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Thema: Einstieg Immobilien

  1. #1

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    Einstieg Immobilien

    Hallo,

    wie seht ihr momentan die allgemeine Lage, um in Immobilien einzusteigen? Hatte gerade einen interessanten Artikel gelesen und dort geht es um die kontinuierlich steigenden Immobilienpreise an gefragten Standorten. Gerade Städte wie das im Artikel genannte Leipzig kommen momentan wirklich sehr gut weg und sehen sehr vielversprechend aus. Denk ihr es ist immernoch eine gute Zeit um jetzt einzusteigen, oder steht ein Crash der Immobilienpreise bald in Aussicht?

  2. #2
    Avatar von Ashtari
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    Zitat Zitat von dody Beitrag anzeigen
    Hallo,

    wie seht ihr momentan die allgemeine Lage, um in Immobilien einzusteigen? Hatte gerade einen interessanten Artikel gelesen und dort geht es um die kontinuierlich steigenden Immobilienpreise an gefragten Standorten. Gerade Städte wie das im Artikel genannte Leipzig kommen momentan wirklich sehr gut weg und sehen sehr vielversprechend aus. Denk ihr es ist immernoch eine gute Zeit um jetzt einzusteigen, oder steht ein Crash der Immobilienpreise bald in Aussicht?
    Ich 'belebe' das Topic mal mit einer Antwort ;-)

    Für meinen Teil bin ich gerade auf der Suche nach einer Immobilie als 'Zukunfts-Investition'... Allerdings eher in Städten die noch nicht vom Boom betroffen sind... Quasi 'Randstädte'.. Der BOOM wird weiterhin anhalten - ganz einfach weil die Tendenz dahin geht, dass immer mehr Menschen in die Städte ziehen. Ob die Jugendlichen, welche schon immer in der Stadt leben wollten oder die Jugendlichen die in die Städte ziehen zum studieren.

  3. #3
    Avatar von Goldberg
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    Kaufe billig, verkaufe teuer...

    ...so lautet die Regel fürs Investieren, das gilt für Immobilien wie auch für alle anderen Formen der Papiergeldumwandlung.

    Immobilien sind eine Wissenschaft für sich und das Aneignen des Wissens um die Immobilie wie um die wirtschaftliche Lage von Regionen ist halt große Arbeit. Ohne das Wissen und nur auf Hoffnung basierte Investments die mit Liebhaberei verbunden sind führen zum Verlust.

    Die Preise in guten Lagen (die eine hohe Nachfrage, beim steuerfreien Wiederverkauf nach 10 Jahren, versprechen) sind momentan viel zu teuer.
    Grund ist die wachsende Geldentwertung und die Unsicherheit der Bürger ihr Geld in Aktien zu investieren. Daher sind Immobilien selbst dann noch beliebt wenn sie auch zum 25-30fachen der Nettojahresmieteinnahmen gehandelt werden.

    Hier ein Rechenbeispiel:

    3- Zimmer Wohnung in Berlin Charlottenburg mit 93m2 Wohnfläche für 289.000€

    -289.000€ für 93m2 macht ca. 3101€/m2
    -Kaufnebenkosten betragen ca. 15% des Kaufpreises= 43.300€

    Anschaffungskosten von 332.300€

    Finanziert mit einer Rate von 712€/Monat; Laufzeit 10 Jahre; bei 1,54% Zinsen und 1,5% Tilgung
    https://www.immobilienscout24.de/exp...d-2e79590fb0ac

    https://www.immobilienscout24.de/bau...ative=criteria

    Mieteinnahmen in Höhe von 5280€ im Jahr Kaltmiete (440€/Monat)

    Kostenrechnung: pro Jahr

    Mieteinnahmen : 5820€

    - Kredit : 8544€

    - Hausgeld : 1932€ (was 30% des Hausgeldes entspricht, 50-60% können umgelegt werden)

    - Instandhaltungs Rücklage: 2890€ (2% vom Kaufwert) (bereits steuerlich abgesetzt aber muss als Kostenposition betrachtet werden...man hat es zwar übrig aber muss es ausgeben im Falle des Falles)

    - Verwaltung/Steuerberater: ca. 500€

    + Steuervergünstigung : ca. 2000€-3000€ (Kreditzinsen, Hausgeld mit eingerechnet)

    Ergibt ein Minus von ca. 5000€-6100€ (-420€/Monat)

    Nebenkostenabrechnung ist nicht berücksichtigt da sie ein durchlaufender Posten sind und vom Mieter getragen wird.

    Grund ist der Kredit der zwar auch Tilgt, jedoch nur wenn man nach 10 Jahren verkauft, wirksam ist.
    Nach 10 Jahren sind ungefähr 45.000€ getilgt (hat man nach Verkauf in der tasche) und 39.800€ an Zinsen bezahlt worden.
    Wenn man zu dem Preis verkaufen kann natürlich und wer weiß schon was in 10 Jahren ist.

    Alles in Allem ein Minusgeschäft zu den jetzigen Bedingungen.
    Zu wenig Spielraum für Miete bei diesen Kaufpreisen je m2

    Nagelt mich bitte nicht aufs allerletzte Detail fest...Nobody is perfect...

    Und für jeden Investor sieht die Lage auch etwas anders aus was das Steuerliche Betrifft.
    Da spielen Steuerklasse, Familienverhältnisse udn Art der Immobilie eine entscheidene Rolle.
    Das Beispiel dient nur der Veranschaulichung und versteht sich der Hochrechnung, nicht "Schönrechnung", und stellt natürlich keinerlei Beratung dar.

