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Thema: Russland / Wirtschaft / Putin

  1. #463
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    Genau deshalb investiere ich mein Geld nur in Russland! Verstaatlichung in EU

    600-Milliarden-Paket soll Großunternehmen vor dem Untergang bewahren

    Die Bundesregierung will in der Corona-Krise Großunternehmen notfalls auch durch "Verstaatlichungen" retten. Der sogenannte Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) soll, nach jetziger Planung, Unternehmen mit über 2000 Arbeitnehmern und 320 Millionen Euro Jahresumsatz unter die Arme greifen, wenn sie wegen der Krise in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Der Fonds wird ein Gesamtvolumen von 600 Milliarden Euro haben. Das geht aus dem Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hervor, der WELT AM SONNTAG vorliegt.

    Hilfsgelder gegen Kapitalanteile: Finanzminister Olaf Scholz© dpa-infocom GmbH Hilfsgelder gegen Kapitalanteile: Finanzminister Olaf Scholz
    Der WSF ist damit größer als der Bankenhilfsfonds Soffin in der Finanzkrise 2008/09 mit seinen bis zu 480 Milliarden Euro Volumen. Mit 400 Milliarden Euro kann der Fonds Schuldtitel und Verbindlichkeiten von Unternehmen übernehmen, die um Hilfe bitten. 100 Milliarden Euro will Scholz allein für Kreditermächtigungen für Beteiligungsmaßnahmen an den Firmen in den Fonds packen, weitere 100 Milliarden Euro sollen für Sonderprogramme der staatlichen Bankengruppe KfW im Zuge der Corona-Krise bereitstehen.

    Das heißt: Geraten deutsche Firmen in eine existenzielle Schieflage, kann die Bundesregierung sie über eine Kapitalspritze sichern. Gleichzeitig müsste die Firma dafür Kapitalanteile an den Bund abtreten. De facto würde sie damit teil- oder vollverstaatlicht. Später, wenn die Krise vorbei ist, sollen diese Beteiligungen wieder privatisiert werden. Finanzkonzerne allerdings fallen nicht unter diesen Rettungsschirm.

    Der Bundesfinanzminister verspricht sich von dieser Unterstützung unter anderem, dass die betroffenen Firmen bei den Banken kreditwürdig bleiben und nicht durch Liquiditätsengpässe in die Zahlungsunfähigkeit rutschen. Dem Bund selbst entstünden vorerst keine Haushaltsausgaben, heißt es im Entwurf. Allerdings führe die Kreditaufnahme zur Refinanzierung des Fonds zu einer höheren Verschuldung.

    Da der Fonds Beteiligungen an Unternehmen erwerben und Garantieprämien erheben könne, dürfte die Belastung der öffentlichen Haushalte begrenzt bleiben, hofft das Finanzministerium. „Selbst wenn man die gesamten bisherigen Hilfsprogramme wegen der Corona-Krise zusammenrechnet, bewegen wir uns in einer akzeptablen Verschuldungsquote“, hieß es in Regierungskreisen.

    Derweil haben verschiedene Spitzenpolitiker die Bevölkerung erneut zur strengen Einhaltung der nötigen sozialen Distanz aufgerufen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte dieser Zeitung: „Wer sich jetzt unvernünftig und dadurch grob rücksichtslos verhält, riskiert Tausende Tote. Wir sind entschlossen, das zu verhindern. Der Schutz unserer Bevölkerung hat oberste Priorität.“

    Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul rät zu einer bundesweiten Regelung für eine Ausgangssperre. Der CDU-Politiker sagte der WELT AM SONNTAG: „Gefragt sind landesweite oder besser noch bundesweite Regelungen, die Ansammlungen von Menschen und öffentliche Treffen von mehreren Personen verbieten.“ Eine allgemeine Ausgangssperre mit unzähligen Ausnahmen vermittele Scheinsicherheit. Deutschland brauche keinen Wettbewerb um immer schärfere Regeln, sondern wirkungsvolle Maßnahmen.

    Die Europäische Kommission fordert die Staaten der Europäischen Union im Kampf gegen die Corona-Epidemie dennoch zu drastischen Maßnahmen auf. „Es ist lebenswichtig, dass die Maßnahmen, um soziale Distanz durchzusetzen, früh, entschieden und schnell umgesetzt werden. Nur so lässt sich die Ausbreitung des Virus verlangsamen und der Druck auf die Gesundheitssysteme reduzieren“, sagte die zuständige EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides dieser Zeitung. Zugleich rief sie die Mitgliedsländer der EU zu einer verbesserten Zusammenarbeit gegen das Coronavirus auf. So könnten die Maßnahmen, die von einzelnen EU-Ländern durchgeführt werden, „einen negativen Effekt auf die Eindämmungsversuche anderer haben“.

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) kündigte unterdessen an, die ersten Ergebnisse bei der Auswertung von Mobilitätsdaten der Bevölkerung bereits in der nächsten Woche zu veröffentlichen. Damit soll erstmals eine Analyse dazu möglich sein, ob sich das Mobilitätsverhalten verändert habe und die Bürger weitgehend zu Hause blieben. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung bei der Krankheitsüberwachung und Prävention.

    mehr in Quelle
    https://www.msn.com/de-de/finanzen/t...jrH?li=BBqg6Q9




    Fazit: Liebe Genossen (?),
    In 12 Jahren hat Angela Merkel aus der BRD die DDR gemacht ?
    Die Alten Parteien arbeiten Hand in Hand wie in der SED ... ?

    Ende der Nationalhymne der BRD bzw. Österreich/Kaiser Franz Hymne,
    Jetzt die Echte Deutsche Nationalhymne ... ?
    Deutschland Hymne- Auferstanden aus Ruinen

    https://www.youtube.com/watch?v=W2_oKMZ1vAA&t=3s




    Russische Nationalhymne (Deutsche Untertitel) Russische Hymne

    https://www.youtube.com/watch?v=0RCBiT03bz8&t=65s

    Gott schütze Russland


    Die Beschützer der Freien Marktwirtschaft

    https://www.youtube.com/watch?v=zgX8TfjRt24

  2. #464
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    Russland: Es gibt keine Corona-Toten in Russland. Punkt - vor 1 Std. 22.03.20

    Russland zählt keine Corona-Toten, sondern Menschen, die an Lungenentzündung sterben.

    Offiziell gibt es kaum Infizierte.

    Auf dem Land wähnt sich die Bevölkerung sicher.

    Sie war 79 Jahre alt, Dozentin und der erste Corona-Todesfall in Russland.

    Am Donnerstag starb die Frau im Moskauer Infektionskrankenhaus Nummer 2.

    Doch während Italien und Deutschland alle Toten, die positiv auf Corona getestet wurden, in ihren Statistiken aufführen, scheinen die Russen einen anderen Weg einzuschlagen.

    Diabetes habe die Verstorbene gehabt; Herzprobleme, Bluthochdruck und verkalkte Arterien, verkündete der operative Stab der Stadt Moskau.

    Offizielle Todesursache: schwere Pneumonie.

    Die Statistik mit Corona-Todesfällen: bleibt sauber.

    Es gibt keine Corona-Toten in Russland. Punkt. Und von Präsident Wladimir Putin ist nur eins zu hören: Man habe die Lage im Griff.

    Am selben Tag, an dem die Dozentin an einer Lungenentzündung verstarb, meldete sich in Moskau eine junge Frau lautstark mit einem Video auf Youtube zu Wort: Anastasija Wassiljewa. Es war nicht ihr erster Video-Appell an Mediziner. Wassiljewa ist Vorsitzende der Gewerkschaft "Allianz der Ärzte", die 2018 gegründet wurde und eng mit dem Oppositionspolitiker Alexej Nawalny verbandelt ist.

    Dieses Mal rief sie die russischen Ärzte auf, nicht länger über den Zustand der Corona-Epidemie in Russland zu schweigen. "In der ganzen Welt tobt ein Ausbruch des neuen Coronavirus. Doch bei uns in Russland tobt ein Ausbruch an Lungenentzündungen. Und wie immer toben die Lügen der Machthaber und die Einschüchterung des medizinischen Personals." Es fehle an Schutzausrüstung, an Atemmasken und Aufklärung – selbst wenn Corona die Ursache sei, würde man nur von Lungenentzündungen sprechen, meint Wassiljewa. Die Ärzte wüssten nicht, ob sie Corona- oder Pneumonie-Erkrankte behandelten. Dadurch würden sie das Virus weiter verbreiten. "Ärzte, Pfleger, wir bitte Sie: Bitte beenden Sie Ihr Schweigen!", flehte Wassiljewa. Das Moskauer Gesundheitsamt reagierte umgehend: Wassiljewa droht eine Anzeige wegen Verleumdung.

    In diesen Tagen herrscht viel Aufregung über Corona und der russische Staat geht entschieden gegen Falschberichte vor – oder solche, die er dafür hält. Es kursieren tatsächlich viele unbelegte Zahlen und Theorien (und die wildesten haben die russischen Staatssender anfangs selbst in die Welt gesetzt). Aber sagt der Staat die Wahrheit?

    Rasanter Anstieg an Lungenentzündungen

    Anonym berichten Ärzte in Moskau von einem rasanten Anstieg an Lungenentzündungen in ihren Krankenhäusern – ob Corona die Ursache dafür ist, wissen sie nicht. Überprüfen lassen sich die Eindrücke nicht: Die Statistiken über Lungenentzündungen für Februar und März liegen noch nicht vor. Doch selbst wenn sie vorlägen, wäre Vorsicht angebracht. Kürzlich veröffentlichte das russische Statistikamt die Zahlen für Januar: In Moskau soll es 37 Prozent mehr Erkrankte gegeben haben gegenüber dem Vorjahr (was durchaus sein kann). Das Moskauer Gesundheitsamt wiederum behauptet, im Januar und Februar sei die Zahl der Erkrankten gar gesunken. Wem also glauben?

    Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Infektionsrate in Russland auffällig niedrig – noch. Am Mittwoch gab es offiziell 147 positiv getestete Corona-Fälle, die meisten davon in Moskau. Am Donnerstag wurden 199 Fälle verzeichnet, am Sonntagnachmittag waren es bereits 367.

    Die Zahlen sind im Vergleich zu Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien immer noch niedrig– aber es gibt Zweifel. Russland testet sehr viel weniger als Deutschland, aber sehr viel mehr als die Ukraine, wo die offiziellen Infektionsraten nur deshalb so niedrig sind, weil schlichtweg nicht getestet wird. In Russland wurden bisher mit einem eigens entwickelten Corona-Test rund 156.000 Menschen auf das Virus untersucht. Die Tests gingen bisher an das Labor Vektor bei Nowosibirsk, drei Tage brauchte es für ein Ergebnis.

    Aber wie verlässlich sind die Tests? Die Zeitung The Moscow Times berichtet, dass die Tests nicht sehr sensitiv seien, unter Umständen also Corona nicht anzeigen würden, auch wenn eine Infektion vorläge. Auch wundern sich Mediziner, wie ein einziges Labor eine derart hohe Anzahl an Tests durchführen kann. Immerhin gibt es seit diesem Wochenende, so zumindest berichtet es der Moskauer Einsatzstab, in der Hauptstadt acht Labore, die nun selbständig auf Corona testen könnten. Auch in Sankt Petersburg bieten Kliniken nun den Test an – kostenlos.

    Im Vergleich zu vielen europäischen Ländern hat die russische Regierung schnell auf die Corona-Ausbreitung reagiert. Die Grenzen nach China wurden im Januar geschlossen, seit Mitte März dürfen Ausländer – bis auf wenige Ausnahmen – bis zum 1. Mai nicht nach Russland einreisen. Vor allem der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, hat sich als effektiver Manager der Krise hervorgetan. Er hatte schon Anfang März eine zweiwöchige Quarantäne für alle verhängt, die aus Ländern mit hohen Infektionsraten eingereist waren.

    Moskau baut ein Corona-Hospital

    Wer dagegen verstößt, kann mit Haft von bis zu fünf Jahren bestraft werden. Mit Gesichtserkennungskameras werden die Verstöße aufgedeckt – mehr als 200 bislang. Sobjanin mahnt zur Heimarbeit an, er appelliert an Menschen über 60 Jahre, zu Hause zu bleiben. Die Schulen und Kindergärten sind zu, am Samstag ließ er zudem alle Schwimmbäder und Fitnessstudios schließen. Zurzeit lässt er ein großes Krankenhaus bei Moskau aus dem Boden stampfen. In einem Monat sollen hier 500 neue Betten stehen – davon 20 Intensivbetten. Auch eine Quarantäne für ganz Moskau wird erwogen. Dann wäre die Stadt vom Rest des Landes abgeschottet.

    Während Sobjanin voranprescht, ziehen die Moskauer zögerlich nach. Es ist, als lerne jedes Land von den anderen mit einer einwöchigen Verzögerung. Ja, die U-Bahn ist eher leer, aber noch immer zu voll. Viele Restaurants und Cafés sind noch geöffnet und gar nicht schlecht besucht. Die Straßen sind voller Menschen, an den Metrostationen stehen Leute und verteilen Werbeflyer. Abstand halten? Ach wo!

    Noch unbekümmerter begegnet man dem Virus außerhalb der Hauptstadt. In Krasnojarsk hatten 800 dichtgedrängte Menschen genug vom Warten auf die Anweisungen für Selbstisolation; sie setzten sich ab. In Sankt Petersburg rühmte sich die Kirche, dass 70.000 Besucher den Schrein von Johannes dem Täufer geküsst haben, wie im orthodoxen Glauben üblich; erst vor wenigen Tagen wurde der Schrein zurück nach Israel gebracht. In Kasan wird die Kommunion den Gläubigen sogar noch mit dem immer selben Löffel in den Mund geschoben.

    Führende Infektiologin verheimlicht eigene Infektion

    In der Region Stawropol verheimlichte eine der wichtigsten Infektiologinnen der Gegend, dass sie, während das Virus schon grassierte, nach Spanien gereist war, um die Hausquarantäne zu umgehen. Nach ihrer Rückkehr arbeitete die Frau einfach weiter, nahm an Konferenzen teil, dozierte an der medizinischen Fakultät der Universität von Stawropol. Während sie das örtliche Gesundheitsministerium über den Stand der Corona-Epidemie informierte, verbreitete sie das Virus als Erste in der Region, berichten russische Medien. Jetzt stehen alle Ärzte, die mit ihr Kontakt hatten, unter Quarantäne. Elf Menschen soll die Frau angesteckt haben. Derzeit liegt sie im Krankenhaus. Diagnose: Lungenentzündung.

    https://imageservicethumbs.glomex.co...player-960x540

    https://www.msn.com/de-de/nachrichte...zlq?li=BBqg6Q9

  3. #465
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    Italiener danken Russland für Hilfe im Kampf gegen Corona

    Am Sonntag sind mehrere russische Transportflugzeuge im Rahmen einer Hilfsaktion mit Fachleuten und Ausrüstung nach Italien gestartet. Das Land ist von der Coronavirus-Pandemie am stärksten betroffen und kann jede Hilfe gut gebrauchen. Dementsprechend dankbar reagierten die Italiener im Netz.

    Insgesamt sollen neun russische Flugzeuge Fachleute und Ausrüstungen zur Bekämpfung der Pandemie zum italienischen Luftwaffenstützpunkt „Practica di Mare“ bringen, wo sie vom italienischen Außenminister Luigi di Maio persönlich empfangen werden.

    Diese Hilfeleistung blieb nicht unbemerkt. Viele Italiener bedankten sich dafür unter einem Twitter-Beitrag der russischen Botschaft in Italien. Neben Dank gab es auch viel Frust über das Verhalten der EU.

    „Danke sehr, wie lieben euch“, schrieb ein Italiener. Auch der nächste Nutzer äußerte seinen Dank: „Herzlichen Dank an Russland und das russische Volk. Wahre Freunde erkennt man in der Not. Wir werden nicht vergessen, wer uns geholfen hat und wer nicht.“

    Ähnlich auch der nächste Kommentar: „Danke, russische Freunde. Wir werden das nicht vergessen. Wir sind ein Volk, das niemals diejenigen vergisst, die uns geholfen haben.“

    Politisch wurde es beim nächsten Nutzer:

    „Das kommunistische China und Kuba haben uns geholfen. Auch das konservative und autoritäre Russland. Mit einer konkreten Hilfeleistung: Atemschutzgeräte, Ausrüstung und vor allem Sanitäter. Gibt es Neuigkeiten von der liberalen Demokratie?“

    „Russland hat für uns viel mehr getan als die Europäische Union, die nur ein großer Name ist und sonst nichts“, kritisierte ein weiterer Twitter-Nutzer.

    Ein anderer Italiener bedachte die Nato: „Danke, klasse! Das ist viel besser als 30.000 US-Soldaten ohne Mundschutz, die zum Nato-Großmanöver „Defender Europe 2020“ hergekommen sind. Haben wir noch immer nicht geklärt, vor wem wir uns in Acht nehmen sollten? Danke Russland, Danke Putin.“

    Einige nutzten die Gelegenheit und entschuldigten sich bei Russland für die Sanktionen, die die EU gegen Moskau verhängt hat.

    „Das sind unsere Freunde und wir begegnen ihnen mit Sanktionen, Schande!“, so der Kommentar. Ein weiterer Nutzer schrieb: „Und wir verhängen noch gegen euch Sanktionen! Wir kennen überhaupt keine Scham.“

    Putin schickt Hilfe nach Italien
    Am Samstag hatten der russische Präsident Wladimir Putin und der italienische Premierminister Giuseppe Conte in einem Telefongespräch die Situation um die Coronavirus-Pandemie sowie die Maßnahmen zur Bekämpfung ihrer Ausbreitung besprochen.

    „Es wurde vereinbart, im Kampf gegen den Coronavirus eng zusammenzuarbeiten. Auf Bitten der italienischen Seite bestätigte der russische Präsident die Bereitschaft, die notwendige Hilfe operativ zu leisten, und erläuterte die konkreten Parameter dieser Hilfe“, so der Kreml-Pressedient.

    Russland werde wegen der dramatischen Lage in Italien unter anderem Schutzausrüstungen, mobile Versorgungsstationen und Mittel für eine großflächige Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten bereitstellen.

    Neben medizinischer und anderer Ausrüstung sollen auch acht Brigaden russischer Virologen in die italienischen Gebiete entsendet werden, die vom Coronavirus am meisten betroffen sind, hieß es.

    In Italien sind inzwischen mehr als 53.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 4827 Menschen sind daran gestorben.

    mka/gs
    https://welt.web25.info/2020/03/22/i...-gegen-corona/

  4. #466
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    USA: Millionen von Entlassungen prasseln auf das Land ein!

