. Denn es ermöglicht, dass die Weltwirtschaft noch eine Weile weiterläuft, ohne dass es zu einer größeren Krise kommt. Viele Investoren übersehen allerdings, dass das Gelddrucken mittel- und langfristig für deutlich höhere Goldpreise spricht, weil wegen der Geldschwemme der Wert des Geldes sinken wird. Entsprechend mehr davon müssen die Investoren dann später für eine Unze Gold auf den Tisch legen – sprich der Goldpreis steigt.

    Gold erhält das Vermögen

    Obwohl der Goldpreis deutlich unter dem Rekordhoch notiert, hat das Edelmetall das Vermögen der Anleger seit Jahrhunderten hervorragend geschützt. In den 1920er-Jahren kostete ein Herrenanzug in den USA ebenso viel wie eine Unze Gold, die damals bei 20,67 Dollar je Unze notiert hatte. Bei aktuellen Kursen um die 1230 Dollar je Unze kann man heutzutage einen hervorragenden Herrenanzug kaufen. Hingegen kann man mit 20 Dollar nicht mehr gerade viel einkaufen. Wegen dieser Werterhaltungsfunktion flüchten Investoren in Krisenzeiten verstärkt in Gold. So ist der Preis nach der Pleite von Lehman Brothers im September 2008 bis zum Rekordhoch im Jahr 2011 von knapp 800 Dollar bis auf Kurse von mehr als 1900 Dollar nach oben geschossen. Sollte es in den nächsten Jahren zu Turbulenzen am Finanzmarkt kommen, weil die Wirtschaft ohne das massive Gelddrucken nicht mehr auskommt, könnten die Aktienmarkte deutlich nach unten und im Gegenzug der Goldpreis stark nach oben drehen. Entsprechend sollte das Edelmetall seiner Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten einmal mehr nachkommen. Experten empfehlen daher, dass der Goldanteil bis zu 15 Prozent des Finanzvermögens ausmacht.

    Auf physisches Gold setzen

    Wenn es um den Materialwert geht, zahlen Goldanleger beim Kauf von Münzen drauf.
    Wenn es um den Materialwert geht, zahlen Goldanleger beim Kauf von Münzen drauf. (©shutterstock.com/Krasowit)
    Anleger können sich entscheiden, ob sie in das physische Metall oder in Papier-Gold, sprich in Gold-Zertifikate oder –ETCs, investieren. Ein Gold-Zertifikat ist eine Inhaberschuldverschreibung, also eine Anleihe, die einen Zahlungsanspruch verbrieft, dessen Höhe vom Goldpreis abhängt. Das Papier hängt also von der Bonität des Emittenten ab. Bei physischem Gold haben Anleger hingegen kein Kontrahentenrisiko, weshalb sich das physische Edelmetall in Form von Barren als langfristige Anlage hervorragend eignet. Goldmünzen eignen sich hierfür weniger, weil der Preis deutlich höher ist als der Metallwert, womit die Anlage in Gold verwässert wird. Beim Kauf sollten Anleger Barren mit großen Einheiten bevorzugen. So ist der Aufschlag auf den Goldpreis bei einem Barren von einer Unze (31,1 Gramm) deutlich niedriger als bei einem Barren von lediglich einem Gramm. Die Wahl des Goldhändlers ist absolute Vertrauenssache, immerhin überweist man ihm eine Menge Geld in der Hoffnung, dass man später das bestellte Gold bekommt. Vertrauenswürdig sind Händler, die von Trusted Shops, dem Marktführer für sicheres Einkaufen in Europa, zertifiziert werden. Dabei müssen die Edelmetallhändler - unter anderem - genaue Auskunft über ihre Bonität und den Schutz der Kundendaten geben. Anleger sollten zudem darauf achten, dass der Vertragspartner seinen Firmensitz in Deutschland hat, damit man hier einfacher und schneller seine Rechte durchsetzen kann.