    Sicher gibts im Speckgürtel der gefragten Städte gute Immobilien aber diese rechnen sich ebenso wenig. Wenn man es geschickt anstellt geht man Monat für Monat Plus/Minus "0" aus die Sache raus.
    Geändert von Goldberg (14.02.2017 um 16:35 Uhr)

  4. #4
    Avatar von Ashtari
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    Stimme dir grundsätzlich zu... Bei mir sieht es in der Hinsicht anders aus, da die Immobilie für 2 Jahre persönlich genutzt wird.

    Preislich sieht es da auch in der Rechnung anders aus.
    3 Zimmer Wohnung 75 qm² für 112.000 EUR. Hausgeld 1.800 /jährl.
    Stadt ist Hildesheim - der Nabel zwischen Hannover - Braunschweig - Göttingen.

    Sämtliche dieser Städte sind auch von den hohen Immobilienpreisen betroffen, nur Hi noch nicht. Ich denke das wird kommen und genau das "nutze ich aus"... Vorteile liegen am Standort... Und auch aktuell ist es so das immer mehr Leute aus den o.g. Städten wegziehen und nach Hi kommen um von dort aus zur Arbeit oder zur Uni zu pendeln.
    Infrastruktur - Top!

    Nun kommt es hier auch auf die Lage an... Ich denke in deiner Rechnung mit Berlin ist es schwieriger... Berlin zählt ja nun auch nicht zu den günstigsten Städten. Bei uns ist es etwas 'leichter'...

    Und in 20 Jahren (zu aktueller Zinsbindung 1,98% aufgrund niedriger EK Quote) denke ich das ich die Hütte locker teurer verschleudern kann.. Zumal ja immer mehr Leute aufgrund Ihres Studiums in Städte und deren näherer Umgebung ziehen. Aber man wird sehen was die Zukunft bringt :cool:

  5. #5

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    [QUOTE=Ashtari;63907]Stimme dir grundsätzlich zu... Bei mir sieht es in der Hinsicht anders aus, da die Immobilie für 2 Jahre persönlich genutzt wird.

    Ich auch, aber wie sieht es aus, wenn die Immobilie dauerhaft selbst genutzt werden soll? Bin schon länger im Raum Hamburg auf der Suche nach einer ETW... Lohnt sich das überhaupt noch, oder doch lieber Finger weg?

  6. #6
    Avatar von Goldberg
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    [/QUOTE]wie sieht es aus, wenn die Immobilie dauerhaft selbst genutzt werden soll? Bin schon länger im Raum Hamburg auf der Suche nach einer ETW... Lohnt sich das überhaupt noch, oder doch lieber Finger weg?[/QUOTE]

    Naja wenn man sich eine Wohnung zur Eigennutzung anschaffen möchte, strebt man ja damit die Verwirklichung der eigenen Wohnvorstellung an. Das ist für eine Geldanlage darum ungeeignet, da ja die persönlichen Emotionen und der eigene Geschmack für das Wohngefül die große Rolle spielen, und nicht "was ist das alles mal Wert im Jahre xyz";)

    Schafft man sich etwas zur Geldanlage an, muss die Sache auch geld einbringen.
    Schafft man sich etwas an um sich Wohlzufühlen, sollte es nach dem jeweiligen Geschmack entsprechen und was man sich für seinen "Luxus" leisten kann/mag/möchte

    Wohnt man mitten im Wald in einem Schloss, weil es einem Gefällt, hat man viel Geld in den Sand gesetzt...jedoch wenn einem das Geld dabei egal ist, ist es für denjenigen dennoch Wertvoll, weil er eben das Flair "Schloss im Wald" super findet.

  7. #7
    Avatar von LEXTRADEONE
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    Immobilien sind für Kapitalanleger weitaus besser geeignet als Aktien. Sie müssen nicht erst Jahre investieren um einen möglichen Gewinn erwirtschaften zu können. Die Formel für Immobilien ist durchaus einfacher anzuwenden und mit dem richtigen Konzept auch sicherer umzusetzen. Als Privatanleger einfach mal losgehen und eine Wohnung kaufen, das gesamte Management zu machen, halte ich für riskant. Es gibt Modelle die einen möglichst gut absichern und vernünftige Renditen ermöglichen. Kaufen, renovieren und vermieten ist auch wegen dem Finanzamt schwierig, weil man schnell als Unternehmer und somit steuerlich pflichtig wird.

    Ich empfehle Betreiberkonzepte, die sichere Mietverträge ausweisen und wo ein Management dahinter steht. Kostet, aber nicht mehr als Fehler in der Verwaltung von Immobilien. Zu viele Gesetze müssen beachtet werden.

    Ich kann gerne gute Berater empfehlen, da ich selbst jahrelang als Immobilien-Manager, Sachverständiger und Makler unterwegs war, habe ich noch Kontakte.

  8. #8
    Avatar von Goldberg
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    Immobilien vs Aktien

    Immobilien sind keinesfalls für Anleger geeigneter als Aktien.

    Anlageimmobilien sind grundsätzlich eine gute Anlageklasse: wenn der Preis im Verhältnis zu den Mieteinnahmen stimmt
    .
    Aktien sind im Gegensatz zu Immobilien:
    liquide, mobil, haben in der Regel keine Kaufnebenkosten in Höhe von 15-20% des Kaufpreises, weisen bei der Buy and Hold Strategie keinen Instandhaltungsrückstau auf, müssen von Einsteiger nicht über 60% Kreditfinanziert werden sofern das Eigenkapital fehlt, hohe Kaufpreise in guter Lagen welche die Rendite auffressen, sind leichter zu managen und benötigen meist keinen externen Verwalter etc...

