Die europäischen Aktienmärkte sind bis zum Mittwochnachmittag von ihren Tageshochs wieder zurück gekommen und notierten zuletzt wenig verändert. An Wall Street gab der Dow Jones etwas nach, während der S&P 500 unverändert handelte.*Wirtschaftsdaten aus Chinasorgten für ein deutliches Anziehen der Notierungen für Industriemetalle. Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi schwächten den Euro. Die jüngste Wende in der US-Politik nach Entlassung von US-Außenminister*Rex Tillersonam Vortag beschäftigte die Börsianer weiter.

Der Abgang Tillersons folgt nur gut eine Woche auf den Rücktritt des Wirtschaftsberaters*Gary Cohn. Damit gehe ein weiteres Mitglied aus dem Team-Trump, das dem gemäßtigen Lager zugerechnet worden sei, was im Markt als zusätzliches Indiz einer möglichen US-Abschottung wahrgenommen werde, sagte am Morgen ein Händler in Europa.
Der Euro gab zum Dollar nach und fiel unter die Marke von 1,24. Am Vormittag hatte EZB-Präsident*Mario Draghi*auf einer Konferenz in Frankfurt gesagt, die jüngste Aufwertung sei nicht allein mit der wirtschaftlichen Expansion der Region zu erklären.*Draghi merkte an, dass Änderungen in der Geldpolitik "berechenbar" und in "gemäßigtem Tempo" erfolgen werden.
EZB-Präsident Mario Draghi spricht auf einer Konferenz in Frankfurt.

Staatsanleihen der Eurozone rentierten überwiegend etwas höher. Bund-Spreads setzten die Ausweitung am Nachmittag fort. Die 30-jährige Auktion deutscher Anleihen fiel mit einem Bid/Cover-Ratio von 1,1 schwach aus. Auch die 10-jährigen Portugiesen stießen auf verhaltene Nachfrage. Die gestrige Auktion langer US-Treasuries sorgte auch am Mittwoch für anhaltende Abflachung der US-Kurve am langen Ende.

Im Stoxx 600 waren Minenwerte gesucht, nachdem Goldman Sachs Antofagasta Plc., BHP Billiton Ltd. und Anglo American Plc. hochgestuft hatte.