    Neueste Daten zeigen, dass zum jetzigen Zeitpunkt bereits neun Prozent aller amerikanischen Arbeitnehmer – oder 14 Millionen Personen – aufgrund der aktuellen Entwicklungen seitens ihrer Arbeitgeber entlassen worden sind…

    viel mehr in Quelle
    https://www.cashkurs.com/beitrag/Pos...-das-land-ein/

  5. #467

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    Jetzt muessen die Sanktionen fallen. Wie lange wollen sich die BRDler noch diese Frechheiten gefallen lassen? Es geht um die Existenz deutscher Betriebe besonders im Osten. Die Sanktionen schaden nicht RU sondern ostdeutschen Firmen wie FAM. Jeder Auftrag hilft in der Krise. Den Transatlantikern ist das Schicksal deutscher Unternehmen egal. Deswegen diese assozialen Sanktionen. Man will dem Yankee gefallen.

    Cuba hilft auch Italienern. Das nur mal nebenbei. Ein Land, das selbst nichts hat, seit Jahrzehnten unter Yankee-Sanktionen leidet, hilft und schickt Mediziner. Das verdient Lob.

  6. #468
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  7. #469

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    selektive Berichterstattung

    RU Sanktionen-
    kein Thema unserer Qualitaetsmedien

  8. #470

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    Bei Medienwahl so selektiv sein, wie bei Partnerwahl!
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  9. #471
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    Ölpreiskrieg: Washington bricht das größte Tabu

    Ölpreise stürzen ein, Fracking-Firmen geraten in Schwierigkeiten und US-Politiker samt der Öl-Lobby suchen nach Auswegen aus der Krise. Plötzlich wird möglich, was noch vor kurzem als undenkbar, unmachbar und unnatürlich – ja als Verrat an US-Interessen – galt.

    Wenn du sie nicht schlagen kannst, schließe dich ihnen an – dieses berühmte britische Sprichwort klingt wie eine Anleitung zum bestmöglichen Verhalten im Angesicht unüberwindbarer Kräfte. Angewandt auf die heutige Wirklichkeit am Ölmarkt, hieße es: Wenn im Preiskrieg gegen Saudi-Arabien und Russland nur eine Niederlage oder allerhöchstens ein Pyrrhussieg möglich ist, dann ist es sinnvoll, Anschluss an die Stärkeren zu suchen. Also tut die US-amerikanische Ölmarktaufsicht (genauer: die Aufsicht, die für Fracking-Firmen zuständig ist) das Undenkbar-Unkoscher-Verbotene: sie sucht den Kontakt zur OPEC.

    Mehr noch: Washington legt einen Plan zur Stabilisierung des globalen Ölmarkts auf den Tisch. Bis dieser Plan umgesetzt ist, ist freilich noch ein weiter Weg zu gehen, in dessen Verlauf die schwierigen Verhandlungen noch tausendmal scheitern können. Doch was in diesem Fall zählt, ist der Umstand, dass eines der größten Tabus des globalen Ölmarkts gebrochen ist: Die US-Amerikaner zeigen zumindest die Bereitschaft, Weltmarktanteile gegen steigende Ölpreise einzutauschen.

    Amerikas Ausgangsposition in den bevorstehenden Verhandlungen hat Ryan Sitton in einem „Bloomberg“-Gespräch deutlich gemacht:

    „Theoretisch kann Texas die Förderung um zehn Prozent kürzen. Wenn Saudi-Arabien bereit ist, die Förderung gemessen am Umfang vor der Pandemie um zehn Prozent zu kürzen, und Russland bereit ist, dasselbe zu tun, dann kann das den Markt zurückbringen zum Vorkrisenniveau bei leichtem Öl-Überangebot.“
    Mr. Sitton leitet eine Behörde, die berechtigt ist, die Ölförderung in den USA mit einem Federstrich zu reduzieren. Bezeichnet wird die Einrichtung etwas irreführend als Railroad Commission of Texas, weil sie seit dem 19. Jahrhundert für die Mobilitätsaufsicht zuständig ist. Inzwischen aber hat diese Dienststelle auch die Ölförderung im größten Öl- und Fracking-Staat Amerikas zu überwachen. Ryan Sitton ist der Commissioner der Behörde – und ihm stehen nach eigenen Angaben die Verhandlungen mit der OPEC bevor: Die offizielle Einladung habe er schon erhalten.

    Es ist bekanntlich so, dass es den Ölkonzernen in den USA seit dem Kampf der US-Regierung gegen Ölkartelle im 20. Jahrhundert unter Androhung schwerer Strafen untersagt ist, die Fördermengen untereinander abzusprechen. Umso weniger dürfen sie Absprachen mit ausländischen Förderern treffen. Sicherlich werden manche US-Politiker und -Ölfirmen sich gegen Förderkürzungen mit allen – selbst gerichtlichen – Mitteln wehren. Doch es bleibt unverändert, dass die Railroad Commission of Texas die Ölquellen auch ohne die Zustimmung der Ölwirtschaft und ohne die Einführung neuer Rechtsvorschriften zudrehen kann.

    Das Treffen von Sitton und OPEC-Vertretern ist auf Juni angesetzt, wie „Bloomberg“ berichtet: „Einer der einflussreichsten Beamten des ölreichsten Bundesstaats der USA ist im Juni in das Allerheiligste der OPEC eingeladen. Das ist das Ergebnis einer seltenen Annäherung zweier traditionell widerstreitenden Ölmächte.“ Am Freitag habe Sitton erklärt, der OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo habe ihn eingeladen, an der Sommersitzung der Organisation in Wien teilzunehmen, schreibt die Agentur.


    Trumps letzte Hoffnung: Wird Russland US-Frackern helfen?
    Diese unerwartete Erklärung ist in der amerikanischen und internationalen Ölwirtschaft eingeschlagen wie eine Bombe, dennoch ruft Sittons Vorschlag zur ersten Kürzung der Fördermengen in Texas seit den 1970er Jahren Widerstand hervor – und zwar in seiner eigenen Behörde. Wayne Christian, der Vorsitzende der Railroad Commission of Texas, sagt, er sei natürlich offen für alle Vorschläge zum Schutz des „Fracking-Wirtschaftswunders“, doch als „Konservativer und Anhänger des freien Markts“ habe er „eine Reihe von Einwänden“ bei diesem Ansatz. „Wenn Texas die Lieferungen stoppt, gibt es keine Garantie, dass andere Länder oder Staaten seinem Beispiel folgen.“
    Mit dieser Aussage sendet der Vorsitzende zweierlei Botschaften. Erstens: Es gibt Kritiker einer Absprache mit der OPEC in der texanischen Aufsichtsbehörde. Zweitens: Den Kritikern geht es bei allen Bekenntnissen zur Marktfreiheit weniger ums Prinzip als um die Furcht, bei der Absprache über den Tisch gezogen zu werden und dann als die einzigen Verlierer dieses Deals dazustehen. Aber eine Absage ist das nicht und über die „Reihe von Einwänden“ lässt sich in Wien durchaus reden.

    Eine Entscheidung stehe noch aus, man sei auf der Suche und in der Ausarbeitung konkreter Maßnahmen, erklärte ein Vertreter der Railroad Commission of Texas:

    „Texanische Ölförderfirmen sind interessiert an der Zweckmäßigkeit der Einführung einer Festlegung der Fördermengen. Die Festlegung hieße: raus aus dem Modus ‚Jeder fördert, soviel er will und kann‘ und rein in den Modus ‚Jeder fördert, was erlaubt ist‘.“
    Vielleicht erscheint es gerade noch erstaunlich, doch die Sachlage deutet an, dass der Preiseinbruch am Ölmarkt wahre Wunder wirkt bei der Verhandlungsbereitschaft der US-Ölindustrie. Dass dieses Wunder zu einem (zumindest inoffiziellen) Beitritt der Vereinigten Staaten zur OPEC und zu einem (zumindest informellen) Abschluss eines Abkommens über die Fördermengenregulierung in den nächsten Monaten reicht, ist noch lange nicht ausgemacht. Doch Schritte in diese Richtung sind klar zu erkennen.

    https://de.sputniknews.com/kommentar...g-usa-politik/


    Fazit: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein ...
    Rache ist süß und wird heiß serviert ...
    Für Nordstream 2
    Russland soll 1-2 Jahre den Markt weiter mit Erdöl (Kampfpreise) fluten, Putin sitzt dank Coronavirus jetzt am längeren Wirtschaftlichen Hebel ... wenn die Yankees abgewickelt sind, kann Russland in die OPEC eintreten.

  10. #472
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    Große Ölgesellschaften bereiten sich auf Ölpreis von zehn US-Dollar pro Barre

    Große Ölgesellschaften bereiten sich auf Ölpreis von zehn US-Dollar pro Barrel vor

    Die Welle der Ausgabenkürzungen in der Ölindustrie geht weiter, da der Ölpreis unter der 30-Dollar-Marke verbleibt. Große Ölgesellschaften kündigen weitere drastische Sparmaßnahmen an. Analysten halten einen Ölpreis von rund zehn Dollar für möglich.
    Royal Dutch Shell teilte am Montag mit, dass es seine Ausgaben um 20 Prozent oder rund fünf Milliarden US-Dollar kürzen wird. Auch der Aktienrückkaufplan wird ausgesetzt. Der französische Ölkonzern Total SA und der norwegische Equinor kündigten ähnliche Schritte an.