    All dies sind genannte, wenn auch unvollständige, Kosten die allein durch Mieteinnahmen gedeckt sein sollten.
    Und das ist bei den aktuellen Immobilienpreisen (kein Wunder bei der Geldpolitik) einfach nicht gegeben.
    Von daher ist das zusammen eine Milchmädchenrechnung.

    Es gilt zu sehen wann das Verhältnis zwischen Kaufpreis und Mieteinnahmen abzüglich sämtlicher Kosten wieder einen positiven Cashflow generiert;)

    Aktien sind keinesfalls risikolos...jedoch ist das Risiko allein schon aufgrund der geringeren Geldmenge die man zum Investieren aufwendet, schon gesenkt. Vor allem für Einsteiger.
    Ein Aktiendepot mit 7-10 Aktien zu je 2000€ (20.000€) die Branchenweit gestreut sind, haben ein geringeres inhärentes Risko als eine Eigentumswohnung für 200.000€ die erst in 30 Jahren Break-Even ist.
    Und für 200.000€ bekommt man nichtmal mehr eine 80qm 3-Zi Eigentumswohnung in guter Lage, also seid vorsichtig mit diesem Vertreter-Beratungs-Immobilienentrepreneur-machs-mir-nach-gesülze

  9. #9
    Avatar von LEXTRADEONE
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    Genau deshalb haben ja auch so viele 90% mit Aktien verloren. Um 1000% zurück zu gewinnen braucht es aber viel mehr als eine Buy And Hold Strategie. Da rede ich nur vom ursprünglichen Einstiegspreis, der zurück gewonnen werden muss, sondern die fehlende Rendite auch.

    Ich kann nicht alle Immobilien empfehlen, auch nicht alle Aktien.

    Wenn einer kauft weil er nichts falsch machen kann. Herzlichen Glückwunsch.

    Wir brauchen nicht von google oder Amazon sprechen, die eine herausragende Performance hinlegten. Meistens kaufen aber die Leute irgendwelche Telekom oder Solarworld Aktien.

    Ich kenne viele die heute die extrem teuren Immobilien in München für 2.500 Euro/m² kauften und jetzt für 17.000 Euro verkauften. Genau nach 10 Jahren. Heute würde ich auch nicht kaufen wollen, aber es gibt genug Menschen, die einfach so viel Geld verdienen (erben), die kaufen einfach ohne Renditeabsichten. Da geht es nur um Lage, Lage und nochmal Lage. Ich denke nicht das sich Aktien halten, wenn Immobilienpreise einbrechen. Aber in Immobilien kann ich einziehen, in Aktien nicht. Es gibt für alles verschiedene Sichtweisen. Jeder sollte sich zuvor gründlich informieren und seine Ziele und Wünsche mit seinen Möglichkeiten abgleichen.

  10. #10
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    Jede Anlage ist nicht´s für SCHWACHE Nerven

    So oder so,

    kaufe wenn die Kanonen donnern, und verkaufe wenn die Sektkorken knallen ...


    https://www.immobilienscout24.de/

    https://www.immowelt.de/

  11. #11
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    Mieten legen trotz Mietpreisbremse kräftig zu


  12. #12
    Avatar von LEXTRADEONE
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    Der Staat ist an einer ländlichen Infrastruktur leider nicht interessiert. So laufen alle in die Städte. Jeden Tag werden es mehr. Dann kommen noch die ganzen Neubürger hinzu. Der Wohnungsmarkt kann ohne massiven Wohnungsbau diesen Trend der Preissteigerung nicht bremsen. Junge Leute sind bereit ihr Erbe einzusetzen und hohe Schulden zu akzeptieren. Die Verschuldung wird rasant zulegen. Anreize für Kapitalanleger sind zu genüge im Wohnungsmarkt. Trotzdem ist der Staat nicht bereit, diese Anreize umzukehren und in den Sozialen Wohnungsmarkt zu investieren. Den hat man ja abgeschafft.

    Es fehlen Spezialimmobilien und Wohnimmobilien, gebaut wird einfach zu wenig. Schade finde ich, dass die Menschen die Lebensqualität in der Stadt suchen und sehen, obwohl es doch ländlicher viel entspanter und auch schöner ist. Da reden die Menschen noch miteinander. In der Stadt immer weniger. Schade eigentlich. Die Mieten werden durchschnittlich um die 5% steigen. Da führt kein Weg daran vorbei, da die Politik ja auch noch mit ihren Dämmwahn für enorme Folgekosten sorgt. Schäden am Bauwerken, der Entsorgung der Giftstoffe usw.

    Die Bremse wirkt nach unten hin. Bergauf bremst man ja nicht so stark ;-)

  13. #13
    Premium-Mitglied Avatar von Dagobert Duck
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    Der Staat "verteuert" doch Vorsätzlich das Wohnen

    Da wird von der Politik die Energiekosten (durch Steuern & Abgaben ) wie eine Sau durch´s Dorf gejagt, und anschließen noch mit 19% "NOCH MEHR" versteuert werden muss.

    Alleine was der Staat für 19 % NOCH MEHR Steuer, für Neubauten bekommt, und dann noch die Grunderwerbssteuer für die Kommunen ... und Grundsteuer ... und Notar/Amtsgericht-Gebühren lassen auch die Kasse klingeln !

    Dann immer NEUE EU-Auflagen, die die Eigentümer erfüllen müssen.

    "Urlaub in Zukunft" in den eignen vier Wänden.