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    Der Besitz von Gold ist steuerlich attraktiv

    Beim Kauf von Goldbarren fällt in Deutschland keine Mehrwertsteuer an. Dazu müssen die Barren einen Feingehalt von mindestens 995/1000 haben. Zudem unterliegt physisches Gold nicht der Abgeltungssteuer. Wenn es nach dem Ablauf der Spekulationsfrist von einem Jahr verkauft wird, sind die Gewinne steuerfrei. Bei der Aufbewahrung von Gold, beispielsweise im Tresor einer Bank, fallen allerdings Kosten an. Gold-Fans, die das Edelmetall lieber zuhause lagern wollen, sollten frühzeitig klären, ob es durch die Hausratversicherung gegen Diebstahl geschützt ist.

    Anleger die befürchten, dass das massive Gelddrucken irgendwann kräftig die Inflation anheizen wird, sollten rechtzeitig ein Teil ihres Geldes in physisches Gold umschichten. Es erhält schon seit Jahrtausenden das Vermögen der Anleger und sollte bei erneuten Turbulenzen am Finanzmarkt seine Qualität einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellen.

    Von Egmond Haidt
    Name Kurs * in %
    Barrick Gold 6,50 EUR -4,33%
    Gold in Euro 1.012,88 EUR -0,16%
    Goldcorp 10,76 EUR -4,10%
    Goldpreis (Spot) 1.088,27 USD -1,55%

    http://www.finanzen100.de/finanznach...7453848_77487/

  3. #3
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    SILBER, PLATIN, PALLADIUM Bei Silber und Co. gelten andere Regeln als bei Gold

    Alternativ zu Gold können Investoren auch in Silber, Platin und Palladium investieren. Der Preis der „kleinen Brüder“ von Gold wird allerdings von anderen Faktoren getrieben als der von Gold. Zudem werden die Weißmetalle steuerlich anders behandelt.

    Der Silberpreis ist wesentlich volatiler als der von Gold, zumal der Silbermarkt deutlich kleiner ist: Zuletzt war der Silberpreis ebenso unter Druck wie der Ölpreis. Sinkt die Notierung des Energieträgers deutet das daraufhin, dass die Weltwirtschaft schwächer sein könnte als bislang erwartet. Das würde die Nachfrage nach Silber belasten. Unter einer Konjunkturflaute würde Silber deutlich stärker leiden als Gold, stammt doch 50 Prozent der Nachfrage nach Silber aus Industrieanwendungen, wie Solar, Handys, Autos und Computer. Dagegen liegt der Anteil bei Gold bei lediglich zehn Prozent. Nachrichten, wie dass die Wirtschaft in der Euro-Zone im vierten Quartal etwas stärker gewachsen ist als erwartet, beflügelt hingegen den Silberpreis. Sollten die nächsten Konjunkturdaten, vor allem aus der Euro-Zone, der USA und China darauf hindeuten, dass sich die Weltwirtschaft doch nicht so deutlich abschwächt wie bislang erwartet, sollte das den Silberpreis stützen.

    Feiner Unterschied zwischen Platin und Palladium

    Die Hauptnachfrage nach Platin kommt aus dem Autosektor.
    Die Hauptnachfrage nach Platin kommt aus dem Autosektor. (©shutterstock.com/Shestakoff)
    Noch deutlich kleiner als der Silbermarkt ist der von Platin. Der wichtigste Einflussfaktor für Platin ist der Automarkt, stammt doch fast 40 Prozent der Nachfrage nach dem Edelmetall aus dem Sektor. Weil das teurere Platin (1180 Dollar je Unze) im Autosektor allerdings zusehends von Palladium (785 Dollar je Unze) ersetzt wird, ist der Preis für Platin in die Nähe des Fünf-Jahres-Tiefs abgerutscht, während jener von Palladium in den vergangenen fünf Jahren im Aufwärtstrend war. Rund zwei Drittel der Nachfrage nach dem zur Gruppe der Platin-Metalle gehörenden Metall stammt aus dem Autobereich (Katalysatoren). Palladium-Fans haben daher die Nachrichten aus dem Autosektor genau im Auge.