    Symbolbild
    Mehr lesen:Analysten: April 2020 könnte zum schlimmsten Monat für die Ölmärkte in der Geschichte werden
    Auch ExxonMobil und Chevron erwägen es, ihre Budgets zu kürzen. Exxon steht besonders unter Druck. Die Investmentbank Goldman Sachs schätzt, dass Chevron einen Ölpreis von 50 US-Dollar pro Barrel benötigt, um die Ausgaben und seine Dividenden zu decken. ExxonMobil hingegen benötigt sogar einen Preis von 70 US-Dollar pro Barrel.

    Große Ölkonzerne in den USA sind im Vergleich zu kleinen und mittleren Schieferölförderern überproportional vom Preiseinbruch betroffen, da Letztere über nachgelagerte Raffinerie- und Petrochemieanlagen verfügen. Diese schneiden bei fallenden Preisen in der Regel etwas besser ab als die rohölfördernden Unternehmen selbst. Raffinerien zahlen während des Abschwungs weniger für Rohöl. Niedrige Preise führen in der Folge zu einem Anstieg der Verkäufe von raffinierten Produkten.

    Diesmal haben die großen Ölunternehmen aber kein solches Polster. Wir befinden uns mitten in einer historischen Kernschmelze, einer Angebotskrise mit einer nie dagewesenen Nachfragesituation. Die Schätzungen variieren zwar, doch der Ölverbrauch könnte um zehn Millionen Barrel pro Tag oder mehr fallen. Es spielt keine Rolle, wie billig Rohöl ist: wenn die Menschen nicht fahren, fliegen und nichts Anderes als das Nötigste konsumieren, gibt es trotz niedriger Preise keinen Nachfrageschub.

    Am Montag kündigte Exxon an, dass es die Produktion in seiner Raffinerie in Baton Rouge drosselt, der zweitgrößten in den USA, weil die Lagertanks aufgrund der schwachen Nachfrage gefüllt sind. Das Unternehmen löste auch Verträge mit 1.800 Subunternehmern. Ein weiteres Beispiel stellt ein großes petrochemisches Projekt in Appalachia dar, das aufgrund der Marktsituation möglicherweise nicht weitergeführt wird.

    Die erste Runde der Ausgabenkürzungen der Ölindustrie ist deutlich spürbar. Laut einem Bericht von Goldman Sachs beginnt gerade eine zweite Runde. Das Unternehmen schrieb in einer Notiz:

    Wir sehen, dass die US-Ölproduktion Ende des zweiten Quartals 2020 aufgrund reduzierter Bohrungen (das heißt vor der Berücksichtigung der Schließung bestehender, wahrscheinlich notwendiger Bohrlöcher) innerhalb von fünf Quartalen um fast 1,4 Millionen Barrel pro Tag zurückgingen, wobei die gedeckten Unternehmensinvestitionen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent sanken.

    Die Konsolidierungen sind jedoch nicht abgeschlossen. Der Rückgang der Ausgaben, der Bohrungen und schließlich der Produktion könnte sich noch verstärken, da die Investitionskürzungen immer deutlicher werden. Die Bank Raymond James erklärte am Montag:

    US-Präsident Trump während seiner Besichtigung des Shell Pennsylvania Petrochemicals Complex in Monaca, Pennsylvania im August 2019 (Symbolbild)
    Mehr lesen:US-Schieferöl nach Ölpreissturz in Gefahr – Wird Trump-Regierung die Branche retten?

    Es gibt keinen Zuckerüberzug, die US-Ölfeldaktivitäten werden bei Preisen für WTI weit unter 30 US-Dollar zusammenbrechen.

    Die erste Runde der Kürzungen brachte die Ausgaben um etwa 45 Prozent unter das Niveau von 2019, so die Bank. Man fügte hinzu:

    Die Rückgänge werden jedoch weitaus dramatischer sein als diese anfänglichen Kürzungen, und wir betonen, dass diese Ankündigungen zu größeren Obergrenzen, besser abgesicherten und kapitalisierten Betreibern tendieren. Die gesamten US-Investitionen werden wahrscheinlich um mehr als 65 Prozent sinken, wobei der WTI-Preis im Bereich von 20 US-Dollar verharren wird.

    Rystad Energy gab am Montag eine ähnliche Schätzung heraus. Unternehmen in den Bereichen der Erkundung und Förderung könnten ihre Projektfinanzierungen um bis zu 131 Milliarden US-Dollar oder etwa 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr senken, so das in Oslo ansässige Unternehmen. Audun Martinsen, Leiter der Forschungsabteilung für Energiedienstleistungen bei Rystad Energy hob hervor:

    Die Upstream-Akteure werden ihr Kostenniveau und ihre Investitionspläne genau unter die Lupe nehmen müssen, um den finanziellen Auswirkungen der niedrigeren Preise und der geringeren Nachfrage entgegenzuwirken. Die Unternehmen haben bereits damit begonnen, ihre jährlichen Investitionsausgaben für 2020 zu reduzieren.



    Wie weit die Preise für die Marken WTI und Brent noch fallen werden, kann man nur spekulieren. Einige Analysten weisen darauf hin, dass das Einlagern von Öl die Ursache für einen weiteren Ölpreisrückgang sein könnte. JBC Energy erklärte in einer Notiz:

    Niemand kann sicher sein, dass die Produktion schnell genug eingestellt wird, um unsere Fähigkeit zur Öllagerung nicht zu überfordern.

    Das Unternehmen wies darauf hin, dass Raffinerien die Verarbeitung einstellen, weil ihnen die Lagerkapazitäten ausgehen, wie es etwa bei Baton Rouge von Exxon der Fall ist. JBC schloss:

    In einem solchen Umfeld ist es möglich, dass die Preise für Brent kurzzeitig auf zehn US-Dollar pro Barrel fallen, wie es 1986 oder 1998 der Fall war.

    https://deutsch.rt.com/wirtschaft/99...-zehn-usd-vor/

  11. #473
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    Wie die Wirtschaftsmaschine funktioniert - ohne eine Störung im Wirtschaftsablauf - jetzt haben wir aber die Corona Wirtschaftskrise -

    Kredite können nicht mehr zurückbezahlt werden - das Geldsystem wird brechen: https://youtu.be/dJMiVGlnLSc?t=1006


    https://youtu.be/dJMiVGlnLSc

    https://www.youtube.com/watch?v=dJMiVGlnLSc

    In der Corona Wirtschaftskrise steigen die Schulden schneller an - verdient wird NULL!

    Das Geldsystem wird sich auflösen...

    In unseren Lebensmittelgeschäften werden Lebensmittel nur noch begrenzt abgegeben - ich warte darauf - bis wir in Deutschland wieder Lebensmittelmarken zu Händen halten - wir Leben momentan in einer sehr kritischen Zeit - die allermeisten Leute haben das noch nicht geschnallt und begriffen.

    Entwicklung der Weltwirtschaft" : https://www.youtube.com/watch?v=9b8IRUGzPRk

    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen
    Große Ölgesellschaften bereiten sich auf Ölpreis von zehn US-Dollar pro Barrel vor

    https://deutsch.rt.com/wirtschaft/99...-zehn-usd-vor/
    Das ist unhaltbar, dass das Erdöl auf 10 USD einbricht - das Gegenteil wird eintreten:


    Der Ölpreis ist auf 20 US$ eingebrochen. Kein Ölunternehmen kann bei diesen Preisen langfristig überleben und Russland sowie Saudi Arabien können derartige Preise nicht länger als maximal ein paar Monate aushalten. Darum werden jetzt viele Ölhändler extrem preiswert kaufen und Tanker anmieten. Die entsprechenden Tagesmieten gehen schon steil nach oben, während die Aktien der Tankerschiffe auf Mehrjahrestiefs notieren.


    Das Erdöl wird schnell wieder in Richtung 100 USD hochschnellen - das Erdöl bleibt nur für eine sehr kurze Zeit preiswert.


    An Besten ein Öltanker Mieten - aber die Mietpreise kletterten in schwindelerregenden Höhen:

    die Frachtraten für Supertanker sind soeben um 678% explodiert.

    Viele Tankeraktien haben in den vielen Jahren Bärenmarkt viele Kredite gebraucht. Dem Aktionär gehört praktisch nichts, außer einem Berg Schulden.


    Gold-Öl-Ratio: Modus „Krise“ – aber Ausblick „goldig“

    Die Märkte sind die Tage in heller Aufregung. Wieder einmal kommt eine Relation ins Blickfeld, die das Geschehen in diesem Frühjahr erklärt und bestätigt: Das Gold-Öl-Ratio. Es ist zuletzt auf ein Rekordhoch gesprungen! Aktuell liegt es bei 73! Zwar haben in den letzten Tagen die Goldpreise etwas nachgegeben, aber zugleich ist Öl der Sorten Brent und WTI förmlich eingebrochen. Seit Ende Februar sind die Werte der Relation von Niveaus zwischen 25 und 30 pendelnd rasant auf 35, 40 und jetzt sogar über 50 emporgeschnellt.

    Das noch im Jahr 2018 zwischen 20 zu 1 verharrende Gold-Öl-Verhältnis hat in den letzten Tagen sogar einen Spitzenwert von sagenhaften 73 zu 1 erreicht! Das bedeutet, dass Rohöl praktisch für wertlos erklärt wurde. Was gestern sogar ein Analyst erklärte, der die Möglichkeit sieht, dass der Ölpreis auf 0 US-Dollar fallen könnte.

    Auf 0 USD wird Rohöl sicherlich nicht fallen, dafür sorgen Internationale Märkte, dass das Rohöl, zwischen 20 - 30 USD pendeln wird - zumindestens die kommenden Tage.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Luis (25.03.2020 um 22:16 Uhr)

  12. #474

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    Putin gibt 7 Tage Urlaub?