  14. #14
    Avatar von AntRiber
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    Deutschland ist ein einzigartiger Staat. Es gibt keine "Haupt" Städte der Immobilienkauf wie Paris oder Cannes in Frankreich. Jedes Land hat sein gut entwickeltes Zentrum - München, Köln, Frankfurt am Main, Hamburg, etc. Die Immobilie ist in allen Städten mit steigenden Preisen sehr gut gefragt.

  15. #15
    Avatar von Ashtari
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    Zitat Zitat von AntRiber Beitrag anzeigen
    Deutschland ist ein einzigartiger Staat. Es gibt keine "Haupt" Städte der Immobilienkauf wie Paris oder Cannes in Frankreich. Jedes Land hat sein gut entwickeltes Zentrum - München, Köln, Frankfurt am Main, Hamburg, etc. Die Immobilie ist in allen Städten mit steigenden Preisen sehr gut gefragt.
    Das ist ja gerade die Krux an der Sache. Heute etwas annehmbares und bezahlbares zu finden ist so schwer geworden, dass die Leute versuchen aus den "Ballungszentren" in die Vororte zu gehen. Diese werden dadurch immer teurer und in Summe zieht sich das dann über die ganzen Ballungsregionen (ich denke die Hamburger unter uns können dort ein Lied von singen)...

    Ich bin der Meinung das man als 'Laie' durchaus besser Geld mit Aktien als mit Immobilien verdienen kann. Weil man zum ersten mit weniger Kapital einsteigen kann und zum anderen kann man sich das Wissen wesentlich besser aneignen, wie ich finde.
    Die ganzen Faktoren die noch beachtet werden müssen beim Hauskauf um dann letztendlich auch einen Gewinn dabei rausholen zu können... Wenn man für sich selber kauft, dann ist der Faktor Gewinn nicht gegeben. Aber da ist das eingesetzte Kapital für das was man tatsächlich bekommt doch aktuell sehr fraglich. Gekauft wirds trotzdem

  16. #16

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    Ich halte den Zeitpunkt auch nicht für optimal, um als Laie mit Immobilien viel Geld verdienen zu können. Vor 10 Jahren oder so war das noch anders, aber die Lage hat sich in den letzten Jahren ja gerade in den Ballungsräumen sehr zugespitzt was die Immobilienpreise angeht. Jetzt sind Immobilien auf dem Land erschwinglich, aber in die würde ich nicht investieren, nicht als Geldanlage. Anders sieht es aus, wenn man sehr ländlich leben will und ein Eigenheim erwerben möchte. Für sowas ist es jetzt, denke ich, günstig. Ist dann aber halt eher keine vielversprechende Wertanlage, falls man die Immobilie wieder los werden möchte.

  17. #17

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    Wo lohnt es sich wirklich, in Immobilien zu investieren? Ich habe einiges an Geld zur Verfügung, und überlege mir, ob ich hier mein Geld investieren soll. Allerdings möchte ich nicht nur die Inflation ausgleichen, sondern es soll wirklich auf Dauer gewinnbringend sein. Könnt Ihr mir Empfehlungen geben? Natürlich bin ich auch für alle anderen Investitionen offen.
    Geändert von Mutine (25.09.2018 um 14:27 Uhr)

  18. #18

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    Die Frage ist halt wie "lange" du das Geld liegen lassen kannst. Finde das bei Immobilien immer so eine Sache. Richtig ausschöpfen kannst es wenn es wirklich 2 bis 3 Jahre liegen lassen kannst.

  19. #19

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    Ja, das Geld muss ich nicht kurzfristig investieren, sondern kann auch über mehrere Jahre angelegt werden. Natürlich denke ich für den Rest noch über kurzfristige Anlagemöglichkeiten nach. Daher soll natürlich nicht alles in die Immobilie fliessen, da ich mehrgleisig fahren möchte. .

  20. #20

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    Renditejäger nutzen den Immobilien-Trend

    Vielleicht ist das die richtige Meldung wenn da noch Fragen offen sein sollten.
    Die hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien, durch aktuelle Marktdaten gestützt, wird langfristig halten. Es bieten sich jetzt hierfür Immobilien-Beteiligungen an, besonders für Anleger welche auf der Suche nach renditestarken Investments sind.

    Gerade in den deutschen Metropolen wird die Nachfrage nach Wohnimmobilien langfristig anhalten. Durch eine aktuellen Studie, der Ratingagentur Scope, geht hervor das sich in den zehn größten deutschen Städten in den Jahren 2010 bis 2017 eine beträchtliche Bedarfslücke gebildet hat. Es wurden zwar 250.000 Wohnungen fertiggestellt, aber gleichzeitig stieg die Anzahl der privaten Haushalte um ca 600.000 welche stätig weiter beständig wächst. Für einen dynamischen Markt sorgen steigende Preise und wachsende Nachfrage in dem Bereich.
    Zudem erwartet Scope für die "Top 10" zusätzliche private Haushalte von 100.000.

    Die aktuelle Leistungsbilanz spricht für sich, aus längeren laufenden PROJECT Immobilienfonds überzeugen die Renditen: Ein Besipiel
    der PROJECT Fonds Strategie 6 eine Rendite von bis zu 8,9 % p.a., der Strategie 4 bis zu 8,5 % p.a. und der Strategie 1 bis zu 8,1 % p.a.