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    Ebenso wie bei Gold können Anleger auch bei Silber, Platin und Palladium entweder in das physische Metall über Münzen und Barren oder in Papiere, wie Zertifikate und ETCs, investieren. Im Gegensatz zu Gold fallen allerdings beim Kauf von physischem Silber, Platin oder Palladium 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Ausgenommen hiervon sind lediglich Silbermünzen aus dem Nicht-EU-Ausland, welche der Differenzbesteuerung unterliegen. Wenn die Weißmetalle nach einer Haltefrist von mindestens einem Jahr wieder verkauft werden, fällt keine Abgeltungssteuer an. Dass Anleger beim Kauf der physischen Metalle stark darauf achten sollten, ob der Edelmetallhändler vertrauenswürdig ist, versteht sich von selbst. Weil die Weißmetalle deutlich volatiler sind als Gold sollten sie auch einen wesentlich kleineren Teil des Finanzvermögens ausmachen. Lediglich risikobereite Investoren legen sich beispielsweise ein Extraportion Silber ins Schließfach.

    Sollte der Goldpreis in den nächsten Jahren deutlich nach oben tendieren, dürfte Silber auf der Überholspur sein. Die Entwicklung der anderen Edelmetalle wird zudem davon abhängen, ob die Nachfrage aus dem Investmentbereich deutlich zunimmt. Sollte das der Fall sein, dürfte gerade Palladium nach oben tendieren.

    Von Egmond Haidt
    http://www.finanzen100.de/finanznach...2393537_77482/

  4. #4
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    Wie tief kann Gold noch fallen?

    JAHRESTIEF RÜCKT INS VISIER
    Wie tief kann Gold noch fallen?

    Eine Reihe von Faktoren hat den Preis des Edelmetalls zuletzt deutlich gedrückt. Daher rückt das 52-Wochen-Tief bedrohlich nahe. Sollen Anleger die Reißleine ziehen oder den Kursrückgang zum Nachkaufen nutzen?

    Kräftiger Kursrückgang bei Gold: Bei aktuellen Kursen um die 1160 Dollar je Unze rückt das Jahrestief von 1140 Dollar je Unze immer näher. Etliche Experten befürchten, dass es bei einem Bruch der Marke bis auf 1000 Dollar abwärts gehen könnte. Zuletzt haben vor allem die überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten den Goldpreis deutlich gedrückt, denn Investoren erwarten, dass die US-Notenbank zur Jahresmitte die Zinsen anheben könnte. Weil gleichzeitig die EZB immer mehr Geld druckt, ist der Dollar auf ein Elf-Jahres-Hoch gegenüber dem Euro gestiegen. Der starke Dollar belastet aber den Goldpreis, denn Investoren müssen sich nicht mehr gegen einen möglichen Verfall des Dollar absichern.

    Steigende reale Zinsen in den USA belasten Gold

    Ein weiterer Belastungsfaktor für den Goldpreis ist die Zinsentwicklung in den USA. So korreliert die Notierung des Edelmetalls stark mit der Entwicklung der realen fünfjährigen Zinsen und sie waren zuletzt deutlich gestiegen. Berechnet werden sie, wenn man von den nominellen Zinsen die Inflation abzieht. Im Dezember 2015 lagen die Zinsen für fünfjährige US-Staatsanleihen bei rund 1,65 Prozent, während die Inflation bei 0,8 Prozent lag. Das entspricht einer realen Verzinsung von 0,85 Prozent. Nachdem die Zinsen anschließend bis auf 1,15 Prozent gefallen waren, sind sie inzwischen wieder auf 1,65 Prozent gestiegen. Die Verbraucherpreise sind zuletzt aber um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Entsprechend ist die reale Verzinsung auf 1,75 Prozent gestiegen. Also schichten Investoren, die verzweifelt auf der Suche nach Rendite sind, Geld aus dem Goldmarkt in Anleihen um. Die Hausse am Aktienmarkt ist der dritte Belastungsfaktor für das Edelmetall. Wenn der S&P500 praktisch jeden Tag auf ein neues Rekordhoch klettert, sind viele Investoren der Meinung, sie bräuchten keine Absicherung in Form von Gold.