    Vielleicht auch länger?

    Machen da auch die Gold und Rohstoffminen dicht?

    https://deutsch.rt.com/russland/9990...snahmen-gegen/

    Danke.

    Beste Grüße

    Pako

  13. #475
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    Zitat Zitat von Luis Beitrag anzeigen
    Das Geldsystem wird sich auflösen...

    In unseren Lebensmittelgeschäften werden Lebensmittel nur noch begrenzt abgegeben - ich warte darauf - bis wir in Deutschland wieder Lebensmittelmarken zu Händen halten - wir Leben momentan in einer sehr kritischen Zeit - die allermeisten Leute haben das noch nicht geschnallt und begriffen.

    Darum werden jetzt viele Ölhändler extrem preiswert kaufen und Tanker anmieten. Die entsprechenden Tagesmieten gehen schon steil nach oben, während die Aktien der Tankerschiffe auf Mehrjahrestiefs notieren.


    Das Erdöl wird schnell wieder in Richtung 100 USD hochschnellen - das Erdöl bleibt nur für eine sehr kurze Zeit preiswert.


    An Besten ein Öltanker Mieten - aber die Mietpreise kletterten in schwindelerregenden Höhen:

    die Frachtraten für Supertanker sind soeben um 678% explodiert.

    Viele Tankeraktien haben in den vielen Jahren Bärenmarkt viele Kredite gebraucht. Dem Aktionär gehört praktisch nichts, außer einem Berg Schulden.

    Corona: Wenn die Menschen die Corona haben und dessen Kontaktpersonen in zwei wöchige Quarantäne müssen, werden schnell viele Arbeitskräfte ausfallen die jetzt noch eine arbeiten haben, um den Laden am laufen zu halten ...

    Die Versorgung spitzt sich bestimmt noch zu ...

    Da Schulden/Kredit fast nichts mehr kosten sind diese Schulden zwar da, aber sie kosten fast nichts, oder bringen sogar Geld durch Negativzinsen also Geld ...
    Getilgt werden die Schulden sogar über die Inflation.

    Jetzt geht es erstmal in die Deflation, die Zentralbanken werden daraufhin den Markt mit Geld fluten und noch mehr Geld ... dann kommt die Inflation, aber steil nach oben ...
    bis hin zur Hyperinflation ... wie in Venezuela.

    Erdölpreis ... Natürlich sind 100 USD/Barrel schnell (2023-2024) wieder drin, da US Schiefer Fracking angezählt ist. Durch die Inflation wird der Erölpreis so oder so steigen ... auch 10.000 oder 100.000 USD/Barrel ist möglich ...

    Die Deutschen durften schon mal für ein Laib Brot, über Billionen von Reichsmark dafür blechen...Schubkarren Ladungen Papier, für den tausch von Brot.

  14. #476
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    Auszahlungsfrist der Russendividenden wird auf 90Tage verlängert

    Срок выплаты дивидендов на акции акционерных обществ доверительным управляющим и другим зарегистрированным в реестре акционерам в текущем 2020 г. может быть увеличен до 90 дней с 25 дней, следует из поправок ко второму чтению законопроекта о полномочиях правительства утверждать форму отчетов госкомпаний, сообщает ТАСС.

    Подробнее на БКС Экспресс:
    https://bcs-express.ru/novosti-i-ana...to-eto-znachit


    Die Frist, die Dividenden auf die Aktien der Aktiengesellschaften durch einen Vertrauensverwalter und andere im Register registrierte Aktionäre im laufenden Jahr 2020 kann auf 90 Tage ab 25 Tagen erhöht werden, geht aus einer Änderung der zweiten Lesung des Gesetzentwurfs über die Berechtigung der Regierung, die Form der Berichte der staatlichen Unternehmen, berichtet TASS.

    https://tass.ru/ekonomika/8088735

  15. #477
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    Boris Johnson mit Coronavirus infiziert!

    Hallo LabasRytas,

    weiterhin viel Erfolg und Glück - Glück hat derjenige - der alle Krankheiten - locker - übersteht.

    Corona

    viel Leute im Betrieb, haben bereits im Mai 2019, den Corona durchgemacht - die innerbetrieblichen Todesanzeigen - waren ja auch nicht zu übersehen - aber keiner hat´s gespannt, was der Auslöser der Todesfälle war.

    Könnte noch mehr schreiben, muss mich zurückhalten, sonst könnte ich ein Problem bekommen.


    Boris Johnson mit Coronavirus infiziert!

    12:27 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte er am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

    https://web.de/magazine/news/coronav...ziert-34468484


    Das Thema habe ich mit einem Lacher hinter mir...nur die Harten kommen in den Garten!

  16. #478
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    Russlands unerwarteter Vorteil im vermeintlichen "Ölpreiskrieg"

    Der globale Wirtschaftsabschwung aufgrund des Corona-Virus und der Auflösung der OPEC+-Abmachung über die Kürzung der Ölgewinnung brachte den Rubel ins Wanken, was Russland einen unerwarteten Vorteil im sogenannten "Ölpreiskrieg" verschaffen könnte.
    Während der Rubel jetzt auf dem niedrigsten Stand gegenüber dem US-Dollar seit vier Jahren ist, stellt der billigere Rubel für Russlands Ölproduzenten im vermeintlichen "Ölpreiskrieg" um Marktanteile mit Saudi-Arabien einen positiven Aspekt dar. Der Zusammenbruch der OPEC+-Vereinbarung und der Ölpreise traf die Finanzmärkte und die Währung Russlands und führte zu einem starken Rückgang des Rubels gegenüber dem US-Dollar. Je weiter der Rubel gegenüber dem US-Dollar fällt, desto niedriger sind die Produktionskosten der russischen Ölgesellschaften in US-Dollar.

    Ölraffinerie der Philadelphia Energy Solutions in den USA
    Mehr lesen:Große Ölgesellschaften bereiten sich auf Ölpreis von zehn US-Dollar pro Barrel vor
    Sicherlich ist ein bröckelnder Rubel ein nicht sehr angenehmes Ergebnis des Ölpreiseinbruchs für das russische Währungssystem und die Devisenreserven. Dennoch könnte es den russischen Ölfirmen helfen, ihre Kosten in US-Dollar für ihre Operationen zu senken.

    Laut den Berechnungen von Reuters sind die Transportkosten pro Barrel Öläquivalent des größten russischen Ölproduzenten, der staatlich kontrollierten Rosneft, nun niedriger als die Kosten des saudi-arabischen Ölgiganten Aramco. Und dies ist auf den fallenden Rubel gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen. Andererseits ist die Währung Saudi-Arabiens, der Riyal, zu einem festen Wechselkurs an den US-Dollar gekoppelt, sodass die US-Dollarkosten für Saudi Aramco vor und nach dem Ölpreisverfall und dem Zusammenbruch der OPEC+-Vereinbarung gleich hoch sind.

    Im vergangenen Jahr lagen die durchschnittlichen Transportkosten von Rosneft in US-Dollar pro Barrel Öläquivalent bei 3,10 US-Dollar. Im Vergleich dazu zahlte Saudi Aramco laut Reuters 2,80 US-Dollar pro Barrel.

    Der bröckelnde Rubel hat die Kosten für Rosneft nun auf 2,50 US-Dollar pro Barrel gesenkt, während die Kosten für Aramco aufgrund des festen Wechselkurses mit der Koppelung des Riyal an den US-Dollar dieselben geblieben sind, so die Berechnungen von Reuters.

    In der vergangenen Woche sagte Rosneft-Chef Igor Setschin, der in Russland am lautstärksten den inzwischen gescheiterten OPEC+-Pakt kritisierte, dass die Betriebskosten von Rosneft mit denen von Saudi-Aramco vergleichbar seien. Rosneft könnte sogar eine höhere Effizienz erreichen, da es im Gegensatz zu Saudi-Arabien den Ölpreis nicht drückt. Setschin sagte dem Nachrichtensender Rossija 24:

    Unsere Betriebskosten sind mit denen von Saudi Aramco vergleichbar. Unsere Kosten liegen bei 3,10 US-Dollar pro Barrel, ihre liegen irgendwo zwischen 2,50 und 2,80 US-Dollar.

    Wir können effizient und ohne Dumpingpreise arbeiten, wie sie [Saudi-Arabien] es tun. Daher könnte unsere Effizienz sogar höher sein als ihre.

    Doch nicht jeder in Russland ist sich so sicher wie Setschin, dass sein Unternehmen Aramco in Bezug auf die niedrigen Produktionskosten in einer Zeit bröckelnder Ölpreise überholen kann.

    Die russische Wirtschaft kann zwei Jahre mit einem Ölpreis von 20 US-Dollar pro Barrel überleben
    Mehr lesen:Experte: Russische Wirtschaft kann zwei Jahre mit Ölpreis von 20 US-Dollar pro Barrel überleben
    Leonid Fedun, Vizepräsident des zweitgrößten russischen Ölproduzenten Lukoil, bezeichnete den Ölpreisabsturz in der vergangenen Woche in einem Interview mit dem russischen Fernsehsender RBK als "katastrophal".

    Ein Ölpreis von 25 US-Dollar pro Barrel sei katastrophal. Er fügte hinzu, dass die Auflösung des OPEC+-Deals und der darauf folgende saudisch-russische "Krieg bis zur Erschöpfung" die Hauptgründe für die seit Jahren niedrigsten Ölpreise seien.