    (Quelle:Scope)

  21. #21
    Avatar von Dorian
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    Ist ja leider nicht wirklich ein Geheimnis, dass sogar alte, verfallene Bauernhäuser an der Grenze zu Großstädten heute Gold wert sind und die Stadtplaner so lange geschlafen haben, neuen Wohnraum zu gestalten, dass manche Gegenden von Berlin langsam eine Art London lite sind. Das wurde anderswo leider besser gelöst, selbst mit dem omnipräsenten Urbantrend. Wenn man in einem überschaubren Projekt involviert ist - kann auch Crowdfunding sein - gibt da durchaus Optionen gerade, man sollte nur nicht unbedingt sein letztes Hemd hineinwerfen, da geht es ja doch eher um die größeren Summen. ;)

  22. #22

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    Großstädte

    Welche Großstädte würdet Ihr favorisieren, wenn Ihr Immobilien als Geldanlage nutzen möchtet? Ich denke, München ist sicher eine Goldgrube.

  23. #23

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    An und für sich sind die großen Städte alle recht sicher kommt nur darauf an in welchem Viertel du investieren möchtest.
    Denke was aber recht sicher ist sind so "Studentenwohnungen" Augsburg zb hat auch erst letztens so ein Projekt gehabt mit Invest Möglichkeit.

  24. #24

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    Ok, danke für den Tipp. Weisst Du zufällig, wohin ich mich da wenden muss?

  25. #25

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    @Mutine

    denke an die Stadt wäre eine gute Möglichkeit, in Augsburg zb bin ich eigentlich nur durch Zufall an dem Bau vorbei gefahren, stehen ja immer so große Schilder was dort entsteht bzw gebaut wird, unter anderem ist dort die Adresse wer das baut gestanden. Da hab ich dann einfach angerufen..

  26. #26

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    Na dann werde ich mal meine Augen offen halten wenn ich unterwegs bin und interessante Objekte sehe. Du hast mir auf jeden Fall schon mal weiter geholfen. Danke!

  27. #27
    Avatar von Pats
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    Zitat Zitat von Mutine Beitrag anzeigen
    Wo lohnt es sich wirklich, in Immobilien zu investieren? Ich habe einiges an Geld zur Verfügung, und überlege mir, ob ich hier mein Geld investieren soll. Allerdings möchte ich nicht nur die Inflation ausgleichen, sondern es soll wirklich auf Dauer gewinnbringend sein. Könnt Ihr mir Empfehlungen geben? Natürlich bin ich auch für alle anderen Investitionen offen.
    Wenn Du entsprechendes Geld zur Verfügung hast, dann kaufe eine Wohnung oder ein Haus. In vielen Regionen mit Wohnungsnot eine echte Goldanlage!

  28. #28
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    München: Grundstückspreise bereits zwischen 5.000 EUR / m² - 8.500 EUR / m²

    Die Preissteigerungen in den Münchner Stadtteilen

    Betrachtet man den Stadtteil Bogenhausen genauer, so fällt auf, dass dort die Grundstückspreise bereits zwischen 5.000 EUR / m² und 8.500 EUR / m² liegen, im angrenzenden Denning und Englschalking bereits bei 2.250 EUR / m² bis 2.600 EUR / m². In Nymphenburg liegen die Preise zwischen 3.700 EUR / m² und 5.500 EUR / m² und in Pasing – Obermenzing bei 2.300 EUR / m² bis 2.800 EUR / m². Schwabing entwickelte sich auf Preise von 3.900 EUR / m² bis 4.900 EUR / m².
    Auch der Münchner Süden steht den zuvor genannten Gebieten in nichts nach. Hier führen Großhadern und Forstenried die Liste der stärksten Preissteigerungen mit Preisen von 2.250 EUR / m² bis 2.500 EUR / m² an. Solln wartet ebenfalls mit einem beachtlichen Anstieg auf: bei bis zu 2.800 EUR / m² liegen hier die Richtwerte.

    https://www.wangenheim.de/de/unterne...ich_verdoppelt

    https://ifunded.de/de/grundstueckspreise/muenchen/

    Ergo: In der Münchner Innenstadt werden je m² BAULAND über 50.000 Euro bezahlt.

    Der am höchsten bezahlte Bauplatz der Republik liegt demnach mit einem Preis von 50.000 Euro pro Quadratmeter in der Münchner Innenstadt...
    https://www.google.com/search?client...w=1157&bih=746

    1.000m² kosten demnach 50 Millionen Euro - da kommt richtig Fantasie auf! Loll... da kosten 34m² Wohnkloset mit Kochnische um 310.000 Euro...

    https://youtu.be/ziD-ywVDWFs

    309.900,00 € - 1 Zimmer - 37,51m² - Kaufpreis pro m² 8.261,80 € - Exposé:

    https://www.kskmse.de/de/home/privat...IO-10914985150
    Geändert von Luis (27.12.2018 um 23:53 Uhr)

  29. #29

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    Zitat Zitat von Luis Beitrag anzeigen
    Die Preissteigerungen in den Münchner Stadtteilen

    Betrachtet man den Stadtteil Bogenhausen genauer, so fällt auf, dass dort die Grundstückspreise bereits zwischen 5.000 EUR / m² und 8.500 EUR / m² liegen, im angrenzenden Denning und Englschalking bereits bei 2.250 EUR / m² bis 2.600 EUR / m². In Nymphenburg liegen die Preise zwischen 3.700 EUR / m² und 5.500 EUR / m² und in Pasing – Obermenzing bei 2.300 EUR / m² bis 2.800 EUR / m². Schwabing entwickelte sich auf Preise von 3.900 EUR / m² bis 4.900 EUR / m².
    Auch der Münchner Süden steht den zuvor genannten Gebieten in nichts nach. Hier führen Großhadern und Forstenried die Liste der stärksten Preissteigerungen mit Preisen von 2.250 EUR / m² bis 2.500 EUR / m² an. Solln wartet ebenfalls mit einem beachtlichen Anstieg auf: bei bis zu 2.800 EUR / m² liegen hier die Richtwerte.

    https://www.wangenheim.de/de/unterne...ich_verdoppelt

    https://ifunded.de/de/grundstueckspreise/muenchen/

    Ergo: In der Münchner Innenstadt werden je m² BAULAND über 50.000 Euro bezahlt.

