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Thema: Welche Länder - außer Russland - sind jetzt top?

  1. #1

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    Welche Länder - außer Russland - sind jetzt top?

    Wo seht Ihr die Chancen in der anstehenden Zeit?
    Welche Branche?
    Welches Land?
    Welches Unternehmen?
    Welche Anleihe?
    Welcher Fond?

    Wo kann man sein Geld anlegen, ohne es Tage oder Wochen später schon wieder zu bereuen? In den letzten Wochen dürfte es schwer gewesen sein, im Depot auch nur die Rendite eines Sparbuchs zu erreichen. Wo sind die Lichtblicke, die besser sind als das Sparbuch? Was habt ihr euch überlegt?


    (Die RNGS-Begeisterten suchen sich bitte ein anderes Thema, um ihren Gefühlen für RNGS Ausdruck zu verleihen.)

  2. #2
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    @Benjamin
    Ich bin nicht sicher ob mein Beitrag unter diesem Thema richtig untergebracht wäre..Im russischen Netz hatte ich heute einen kurzen Beitrag über den Tod von 3 saudischen Prinzen innerhalb der letzten Tagen (der eine an Herzinfarkt, der zweite in einem Autounfall auf der Fahrt zur Beerdigung und den dritten hat man verdurstet in der Wüste gefunden). Kann alles ein Zufall sein, sogar wahrscheinlich...Und was wenn nicht? Der greise saudische König ist über 80 Jahre alt und erlitt vor einiger Zeit einen Hirnschlag. Ein Kampf um die Tronfolge ist nicht unwahrscheinlich...wenn ich mir auch noch vorstelle, daß der Ben Laden und die Mehrzahl der Terroristen vom 11.09 auch Saudis sind, so kommt mir der Verdacht, daß die islamischen Fundamentalisten nicht nur eine starke Lobby in Saudi Arabien haben, sondern vielleicht ein gewisses Wohlwollen von der Seite einiger Mitglieder der königlichen Familie...Um den Gedanken zu Ende zu bringen, stell dir mal eine islamische Revolution (a la Iran) in Saudi Arabien und dessen Auswirkung auf die Weltmärkte vor dazu den Konflikt in Palestina, Probleme mit Irak und Iran vor. Allein bei einem Gedanken daran läuft es einem kalt den Rücken runter.
    Ich glaube, daß man nicht schlecht beraten ist wenn man im Depot wenn nicht russische Ölwerte, so wenigstens Ölwerte aus nicht moslemischen Ländern, die etwas weiter vom Nahen Osten liegen.
    Wir wollen hoffen, daß sowas nur ein schlechter Traum bleibt.


    [Dieser Beitrag wurde von Walter am 30.07.2002 editiert.]

  3. #3

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    Hallo Walter,

    Ölwerte halte ich im Moment auch für eine vernünftige Option, zumal mir eine andere zündende Investmentidee derzeit fehlt. Öl-Begründung: Irak-Krieg im Februar (u. eine zumindest nicht auszuschließende Erholung der Konjunktur). So habe ich gestern im Zuge einer Umschichtung Shell gekauft, vor ein paar Tagen Sibneft u. Surgutneftegaz. Grund: 1. Lukoil habe ich schon, 2. Ein steigender Ölpreis dürfte Firmen wie Shell mit knapper Gewinnmarge mehr relative Steigerung bringen als solchen, die recht komfortabel produzieren, wie Du ja selbst vor Monaten einmal in einem Beitrag ausführtest. Shell erntete übrigens kürzlich eine Reihe von Kaufempfehlungen, ist in der Zwischenzeit allerdings auch schon gut gestiegen.
    Ob da die (sonstigen) russischen Werte die optimale Anlage sind? Ich weiß es nicht. Der russische Aktienmarkt ist in einer von zwei Phasen:

    - Entweder in einer jetzt oder jedenfalls sehr bald zu Ende gehenden Korrekturphase, was optimistisch wäre, weil bald Anstiege kämen, wenn auch nicht mehr so steil wie beim letzten Anstieg. Wenn die Investoren wieder Vertrauen gewinnen (woher auch immer) in das bald realisierbare Potential Russlands, dann könnte die Wende nach oben recht bald kommen. Viele Analysten im Westen sind jedenfalls für Russland recht positiv gestimmt mit Blick auf WTO-Beitritt, Westorientierung Putins, Reformwerk Putins, Putins Verhalten als verläßlicher Partner in Politik und Wirtschaft. Nicht zu vergessen die niedrigen KGVs der Unternehmen.