    Fedun räumte ein, dass die Corona-Virus-Pandemie zwar die Volkswirtschaften und die Ölnachfrage überall auf der Welt trifft, eine Einigung zwischen der OPEC und Russland auf weitere Kürzungen und Zusammenarbeit jedoch dazu geführt hätten, dass die Ölpreise jetzt bei etwa 50 US-Dollar pro Barrel lägen.

    Auf die Bitte, die Einschätzung von Fedun zu den "katastrophal" niedrigen Ölpreisen zu kommentieren, sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow am Freitag, dass der Ölpreiseinbruch nicht "katastrophal", sondern ein "sehr unangenehmes Preisumfeld" sei.

    Russland habe genügend Puffer, um mit der Situation fertig zu werden, so der Beamte. Er bekräftigte die offizielle russische Position, dass es mit den so niedrigen Ölpreisen bis zu zehn Jahre leben könne.

    Letzte Woche räumte Moskau ein, dass seine Einnahmen aus Öl und Gas aufgrund der fallenden Ölpreise um 39,5 Milliarden US-Dollar (ungefähr drei Billionen Rubel) niedriger sein würden als geplant und dass Russlands Haushalt in diesem Jahr ein Defizit aufweisen werde.

    Der Einbruch der Ölpreise und die Aussicht auf einen schwerwiegenden Einbruch der Nachfrage im Zuge der Corona-Virus-Pandemie könnten einige russische Unternehmen dazu veranlassen, ihre frühere Politik zur Steigerung der Produktion ab dem 1. April, wenn der OPEC+-Deal endgültig ausläuft, zu überdenken, meinen einige russische Ölmanager.

    Am Montag trafen sich Führungskräfte der russischen Top-Ölfirmen mit dem russischen Energieminister Alexander Nowak zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen nach dem Bruch mit der OPEC und dem Preiseinbruch.

    US-Präsident Trump während seiner Besichtigung des Shell Pennsylvania Petrochemicals Complex in Monaca, Pennsylvania im August 2019 (Symbolbild)
    Mehr lesen:US-Schieferöl nach Ölpreissturz in Gefahr – Wird Trump-Regierung die Branche retten?
    Tatneft-CEO Nail Maganow, der sich vor zwei Wochen damit brüstete, dass selbst ein Ölpreis von acht US-Dollar für sein Unternehmen nicht kritisch sei, erklärte nach dem Treffen am Montag gegenüber Reportern, dass es für russische Firmen aufgrund der Corona-Virus-Pandemie möglicherweise nicht wirtschaftlich machbar sei, die Produktion ab April zu erhöhen. Maganow hob hervor:

    Ohne das Corona-Virus wäre es wirtschaftlich sinnvoll gewesen, die Produktion zu erhöhen. Kaum jemand hätte einen solchen Preiseinbruch vorhersagen können.

    Russland ist Berichten zufolge zuversichtlich, die Saudis im Wettlauf um Marktanteile zu schlagen. Am Ende könnte sich herausstellen, wessen Staatsfinanzen dem selbstschädigenden Preiskampf inmitten einer so gedrückten Nachfrage standhalten werden, dass selbst ein Abzug von zehn Millionen Barrel pro Tag vom Ölmarkt nun nicht mehr ausreichen würde.



    Mehr zum Thema - "Ein komplettes Blutbad": Saudi-Arabiens Ölpreiskrieg zielt auf USA und Russland ab

    https://deutsch.rt.com/russland/9996...oelpreiskrieg/



    Große Ölgesellschaften bereiten sich auf Ölpreis von zehn US-Dollar pro Barrel vor

    Die Welle der Ausgabenkürzungen in der Ölindustrie geht weiter, da der Ölpreis unter der 30-Dollar-Marke verbleibt. Große Ölgesellschaften kündigen weitere drastische Sparmaßnahmen an. Analysten halten einen Ölpreis von rund zehn Dollar für möglich.
    Royal Dutch Shell teilte am Montag mit, dass es seine Ausgaben um 20 Prozent oder rund fünf Milliarden US-Dollar kürzen wird. Auch der Aktienrückkaufplan wird ausgesetzt. Der französische Ölkonzern Total SA und der norwegische Equinor kündigten ähnliche Schritte an.

    Mehr lesen:Analysten: April 2020 könnte zum schlimmsten Monat für die Ölmärkte in der Geschichte werden
    Auch ExxonMobil und Chevron erwägen es, ihre Budgets zu kürzen. Exxon steht besonders unter Druck. Die Investmentbank Goldman Sachs schätzt, dass Chevron einen Ölpreis von 50 US-Dollar pro Barrel benötigt, um die Ausgaben und seine Dividenden zu decken. ExxonMobil hingegen benötigt sogar einen Preis von 70 US-Dollar pro Barrel.

    Große Ölkonzerne in den USA sind im Vergleich zu kleinen und mittleren Schieferölförderern überproportional vom Preiseinbruch betroffen, da Letztere über nachgelagerte Raffinerie- und Petrochemieanlagen verfügen. Diese schneiden bei fallenden Preisen in der Regel etwas besser ab als die rohölfördernden Unternehmen selbst. Raffinerien zahlen während des Abschwungs weniger für Rohöl. Niedrige Preise führen in der Folge zu einem Anstieg der Verkäufe von raffinierten Produkten.

    Diesmal haben die großen Ölunternehmen aber kein solches Polster. Wir befinden uns mitten in einer historischen Kernschmelze, einer Angebotskrise mit einer nie dagewesenen Nachfragesituation. Die Schätzungen variieren zwar, doch der Ölverbrauch könnte um zehn Millionen Barrel pro Tag oder mehr fallen. Es spielt keine Rolle, wie billig Rohöl ist: wenn die Menschen nicht fahren, fliegen und nichts Anderes als das Nötigste konsumieren, gibt es trotz niedriger Preise keinen Nachfrageschub.

    Am Montag kündigte Exxon an, dass es die Produktion in seiner Raffinerie in Baton Rouge drosselt, der zweitgrößten in den USA, weil die Lagertanks aufgrund der schwachen Nachfrage gefüllt sind. Das Unternehmen löste auch Verträge mit 1.800 Subunternehmern. Ein weiteres Beispiel stellt ein großes petrochemisches Projekt in Appalachia dar, das aufgrund der Marktsituation möglicherweise nicht weitergeführt wird.

    Die erste Runde der Ausgabenkürzungen der Ölindustrie ist deutlich spürbar. Laut einem Bericht von Goldman Sachs beginnt gerade eine zweite Runde. Das Unternehmen schrieb in einer Notiz:

    Wir sehen, dass die US-Ölproduktion Ende des zweiten Quartals 2020 aufgrund reduzierter Bohrungen (das heißt vor der Berücksichtigung der Schließung bestehender, wahrscheinlich notwendiger Bohrlöcher) innerhalb von fünf Quartalen um fast 1,4 Millionen Barrel pro Tag zurückgingen, wobei die gedeckten Unternehmensinvestitionen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent sanken.

    Die Konsolidierungen sind jedoch nicht abgeschlossen. Der Rückgang der Ausgaben, der Bohrungen und schließlich der Produktion könnte sich noch verstärken, da die Investitionskürzungen immer deutlicher werden. Die Bank Raymond James erklärte am Montag:

    US-Präsident Trump während seiner Besichtigung des Shell Pennsylvania Petrochemicals Complex in Monaca, Pennsylvania im August 2019 (Symbolbild)
    Mehr lesen:US-Schieferöl nach Ölpreissturz in Gefahr – Wird Trump-Regierung die Branche retten?
    Es gibt keinen Zuckerüberzug, die US-Ölfeldaktivitäten werden bei Preisen für WTI weit unter 30 US-Dollar zusammenbrechen.

    Die erste Runde der Kürzungen brachte die Ausgaben um etwa 45 Prozent unter das Niveau von 2019, so die Bank. Man fügte hinzu:

    Die Rückgänge werden jedoch weitaus dramatischer sein als diese anfänglichen Kürzungen, und wir betonen, dass diese Ankündigungen zu größeren Obergrenzen, besser abgesicherten und kapitalisierten Betreibern tendieren. Die gesamten US-Investitionen werden wahrscheinlich um mehr als 65 Prozent sinken, wobei der WTI-Preis im Bereich von 20 US-Dollar verharren wird.

    Rystad Energy gab am Montag eine ähnliche Schätzung heraus. Unternehmen in den Bereichen der Erkundung und Förderung könnten ihre Projektfinanzierungen um bis zu 131 Milliarden US-Dollar oder etwa 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr senken, so das in Oslo ansässige Unternehmen. Audun Martinsen, Leiter der Forschungsabteilung für Energiedienstleistungen bei Rystad Energy hob hervor:

    Die Upstream-Akteure werden ihr Kostenniveau und ihre Investitionspläne genau unter die Lupe nehmen müssen, um den finanziellen Auswirkungen der niedrigeren Preise und der geringeren Nachfrage entgegenzuwirken. Die Unternehmen haben bereits damit begonnen, ihre jährlichen Investitionsausgaben für 2020 zu reduzieren.


    Mehr lesen:Vor Öl-Crash und 'Preiskrieg': Saudi Aramco verzeichnet für 2019 Gewinnrückgang von 21 Prozent

    Wie weit die Preise für die Marken WTI und Brent noch fallen werden, kann man nur spekulieren. Einige Analysten weisen darauf hin, dass das Einlagern von Öl die Ursache für einen weiteren Ölpreisrückgang sein könnte. JBC Energy erklärte in einer Notiz:

    Niemand kann sicher sein, dass die Produktion schnell genug eingestellt wird, um unsere Fähigkeit zur Öllagerung nicht zu überfordern.