    Der am höchsten bezahlte Bauplatz der Republik liegt demnach mit einem Preis von 50.000 Euro pro Quadratmeter in der Münchner Innenstadt...
    https://www.google.com/search?client...w=1157&bih=746

    1.000m² kosten demnach 50 Millionen Euro - da kommt richtig Fantasie auf! Loll... da kosten 34m² Wohnkloset mit Kochnische um 310.000 Euro...

    https://youtu.be/ziD-ywVDWFs

    309.900,00 € - 1 Zimmer - 37,51m² - Kaufpreis pro m² 8.261,80 € - Exposé:

    https://www.kskmse.de/de/home/privat...IO-10914985150
    Ich hab in München eine Zeit lang eine Wohnung gesucht, was du da für eine 1 Zimmer Wohnung zahlen sollst auch ohne Besonderheiten ist eine Frechheit. Wo anders bekommst dafür eine 3 bis 4 Zimmer Wohnung. Unglaublich! Die Preise steigen auch noch immer weiter...

  30. #30
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    Grundsteuer steht vor dem Aus!

    Vor sechs Wochen hatte der Vizekanzler seinen Plan vorgestellt, stimmt ihn nun mit den 16 Ländern ab. Doch schon innerhalb der GroKo droht die Reform offenbar zu scheitern: Die Unions-Fraktion im Bundestag findet den Scholz-Plan ungerecht und viel zu bürokratisch, lehnt ihn nun ab!

    Allerdings: Scholz rennt die Zeit davon. Bis Ende des Jahres muss er eine Grundsteuer-Reform präsentieren, denn die bisherige Steuer ist verfassungswidrig!

    Gelingt keine Reform, wäre dies für alle Mieter und Hauseigentümer eine willkommene Variante: Dann würde die Grundsteuer komplett wegfallen. Doch die Kommunen, denen die insgesamt 14 Milliarden pro Jahr zustehen, wollen auf die Einnahmen auf keinen Fall verzichten …

    https://www.bild.de/geld/wirtschaft/...8796.bild.html


    Ergo: der deutsche Staat nimmt zu viel an Steuern ein. Die Grundsteuer gehört ersatzlos abgeschafft. Möchten die Bundesländer ein Teil von der vereinnahmten Grunderwerbsteuer, den Gemeinden abtreten.

  31. #31
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    11 000 Euro pro Quadratmeter! Wahnsinn...

    ...wie sich der Immobilienmarkt hierzulande entwickelt.

    Hamburg-Altona: Auf der Fläche eines ehemaligen Güterbahnhofs entsteht seit 2015 ein völlig neuer Stadtteil. Von den insgesamt 1600 Wohneinheiten sind jeweils ein Drittel Sozial-, Miet- und Eigentumswohnungen. In Hamburg steigt der Kaufpreis bis 2030 um satte 51 Prozent.

    Die Preissprünge bei Eigentumswohnungen gehen weiter. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Immowelt-Kaufpreis-Prognose.

    ▶ Demnach verteuern sich Immobilien in Berlin bis 2030 um 60 Prozent. Eine Eigentumswohnung in der Hauptstadt kostet dann im Schnitt 6190 Euro pro Quadratmeter, aktuell sind es 3870 Euro. Die große Attraktivität sorgte bereits in den vergangenen Jahren dafür, dass die Preise für Wohnen explodiert sind.

    Auch im kommenden Jahrzehnt wird sich diese Entwicklung fortsetzen. Denn gerade Berlin kommt im Vergleich zu anderen Metropolen preislich von einem weitaus niedrigeren Niveau.

    Wie weit die Preise in München denen anderer Städte enteilen, zeigt der Vergleich mit Frankfurt. In der zweitteuersten Stadt zahlen Immobilienkäufer Im Jahr 2030 Quadratmeterpreise von 7080 Euro und damit mehr als 4000 Euro weniger als in München.

    Oder anders ausgedrückt: München ist schon jetzt so teuer, wie Frankfurt es in elf Jahren sein wird. Gleiches gilt für Hamburg (6520 Euro) und Stuttgart (6320 Euro).

    https://bilder.bild.de/fotos-skalier...w,c=0.bild.png

    Dass sich die Preisspirale aber langsamer dreht, zeigt der Vergleich zu 2008. In den vergangenen zehn Jahren haben sich in einigen Großstädten die Preise mehr als verdoppelt: München weist ein Plus von 141 Prozent auf, Berlin 140 Prozent.

    https://www.bild.de/geld/mein-geld/m...0792.bild.html

    Ergo: von der Gemeinde, vor 5 Jahren, kostete ein popliger geteerter 17 qm Parkplatz, 10.000 Euro.

  32. #32
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    Neue Grundsteuer wird zur Milliardenfalle: Kosten dürften explodieren!

    Die Grundsteuerreform könnte für Unternehmen immens teuer werden. Bei einem Test gelang es nicht einmal, die neue Steuerbelastung zu berechnen. Bisher ist nur eins sicher: Die Kosten dürften explodieren.

    Die Reform der Grundsteuer könnte für kleine und mittelständische Unternehmen besonders teuer werden. Die Finanzminister der Länder und des Bundes dürften sich auf ein wertabhängiges Modell einigen – so jedenfalls erwarteten es Beobachter am Freitag anlässlich des Minister-Spitzentreffens in Berlin, bei dem die Teilnehmer ein weiteres Mal über die Reform berieten.