    - Oder er wird noch länger und deutlich tiefer fallen. Motto: Der russische Aktienmarkt ist bereits wegen Defiziten im Wirtschaftswachstum und bei der praktisch "on the ground" wirksamen Umsetzungen der notwendigen Reformen längst von der Klippe gesprungen und wird noch viel tiefer fallen (weil der Markt die künftige tatsächliche Umsetzung der Reformen angenommen hat, daher einen phenomenal steilen und langen Kursanstieg seinerzeit hingelegt hat und nun frustriert wird, weil die meisten Reformumsetzungseffekte unten vor Ort bislang noch kaum spürbar sind) und viele Anleger das Vertrauen verloren haben, dass sich das so bald ändern wird. Die Schere zwischen Putins Reformwerk und Ansprüchen 'auf Papier' einerseits und der erlebten Wirklichkeit vor Ort andererseits könnte immer weiter auseinander klaffen - mit relativ wenig Wirtschaftswachstum, um den ganzen Reformprozess sozielverträglich bzw. für die Interessengruppen akzeptabel zu 'schmieren'. Und dann die Präsidentschaftswahlen, vor denen er nichts umsetzen wird, was vielen Wählern weh tun würde.

    Ich mühe mich redlich, die 'richtige' unter den beiden o. g. Interpretationsweisen auszumachen, aber bislang habe ich es noch nicht vermocht. Ist das Glas noch halb voll und wird aber bald wieder gefüllt sein, oder ist es noch halb voll und wird aber bald fast ganz leer sein? Sind solche Sorgen unbegründet, weil sie das sichere Anzeichen einer bevorstehenden Aktienhausse (Indikator: Investorstimmung ist im Keller) sind, oder sind sie die realistische Einschätzung eines Investors, der nicht nur für die nächsten Tage traden will?

    Also: Was macht Ihr denn derzeit?



    [Dieser Beitrag wurde von Benjamin am 31.07.2002 editiert.]

  4. #4

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    29.07. 20:56

    Die Investmentgesellschaft Schroders sieht derzeit eine gute Basis für langfristige Aktiengewinne. Nach dem Kursrutsch der vergangenen Wochen seien die Märkte relativ günstig bewertet. An den Wirtschaftszahlen sei eine Erholung der europäischen Konjunktur für das 2. Quartal erkennbar. Die Anlagestrategen von Schroders empfehlen den Anlegern deshalb eine Investition in den europäischen Aktienmarkt.

    Nach Ansicht der Experten der Fondsgesellschaft lassen die Börsen der Emerging Markets und dem Pazifikraum jedoch noch größere Kursgewinne erwarten. Die Binnennachfrage in dieser Region sei hoch, die Bewertungen günstig und das Wachstumspotenzial sei höher als das der entwickelten Märkte.
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  5. #5

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    Hallo!

    Also derart tödlich würde ich die momentane Situation auch nicht einschätzen wollen! Kann niemand glauben, dass der Typ Bin Laden gar nicht mehr lebt? In Saudi-Arabien hatte der nicht allzuviel Freunde und in Wirklichkeit auch sonst nirgends! Seine Wahlheimat war ein Nest eines Haufens Irrer, was natürlich nicht heißt, dass er nicht auch in S.A. Gefolgsleute hatte. Offiziell jedoch nicht, denn wer dort als Terrorist in irgendeiner Weise aufgefallen ist, wurde ohne federlesens und kurzerhand "geköpft"!
    Ich bin nicht der Ansicht, dass dieser Typ noch handlungsfähig ist.
    Hussein wollte doch ebenfalls auf seine Art wieder zuschlagen inder Zwischenzeit, als er zunächst einmal zum globalen Öl-Boykott aufrief. Davon wollte auch niemand etwas wissen. Der steht doch auch sogut wie alleine da mit seinen Ideen! Dass sich B.L. an Husseins Seite hätte flüchten können, gibt es eigentlich auch keine Anzeichen. Man beachte auch, dass dieser Typ (B.L.) nicht nur psychisch krank war, sondern auch physisch. Eine Bedrohung ist zwar nicht von der Hand zu weisen, aber kein derart globales Horroszenario, wie oben geschildert! Das Irakische Volk ist am Ende, Mit der handvoll Irrer, die Hussein noch um sich geschart hat, kann der auch keine wirklich großen Sprünge mehr machen!
    Let's hope for the best !