    Das Unternehmen wies darauf hin, dass Raffinerien die Verarbeitung einstellen, weil ihnen die Lagerkapazitäten ausgehen, wie es etwa bei Baton Rouge von Exxon der Fall ist. JBC schloss:

    In einem solchen Umfeld ist es möglich, dass die Preise für Brent kurzzeitig auf zehn US-Dollar pro Barrel fallen, wie es 1986 oder 1998 der Fall war.

    https://deutsch.rt.com/wirtschaft/99...-zehn-usd-vor/

  17. #479
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    Rettung fast aussichtslos: US-Fracker im Crashmodus

    Die Initiative des US-Präsidenten Donald Trump zur Unterstützung der heimischen Fracking-Industrie ist an den Demokraten im Kongress gescheitert. Die Branche kann jetzt nur noch durch ein Ende des Öl-Kriegs das rettende Ufer erreichen.

    Washington scheint offenbar genug Instrumente in der Hand zu haben, um Saudi-Arabien zur Drosselung der Fördermengen zu zwingen. Allerdings kann der Markt ohne Moskau nicht stabilisiert werden.

    Rache der Demokraten
    Der Kongress weigerte sich, dem Energieministerium Mittel zum Kauf von 77 Mio. Tonnen Öl bei heimischen Frackingunternehmen als strategische Reserven bereitzustellen. Trump hatte dies Anfang des Monats vorgeschlagen. Anschließend wies Energieminister Dan Bruyette eine entsprechende Verordnung an.

    „Bereits wenige Tage zuvor verkaufte die Regierung Ölreserven, um das Haushaltsdefizit zu senken“, twitterte der Energieexperte von Bloomberg, Javier Blas. „Nun werden die Frackingfirmen Öl aus der Tiefe holen, damit Uncle Sam es anschließend unter die Erde, in seine strategischen Speicher wieder pumpt, wobei dafür Milliarden Dollar der Steuerzahler ausgegeben werden.“
    In der vergangenen Woche rief das US-Energieministerium den Kongress dazu auf, die Bereitstellung der Gelder schnellstmöglich zu billigen, um den US-Energieunternehmen und ihren Beschäftigten zu helfen. Allerdings nutzten die Demokraten, die über die Mehrheit im Parlamentsunterhaus verfügen, Gelegenheit, Trump erneut eins auszuwischen.

    Trump telefoniert mit Putin: Gespräche über Ölmarkt vereinbart
    Doch der US-Präsident will nicht aufgeben. Nach Bloomberg-Angaben beauftragte das Weiße Haus das Finanzministerium, die Ankäufe aus dem eigenen Haushalt zu finanzieren. „Die Administration Donald Trumps ist entschlossen gestimmt, billiges Öl zu kaufen“, sagte der Gründer der Firma Rapidan Energy Advisors, Bob McNally. „Ob mit dem Kongress oder auf einem anderen Wege: die strategischen Vorräte werden aufgefüllt. Die Ankäufe sollen bei Klein- und Mittelunternehmen erfolgen, die am stärksten betroffen sind.“
    Nach Ansicht von Analysten reichen diese Maßnahmen jedoch nicht aus. In die strategischen Speicher wurden bereits 634 Mio. bei einer Gesamtkapazität von 714 Mio. Barrel gepumpt. Es bleibt also noch Platz für 80 Mio. Das heißt, dass nur 450.000 Barrel pro Tag innerhalb von sechs Monaten in die Lager gepumpt werden können.

    „Im Vergleich zum Rückgang der Nachfrage ist das sehr wenig“, sagte der US-Energieexperte Justin Jacobs. „Zudem werden die Ankäufe zu einem Marktpreis erfolgen, der jetzt unter dem Selbstkostenpreis liegt. Es ist absolut unklar, wie das die Hersteller retten soll.“
    Niedergang der Industrie
    Die Stimmung bei den Fracking-Unternehmern zeichnet eher ein düsteres Bild. Die Firma Occidental Petroleum verschickte in der vergangenen Woche einen Brief an ihre Beschäftigten mit der Warnung über bevorstehende Lohnkürzungen.

    „Die Situation auf dem Markt zwingt uns zu beispiellosen Maßnahmen”, hieß es in dem Schreiben. „Ab den 1. April werden die Einkünfte der einfachen Mitarbeiter um 30 Prozent gekürzt, bei Top-Managern um 68 Prozent. Der Exekutivdirektor wird 81 Prozent des Gehaltes verlieren. Darüber hinaus werden auch Boni, Verkehrs- und Fitnesssubventionen gekürzt.“
    Bei anderen Firmen kommt es bereits zu Entlassungen. Das große Öldienstleistungs-Unternehmen Halliburton gab bekannt, dass 3500 Mitarbeiter in Houston ihren Job verlieren. Die Fracking-Firma Apache will 85 Mitarbeiter in ihrer Bürozentrale kündigen.

    „Wir verringern die Zahl der Fracking-Bohranlagen auf Null und richten unser Kapital in andere unsere Projekte. Deswegen mussten wir schweren Herzens Personalkürzung beschließen“, hieß es bei Apache.

    Selbst der Ölriese Exxon Mobil, der sich vorwiegend mit traditioneller Förderung befasst, hat ernsthafte Probleme. „Ausgehend von der präzedenzlosen Marktsituation unternehmen wir entsprechende Schritte, um Kapital- und Betriebsausgaben für die nächste Zukunft umfassend zu senken“, teilte Generaldirektor Darren Woods mit.

    „Der vorherige Preiskrieg, der den Ölpreissturz 2015-2016 auslöste, führte zu einem Personalabbau in der Branche fast um 30 Prozent“, so die Consultingfirma Rystad Energy. Derzeit ist die Ölindustrie mit einem zusätzlichen Effekt der Covid-19-Pandemie konfrontiert. Im Ergebnis würde jeder dritte Beschäftigte in der US-Ölindustrie am Jahresende seinen Job verlieren.
    „Mit den jetzigen Preisen werden wir zweifellos auf einen starken Rückgang der Schieferölproduktion in den USA stoßen“, sagte der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur Fatih Birol. Die US-Ölindustrie erwarte „riesiges Leid“.

    „Die Fracking-Industrie wird zerstört“, schlussfolgert Professor Marshall Watson von der Texas Tech University.

    Höhere Einsätze beim Öl-Poker
    Nur ein Ende des Ölkriegs zwischen OPEC und Russland könnte die Fracking-Industrie vor dem Zusammenbruch bewahren. Da nach den vielen US-Sanktionen kein konstruktiver Dialog zwischen Washington und Moskau zu diesem Thema möglich ist, konzentrierte sich die Trump-Administration auf Saudi-Arabien.

    Am vergangenen Montag erklärte US-Energieminister Dan Bruyette, dass Washington die Möglichkeit einer Öl-Allianz mit Saudi-Arabien zur Stabilisierung der Preise nach dem schlimmsten Absturz in den vergangenen Jahrzehnten erörtert. Schon aus der Formulierung wird klar, dass Washingtons wichtigstes Anliegen der Stopp des Preisrückgangs ist, also die Kürzung der Ölförderung durch die Araber.

    Die Zeitung „Politico“ berichtete am Dienstag unter Berufung auf Quellen in US-Präsidialverwaltung, dass Trump den saudischen Erbprinzen Muhammed bin Salman anrief und forderte, einen enormen Schaden für die US-Ölindustrie abzuwenden. „Die Ölpreise müssen lebensfähig bleiben“, so Trump.

    Am vergangenen Mittwoch rief auch US-Außenminister Mike Pompeo den saudischen Thronfolger bin Salman an und erinnerte ihn an die Notwendigkeit, die Stabilität auf den internationalen Energiemärkten aufrechtzuerhalten.

    „Der US-Außenminister betonte, dass Saudi-Arabien als einer der führenden G20-Teilnehmer und einflussreicher Energiemarktführer in der Lage ist, die globalen Energie und Finanzmärkte zu beruhigen, wenn die Welt mit ernsthaften wirtschaftlichen Ungewissheiten konfrontiert ist“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung des US-Außenministeriums.
    Bloomberg nannte dieses Gespräch „eine ganz direkte Einmischung der USA in den Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland“.

    Letztes Wort bei Russland
    Experten sind sich sicher, dass die Saudis am Ende einlenken müssen. Es geht nicht nur darum, dass Washington über viele Druckhebel gegen Riad verfügt – die Kongressmitglieder sondierten bereits mehrmals Sanktionen gegen Riad – wegen des Mordes am Journalisten Jamal Khashoggi, des Kriegs im Jemen, einer zu aktiven Entwicklung des Atomprogramms.
    Ölpreiskrieg: Washington bricht das größte Tabu
    Der entscheidende Faktor könnte die Tatsache sein, dass die Pläne Saudi-Arabiens, mehr Öl zu exportieren, um die Preise zu kompensieren, ins Leere laufen. Das „The Wall Street Journal“ schrieb unter Berufung auf Quellen, dass Riad Schwierigkeiten bei der Suche nach Abnehmern hat – die Raffinerien in den USA und Europa weigern sich, zusätzliches Öl zu kaufen – trotz des Preisdumpings.
    Zudem wurden die Intrigen Saudi-Arabiens gegen Moskau faktisch durch Peking untergraben. Laut der deutschen „WirtschaftsWoche“ kaufte China im März bei Russland eine Rekordmenge an Öl – 1,6 Mio. Tonnen.