    Von vielen Ministerin favorisiert wird ein wertabhängiges Modell. Das liefe darauf hinaus, dass Bodenrichtwerte oder Mieteinnahmen mit in die Neuberechnung der Grundsteuer einbezogen werden. Für Betriebe wird das zu einem Problem.

    „Ortsübliche Mieten oder Vergleichswerte gibt es kaum für Industriegebiete“, sagt Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands der Familienunternehmer. „Zur Wertberechnung bleibt damit nur das Sachwertverfahren. Dieses für die Berechnung der Grundsteuer anzuwenden, ließe allerdings den Aufwand an Bürokratie regelrecht explodieren“, so von Eben-Worlée.

    Unternehmen tragen dem Verband zufolge mit bis zu 37 Prozent zum gesamten Grundsteueraufkommen in Höhe von 14 Milliarden Euro für die Kommunen bei. Sie zahlen für die Nutzung von Grundstücken, Lagerflächen, Produktionshallen, Bürogebäude, Stellflächen, Fabriken, und Logistikanlagen.

    Streit und Klagen „wären vorprogrammiert“

    Bei dem umfassenden wertabhängigen Modell von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) würden fünf Parameter einbezogen: Gebäudefläche, Grundstücksfläche, Baujahr beziehungsweise Herstellungskosten, Bodenrichtwert und Mieteinnahmen. Im Falle von selbst genutztem Wohneigentum würden fiktive Mieten angerechnet. Der Familienunternehmer-Verband hat jetzt von Steuerberatern durchrechnen lassen, wie sich das Scholz-Modell auf ein typisches Unternehmen auswirken würde.

    Als Beispielfall diente eine Firma mit vier Grundstücken in zwei Bundesländern, mit vier Produktionsgebäuden aus den Jahren 1975, 1992 und 1993, einem Bürogebäude sowie mehreren Hallen aus verschiedenen Baujahren. Das erste Ergebnis lautet: Die Firma war mit der Neuberechnung praktisch überfordert. Innerhalb von zwei Wochen sei es nicht gelungen, sinnvolle Basiswerte zu ermitteln, so der Unternehmerverband: „Es hätte bedeutet, für alle Gebäudetypen aus den 70er- und 90er-Jahren einen „Gebäudenormalherstellungswert“ zu ermitteln.

    Das gelang nur annäherungsweise und lief auf eine „Bürokratieexplosion“ hinaus. Die Steuererhebungskosten in den Unternehmen dürften sich verzehnfachen, heißt es. „Welche Baumaterialien aus welcher Bauzeit in welcher Qualität bei aktuellem Zustand heute noch zu welchem Wert anzusetzen sind, das zu ermitteln bedarf schon baufachlichen Expertenwissens oder Fantasie“, sagt Eben-Worlée.

    „In welcher Finanzverwaltung sind diese schon vorhanden? Streit und Klagen wären damit vorprogrammiert.“ Der Verbandspräsident stellte auch grundsätzlich infrage, ob man überhaupt ein und dasselbe Steuerverfahren „für einen Chemiepark in Höchst und ein Einfamilienhaus in Berlin-Dahlem“ anwenden könne.

    Verband schlägt vereinfachtes Wertmodell vor

    Der Familienunternehmer-Verband hat neben dem Erhebungsaufwand auch die künftige mögliche Steuerlast berechnet und kommt auf ein beunruhigendes Ergebnis: Das Logistikunternehmen mit den verschiedenen Grundstücken und Gebäuden würde künftig rund 236.800 Euro Grundsteuer pro Jahr zahlen müssen. Das wäre eine Steigerung um 313 Prozent gegenüber der heutigen Steuerlast von 75.600 Euro.

    Alternativ liegt ein vereinfachtes Flächenmodell auf dem Tisch, bei dem nur die Größen der Gebäude und Grundstücke einbezogen werden. Verbände der Immobilienwirtschaft, aber auch der Eigentümerverband Haus & Grund favorisieren dieses Flächenmodell. Doch auch hier würde die Steuerlast laut Berechnungsbeispiel steigen, nämlich um satte 222 Prozent auf 167.800 Euro pro Jahr.

    Allerdings ging der Familienunternehmer-Verband bei den Berechnungen davon aus, dass die bisherigen Steuermesszahlen und kommunalen Hebesätze unverändert bleiben würden. Finanzminister Scholz geht davon aus, dass die Gemeinden die Hebesätze absenken. Genau darauf aber können man sich nicht verlassen, sagen die Familienunternehmer. „Wir kennen das Phänomen ja von der Grunderwerbsteuer, die in den Bundesländern immer weiter angehoben wurden“, so Eben-Worlée.

    „Die besonders klammen Gebietskörperschaften würden wahrscheinlich den Hebesatz höher ansetzen. Grundsätzlich können wir nicht damit rechnen, dass die Gemeinden die Hebesätze tatsächlich senken.“ Der Verband schlägt ein vereinfachtes Wertmodell vor, bei dem Immobilienlagen typisiert und Wertgruppen gebildet werden.

    Unionsfraktion lehnt Scholz-Modell ab

    Im Vorfeld des Finanzministertreffens am Freitag lagen die Meinungen und Konzepte noch weit auseinander. CSU-Chef Markus Söder etwa hatte am Donnerstag noch angekündigt, ein eigenes Modell vorlegen zu wollen. Der Scholz-Plan würde Mieten in Ballungszentren wie München erhöhen und einen immensen Bürokratieaufbau bedeuten. „Allein in Bayern müssten wir 3400 neue Steuerbeamte einstellen“, sagte Söder.