  6. #6

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    Habe noch kurz eine Anlageempfehlung passend zu derzeitigen Krisenstimmungen gefunden:

    Die BARING ASSET MANAGEMENT rät zur Zeit (23.7.) zur Investition in Rohstoffe:

    Die BAM empfiehlt, den Rohstoffsektor überzugewichten. Die zyklischen Substanzwerte aus den Branchen Grundstoffe, Metalle, Öl und nicht zuletzt Gold hätten der Abwärtsbewegung der globalen Aktienmärkte in den letzten Monaten relativ sicher standgehalten...insbesondere die Rohstoffunternehmen der Schwellenländer besitzen den Experten zufolge ein großes Potenzial. Hier sind bespielsweise die großen und noch nicht erschlossenen Ölreservate der russischen Ölkonzerne zu nennen, die mit ihrem wesentlich verbesserten Management weiteres Kurspotenzial versprechen. Der BARING GLOBAL RESOURCES FUND (WKN in USD/EUR 974060/933588) ist den Angaben zufolge per 30.6.2002 zu 53,6 % in Energie, zu 26,5 % in Grund- u. Edelmetalle und zu 16,3 % in Agrarprodukte und Chemie investiert. Zu den größten Beteiligungen gehörten Exxon Mobil mit 9.8 % und BP mit 5,6 %. In den Emerging Markets sei der Fonds mit über 26 % des Portfoliovermögens vertreten.

  7. #7

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    Zu den großen Ölkonzernen (Integrierte Ölkonzerne) gibt es eine interessante Studie der HaLaBa (Hamburgische Landesbank), allerdings von Anfang dieses Jahres, also bereits ein halbes Jahr alt und deshalb in einigen Punkten leicht revidierungs-bedürftig, trotzdem meines Erachtens interessant. Hierbei wird als bestes Unternehmen (mit dem größten Potenzial) die TotalFinaElf und die italienische ENI favorisiert.
    (PDF-Format bei wallstreet-online.de unter Branchenrecherche (Energie) erhältlich.)

    Für mich leicht "irritabel":
    Der Öl-Preis ist nach dem Terroranschlag 9.01 nur ganz kurz gestiegen und wenige Tage danach im Sinkflug auf unter 20 $ gefallen!
    (Rezessionsängste). Was spricht dafür oder dagegen, dass diesemal der Kurs anders reagieren wird? Da man inzwischen allerorts weiß, dass der IRAK-Angriff kommt, vielleicht schon Ende dieses Sommers, müsste sich hier doch schon längst etwas bewegen, oder?

  8. #8

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    Heute morgen bei CNBC den Chefvolkswirt der Deutschen Bank gehört. Scenario mit hoher Wahrscheinlichkeit: Konjunktur in den USA geht zurück, 2003 wird ein schlechtes Börsenjahr, evtl. auch noch 2004 und 2005. Man mache sich Sorgen unter seinen Kollegen...
    Das bedeutet, wir werden (möglicherweise/wahrscheinlich) die Symetrie des Tannenbaumcharts in den Langfristcharts der großen US-Aktienindices sehen.


    [Dieser Beitrag wurde von Benjamin am 07.08.2002 editiert.]

  9. #9
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    @ghazella
    Ein interessanter Beitrag zum "Horror-Szenario" in Bezug auf USA-Saudi-Irak, leider auf russisch:
    http://top.rbc.ru/index.shtml?/news/...5152_bod.shtml

    Powell versucht Saudi-Arabien zu beschwichtigen

    Expertenwarnung vor der Rolle Riads heruntergespielt

    Reuters

    WASHINGTON, 7. August. US-Außenminister Colin Powell zeigt sich um Schadensbegrenzung
    im Verhältnis zu Saudi-Arabien bemüht. Ein Sprecher des Außenamtes in Washington sagte am
    Dienstag, Powell habe nach Berichten über scharfe Kritik amerikanischer Experten am
    US-Verbündeten Saudi-Arabien seinen Kollegen Prinz Saud el Faisal in Riad angerufen. Er habe
    versichert, US-Präsident Bush und die Regierung sähen Saudi-Arabien keinesfalls als potenziellen
    Feind an. Die Beziehungen zwischen Washington und Riad seien "exzellent", betonte der Sprecher.

    In informierten Kreisen war am Dienstag ein Bericht der "Washington Post" bestätigt worden, wonach ein Vertreter der RAND-Corporation bei einem Treffen des Beraterstabs des Verteidigungsministeriums erklärt hatte, Saudi-Arabien finanziere den internationalen Terrorismus mit und müsse deshalb als ein "Feind der USA" angesehen werden. "Die Saudis sind auf jeder Ebene der Terrorkette aktiv, von der Planung bis zur Finanzierung, vom Kader bis zum einfachen
    Fußsoldaten, vom Ideologen bis zum Cheerleader"
    , hatte der Experte gesagt.
    Auch US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld betonte, es sei dies nur die Ansicht eines einzelnen Experten. Dem Beratergremium gehören unter anderen der frühere Außenminister Henry Kissinger, Ex-Vizepräsident Dan Quayle, die früheren Verteidigungsminister James Schlesinger und Harold Brown an. Bei dem Berater-Treffen im Juli soll das mögliche militärische Vorgehen der USA gegen den Irak debattiert worden sein. (Reuters)

    (den Text habe ich schon im RU-Forum gepostet)


    [Dieser Beitrag wurde von Walter am 08.08.2002 editiert.]

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