    Starke physische Nachfrage

    Der Preis des Edelmetalls ist unter Druck, obwohl die physische Nachfrage – gerade aus China – deutlich größer sein dürfte, als viele Experten derzeit erwarten. Laut dem Branchenverband World Gold Council (WGC) lag die Nachfrage in China im Jahr 2014 bei lediglich 814 Tonnen, womit das Land auf Platz zwei hinter Indien gerutscht sei. Wenn man aber die Auslieferungen von Gold von der Shanghai Gold Exchange (SGE), dem größten Handelsplatz Chinas für physisches Gold, als Indikator für die Nachfrage heranzieht, dann kommt man auf 2.102 Tonnen. Dieser Wert spiegelt meiner Meinung nach die tatsächliche Nachfrage in China viel besser wider als die Daten des WGC. Die Chinesen freuen sich derweil, die günstigen Goldpreise zu nutzen, um so viel von dem physischen Metall anzuhäufen, wie es nur irgendwie geht.

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    Im Wettlauf nach unten kann es nur einen Sieger geben

    Inzwischen versuchen alle Notenbanken rund um die Welt, ihre eigene Währung zu schwächen, um damit der eigenen Wirtschaft einen Exportvorteil zu verschaffen. Seit Jahresanfang haben mehr als 20 Notenbanken die Geldpolitik gelockert, was klar aufzeigt, dass der Einbruch des Ölpreises die Weltwirtschaft nicht etwa beflügelt, sondern stark dämpft. Zuerst hat Japan den Yen massiv geschwächt. Nun ist die EZB mit massiven Gelddrucken an der Reihe, weshalb der Euro gegenüber Mai 2014 um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Dollar abgewertet hat. Inzwischen wertet der Dollar gegenüber praktisch jeder anderen Währung der Welt stark auf. Die Frage bleibt nur, wie lange die US-Notenbank dabei zuschauen kann, belastet der starke Dollar doch die US-Wirtschaft massiv. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed innerhalb weniger Monate etwas unternehmen wird, um den Dollar zu schwächen. In dem Abwertungswettlauf kann es auf Dauer nur einen Sieger geben: Gold. Denn die einzige „Währung“, die nicht abwertet, ist Gold.

    Niemand kann seriös vorhersagen, wie tief der Goldpreis noch fallen kann. Bei einem Bruch der 1140er-Marke könnte es tatsächlich noch ein Stück abwärts gehen. In dem Umfeld würde allerdings der Euro gegenüber dem Dollar weiter kräftig fallen. Das dämpft den Kursrückgang auf Euro-Basis für hiesige Gold-Fans. Für langfristig orientierte Anleger sollte es sich lohnen, in den nächsten Monaten die niedrigen Kurse auf Dollar-Basis zu nutzen, um ihre Goldbestände weiter aufzustocken.

    von Egmond Haidt

    http://www.finanzen100.de/finanznach...3007563_77853/

  5. #5
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    Nachfragetrends Goldnachfrage im zweiten Quartal 2015

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    Nachfragetrends
    Goldnachfrage im zweiten Quartal 2015
    Gastautor: Steffen Grosshauser | 13.08.2015, 17:19 | 2392 | 0


    Während die Goldkäufe in westlichen Märkten zunahmen, fiel die globale Nachfrage nach Gold auf ein 6-Jahrestief…

    Insgesamt nahm die Goldnachfrage im zweiten Quartal 2015 stark ab, wie aus dem aktuellen Bericht „Gold Demand Trends“ des Branchenverbandes World Gold Council (WGC) hervorgeht.

    Globale Goldnachfrage

    Demnach sank im zweiten Quartal die Goldnachfrage auf rund 915 Tonnen und betrug somit 12% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Sämtliche Nachfragekomponenten waren rückläufig. Als einer der Hauptgründe wurde die schlechte wirtschaftliche Situation in mehreren wichtigen Märkten genannt. Ferner sei die verschlechterte Anlegerstimmung deutlich zu spüren gewesen. Der Gegenwert der Quartalsnachfrage wird mit rund 35 Milliarden US-Dollar beziffert.