    „Wir brauchen ein praxisgerechtes Modell.“ Auch Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel forderte am Freitag im Deutschlandfunk: „Wir müssen eine bezahlbare Reform hinlegen. Und sie muss machbar sein – sowohl für die Steuerpflichtigen als auch für die Finanzverwaltung.“

    Die Unionsfraktion im Bundestag sowie einige Bundesländer lehnen das Scholz-Modell mit den fünf Parametern als zu bürokratisch ab. Möglicherweise einigt man sich deshalb auf Vereinfachungen, etwa beim Bodenrichtwert und bei der Berücksichtigung der Mieten. Um die Vorgaben des Verfassungsgerichts zu erfüllen, will Scholz bisher jedoch an der Wert-Berücksichtigung festhalten.

    Das Bundesverfassungsgericht hat wegen völlig veralteter Bemessungsgrundlagen eine Reform bis Ende 2019 gefordert. Unabhängig von dem Modell rechnet das Finanzministerium mit rund 2200 Stellen, die für die Steuererhebung notwendig sind. Am Nachmittag wurde mit einer Stellungnahme des Finanzministern zum Stand der Reformverhandlungen erwartet.

    https://www.welt.de/finanzen/immobil...er-Scholz.html

    Ergo: die SPD ist eine Drecks Partei - tritt diese unsoziale Partei in die Tonne! Sachverstand und SPD schließen sich aus ! Die Kosten dürften sich "verhundertfachen"!

  33. #33
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    Kreditvergabe: Abgezockt vom Bankberater...

    Banken vergeben leichtfertig überteuerte Kredite. Ihre Kunden können sie so bis in die Überschuldung treiben. Die Bank Santander fällt besonders negativ auf.

    Von Alexandra Endres, Johannes Edelhoff, Lina Beling und Katharina Schiele

    Wer bei deutschen Banken einen Ratenkredit aufnimmt, wird oft falsch oder schlecht beraten – zum eigenen finanziellen Schaden. Das zeigt die Erfahrung von fast 100 Testkäuferinnen und Testkäufern. Finanzexperten hatten sie in die Filialen unterschiedlicher Banken geschickt, um dort Kreditgespräche zu führen. In vielen Fällen unterbreiteten Bankberater den Testkäufern ein Angebot, ohne die finanzielle Lage ihrer potenziellen Kunden vorher ausreichend zu klären. Sogar offensichtliche Risiken ignorierten die Verkäufer. So setzten die Banken ihre vermeintlichen Kunden der Gefahr aus, den Kredit später nicht bedienen zu können.

    Im schlimmsten Fall können Darlehensnehmer dadurch in die Überschuldung rutschen. Die ist in Deutschland mittlerweile ein Massenphänomen: Im Oktober 2018 betraf sie laut Creditreform rund sieben Millionen Menschen in Deutschland.

    Schon frühere Untersuchungen, etwa durch die Bundesfinanzaufsicht Bafin 2017, hatten gezeigt: Banken berechnen bei der Kreditvergabe teilweise erhebliche Zusatzkosten oder Provisionen und legen diese häufig nicht offen. In manchen Fällen erreichte der effektive Kreditzins dadurch wucherische Höhen. Das Risiko, dass die Kunden solche Kredite nicht mehr bedienen können, ist sehr hoch. Selbst wenn es ihnen gelingt, eine Umschuldung auszuhandeln, müssen sie in vielen Fällen schlechtere Konditionen akzeptieren. Damit aber wachsen ihre finanziellen Probleme noch.

    "Ein durchweg negatives Bild"...

    40.000 Euro Schulden bei 1.000 Euro Nettolohn

    Heute sitzt sie auf einer Restschuld von rund 40.000 Euro. Diese Summe abzuzahlen sei bei ihrem Einkommen von etwa 1.000 Euro netto im Monat "unmöglich", sagt Sven Schulz, Schuldnerberater der Solidarischen Hilfe e. V. aus Bremen. Schulz unterstützt B. und andere überschuldete Menschen dabei, ihre finanziellen Angelegenheiten wieder ins Lot zu bringen.

    Die allermeisten Banken prüften vor Abschluss von Kreditverträgen viel zu ungenau, ob ihre Kunden überhaupt in der Lage seien, ihre Raten zu zahlen, sagt Schulz. Vor allem für Geringverdiener sei das gefährlich. Sobald sie ihren Job wechselten und dadurch womöglich weniger Einkommen hätten, könnten sie ihre Raten unter Umständen nicht mehr zahlen. Und in jüngster Zeit gerieten vermehrt Rentner in Schwierigkeiten: Menschen, die kurz vor der Rente noch einen Kredit aufgenommen hätten, obwohl da schon offensichtlich gewesen sei, dass sie im Ruhestand nicht mehr in der Lage sein würden, ihn abzuzahlen. Doch auch der Zeitpunkt des Renteneintritts werde von den Bankberatern oft gar nicht geprüft. "Bei uns wäre die Hälfte der Arbeit weg, wenn die Banken verantwortungsvoller handeln würden", sagt Schulz.

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-...santander-bank

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-...r-bank/seite-2

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-...r-bank/seite-3

    Ergo: Die Banken verkaufen Kredite wie saures Bier. Ein jeder Kredit ist die unsichtbare Schlinge um den Hals, in der Not zieht sich die Schlinge zu und erwürgt den Kreditnehmer.
    Geändert von Luis (01.03.2019 um 11:06 Uhr)

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