    Gold als Investment

    Goldanlagen blieben mit 179 Tonnen rund 11% hinter den Quartalszahlen des Vorjahres zurück. Die Goldpreise, die sich innerhalb einer engen Handelsspanne bewegten, sowie die gute Performance der internationalen Aktienmärkte machten den Goldanlagen zu schaffen. Am stärksten waren Goldmünzen und Barren betroffen, deren Verkäufe mit 201 Tonnen um 15% gegenüber dem Vorjahr zurückgingen.

    Hingegen blieben die Zentralbanken weiterhin Netto-Käufer. Obwohl im Vergleich zum Vorjahr deren Käufe zurückgingen, stockten sie ihre Bestände um insgesamt 137 Tonnen auf, um ihr Portfolio weiter zu diversifizieren. Stärkste Käufer waren Russland und Kasachstan. Kurz nach Ende des zweiten Quartals bestätigte auch die chinesische Zentralbank, unterdessen ihre Bestände um 57% ausgebaut zu haben.

    Nachfragesituation in Deutschland

    Während sich die Schuldenkrise in Griechenland zuspitzte, investierten zahlreiche europäische Anleger in Gold, das immer noch von vielen als sicherer Hafen betrachtet wird. So stieg das Kaufinteresse nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen westlichen Märkten wie Spanien und Großbritannien. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres stieg die deutsche Nachfrage um 22% auf rund 26 Tonnen, was einem Marktwert von rund 1 Milliarde US-Dollar entspricht. Somit lag Deutschland auf Platz vier der Gold-konsumierenden Länder hinter China, Indien und den USA.

    Die europäischen Investitionen in Gold-ETFs, Barren und Münzen erreichten im zweiten Halbjahr ihr höchstes Niveau seit 2012, wie Alistair Hewitt vom WGC erklärt.

    Goldschmuck

    Die Nachfrage nach Goldschmuck sank um 14% und betrug nunmehr rund 513 Tonnen – die niedrigste Menge der vergangenen drei Jahre. Laut Daten des WGC sind die für den Schmucksektor wichtigen Märkte Indien und China allein für die Hälfte des Rückgangs verantwortlich.

    Aufgrund von extremen Wetterverhältnissen sanken vor allem in Indiens ländlicher Bevölkerung die Einnahmen und entsprechend auch die Konsumausgaben. Insgesamt fiel die Nachfrage aus Indien um 25% auf nunmehr 154 Tonnen.

    Nachfrage aus der Industrie

    Die Goldnachfrage aus dem Technologiesektor betrug in Q2 noch 85,5 Tonnen. Dies entspricht einem moderaten Rückgang von 1% im Vergleich zum Vorjahr.

    Goldangebot

    Das Gesamtangebot im Zeitraum von April bis Juni ging um 5% auf 1.033 Tonnen zurück. Grund hierfür waren unter anderem die hohen Explorations- und Produktionskosten. Die Fördermenge der Minen betrug 781 Tonnen – ein Rückgang um 4%, während das Angebot von recyceltem Altgold sogar um 8% sank und mit 251 Tonnen beziffert wurde.

    Aussichten für das zweite Halbjahr

    Der World Gold Council sieht das zweite Halbjahr 2015 optimistisch. So haben die niedrigen Goldpreise der vergangenen Wochen bereits wieder die Nachfrage bei preissensiblen Verbrauchern stimuliert. Im Juli fiel Gold auf den niedrigsten Stand der letzten fünf Jahre, wozu auch der starke Dollar und die erwartete Zinserhöhung durch die US-Notenbank beitrugen.

    Auch gehen die Analysten davon aus, dass sich in China und Indien die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall wieder erholt und beide Länder bis zum Jahresende insgesamt jeweils 900 bis 1.000 Tonnen Gold konsumiert haben werden. Diese Hoffnung ruht auch auf der bevorstehenden indischen Hochzeits- und Festivalsaison.

    http://www.wallstreet-online.de/nach...n-quartal-2015

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