    Somit findet Saudi-Arabien, das seinen Staatshaushalt bereits gekürzt hat, einfach keinen Ausweg. Und Riad bereitet sich auf einen Kurswechsel vor. Wie westliche Medien unter Berufung auf saudische Beamte berichten, wird bei der OPEC--Sitzung im Juni die Kürzung der Ölförderung um sechs Mio. Barrel pro Tag (im März ging es um 3,6 Mio.) besprochen.

    Doch das alles hat ohne Russland keinen Sinn. Die Frage besteht nur darin, was Riad und Washington Moskau im Tausch für das Ende des Ölkriegs anbieten würden.

    https://de.sputniknews.com/kommentar...eferoel-krise/

  18. #480
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    ZB der RF stoppt Goldaufkäufe

    https://www.goldreporter.de/russisch...um/gold/93616/


    Zitat:
    "...
    Viel Gold angehäuft
    Seit Jahresbeginn waren die russischen Goldreserven zunächst noch einmal um 500.000 Unzen angewachsen. Ende Februar summierten sich die offiziellen Gesamtbestände auf 73,6 Millionen Unzen, das entspricht rund 2.289 Tonnen (Goldreporter berichtete). Deren Wert per Ende Februar: 119,75 Milliarden US-Dollar
    …"


    Man wird wohl demnächst eher etwas verkaufen, denn es fehlen die Einnahmen aus den Rohstoffen für Rußlands Wirtschaft.
    Für den Kleinanleger liegt die Sachlage etwas differenzierter.
    Was machen mit dem Papiergeldberg im Schlafzimmer?
    Der Schrank ist voll bis oben hin mit den bunten Zetteln und die werden demnächst wertloser, weil alles und jeder mit Helikoptergeld gerettet werden muß und wird.
    Er wird der russischen ZB dann gern etwas helfen und sein Helikoptergeld gegen russisches Gold tauschen.
    Allen ist geholfen.

  19. #481

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    Die haben gemerkt, wie schwer das Zeugs wiegt. Und wie viele Bewacher es 24-7 braucht, damit es nicht weg rennt. Bleibe dabei, Au gehoert um den Hals, nicht ins Depot.

  20. #482

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    In der guten alten Zeit gab es oft Silbergedeckte Waehrungen. Jeder kennt den beruehmten Silberdollar. Kauft irgendwer auch Silber? Das Kilo kostet um 415 Euro. 10 Kilo passen unter die Diele und 100 Kilo passen in jeden Koffer, sofern Frau einen Schlepper (Mann) hat. Also so mies ist Silber auch wieder nicht. Frau sollte ihr Koerpergewicht zweimal haben, einmal in echt und einmal in Silber. So geht Vorsorge.

  21. #483
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    Wo kann man noch Gold und Wo kann man noch Gold und Silber kaufen?

    Die Corona-Krise stellt auch den deutschen Edelmetall-Handel vor große Herausforderungen. Zahlreiche Anbieter nehmen wegen riesiger Kundennachfrage und knapper Warenverfügbarkeit gar keine Aufträge mehr an. Und wo es noch Ware gibt, ist das Aufgeld stark gestiegen – besonders für Silbermünzen.

    Gold, Silber, Silbermünzen, Edelmetall, Handel (Foto: Goldreporter)
    Der stationäre Edelmetall-Handel in Deutschland ist im Zuge der Corona-Krise geschlossen. Im Onlinehandel ist das Edelmetall-Angebot massiv geschrumpft und es gibt in der Regel lange Lieferzeiten (Foto: Goldreporter).

    Den Original-Artikel vom 19.03.2020 lesen Sie weiter unten!

    Updates:
    01.04.2020, 10:15 Uhr: Wichtiger Tipp: Kaufen Sie kein Gold oder Silber auf privaten Auktionsplattformen im Internet, sprich: eBay oder Alibaba. Dort gibt es derzeit eine Vielzahl unseriöser Angebote. Darunter befinden sich Goldfälschungen (1 Unze American Eagle für 721 Euro!?) sowie Goldmünzen, deren Echtheit äußerst zweifelhaft erscheint und deren Preise zudem völlig überteuert sind (1 Unze Krügerrand für 1.945 Euro – Aufgeld = 33 %). Umfangreiche Informationen zum Thema gefälschter Goldmünzen erhalten Sie hier: Der Falschgold-Report.
    31.03.2020, 13:30 Uhr: Edelmetall-Händler Philoro hat sich gegenüber Goldreporter zur aktuellen Versorgungslage geäußert. Managing Director Christian Brenner erklärt: „Philoro hat aufgrund der ausgezeichneten Kapitalstruktur und der Sortimentstiefe im Vergleich zu anderen Händlern weitaus höhere Kapazitäten und daher können wir vorerst den Markt weiterhin sehr gut bedienen.“ Silber, Platin und Palladium seien aber so gut wie ausverkauft. Goldbarren würden knapper. Es sei jedoch aufgrund des extrem hohen Bestellaufkommens mit längeren Lieferzeiten zu rechnen. Brenner: „Die Logistik arbeitet seit 2 Wochen im Schichtbetrieb. In der Vergangenheit – zumindest bei uns – lieferten wir nach Zahlungseingang nach 1-2 Tage aus. Aktuell liegen wir im Durchschnitt bei 3-4 Tagen. Was immer noch sehr schnell ist.“

    mehr in quelle
    https://www.goldreporter.de/wo-kann-...5h/gold/93285/

  22. #484
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    Coronakrise in Russland : Putin verlängert arbeitsfreie Zeit bis Ende April

    In Russland hat sich die Coronakrise verschärft.

    Der Präsident hat nun den gesamten April zum arbeitsfreien Monat erklärt.

    Gehalt sollen Arbeitnehmer nach dem Willen von Wladimir Putin dennoch bekommen.

    02.04.2020, 17:12 Uhr

    Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus will Russlands Präsident Wladimir Putin eigenen Angaben zufolge Zeit gewinnen. In einer Fernsehansprache kündigte er an, die arbeitsfreie Zeit auf den gesamten Monat April auszuweiten. Bereits am 28. März war in Russland eine arbeitsfreie Woche angeordnet worden. Wegen der anhaltenden Gefahr bleibe dieser Zustand nun bis zum 30. April erhalten, sagte der Kremlchef. In dieser Zeit solle Arbeitnehmern ihr volles Gehalt gezahlt werden. Wie die Unternehmen das stemmen sollen, sagte er nicht.

    Bei seiner zweiten Fernsehansprache zur Corona-Pandemie sagte Putin zudem, dass die Lage im flächenmäßig größten Land der Erde ernst sei. Die Situation um das Coronavirus hatte sich in den vergangenen Tagen in Russland verschärft.

    Offiziell gibt es in dem Land mehr als 3500 Coronavirus-Fälle, die meisten davon in Moskau. 30 Menschen starben bisher an der Lungenkrankheit Covid-19. In Moskau und vielen anderen russischen Regionen gelten scharfe Ausgangsbeschränkungen für Bürger.

    Hohe Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen

    Bei Verstößen gegen Vorschriften der Quarantäne und Selbstisolation hat Russland in dieser Woche auch harte Strafen eingeführt - von hohen Geldsummen bis hin zu Gefängnis. Die russische Führung hatte zuletzt betont, dass die Rettung von Menschenleben wichtiger sei als wirtschaftliche Prosperität.

    Dennoch gibt es Kritik am Kurs Putins, weil das Land immer wieder Hilfe in andere Staaten wie Italien und die USA schicke, aber in Russland selbst nicht einmal Desinfektionsmittel, Schutzmasken oder -ausrüstungen zu bekommen seien. Verbreitet ist auch die Meinung, dass der Staatsapparat die Bürger in ihren Wohnungen einsperre - aus Angst davor, dass das marode Gesundheitssystem zusammenbrechen könnte.

    Der Kreml verteidigte die Hilfe für die USA in Krisenzeiten - und äußerte die Hoffnung, dass Russland auch geholfen werde, wenn sich die Lage verschlimmere.

    asc/dpa/AP

    https://www.spiegel.de/politik/ausla...3-865bdf9f0b4d

  23. #485
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    Bargeldverbot, Geldentwertung, Notenbanken

    " russsichen Rubel hervorragende Kennziffern: 2% Wachstum der russischen Wirtschaft, und das bei nur 13% Staatsverschuldung."


    Kommt das Bargeldverbot? Die Notenbanken drucken immer mehr Geld – sorgt das für eine konstante Geld-Entwertung? Dazu äussert sich hintergründig Folker Hellmeyer, der auch analysiert, was es faktisch mit dem Gelddrucken der Notenbanken auf sich hat. Entscheidend für die Frage, ob Geld entwertet, sei die Umlauf-Geschwindigkeit des Geldes.


    Hellmeyer plädiert dafür, den Blick einmal über den Tellerrand der westlichen Welt zu heben – und dort sieht er vor allem im russsichen Rubel hervorragende Kennziffern: 2% Wachstum der russischen Wirtschaft, und das bei nur 13% Staatsverschuldung. Wäre Russland Bestandteil des Westens, wäre der Rubel wohl der sichere Hafen schlechthin. Auch in der Eurozone seien die „Qualitätsmerkmale“ der Wirtschaft (und damit auch der europäischen Währung) deutlich höher als in den USA oder Großbritannien.

    In Sachen Bargeld-Verbot bleibt Hellmeyer gelassen: die Existenz des Bargelds sei in Deutschland verfassungsmäßig verankert (Anmerkung FMW: in der deutschen Verfassung ist Bargeld nicht direkt verankert, ein Bargeldverbot widerspräche jedoch nach Aussagen von Verfassungsrichtern der „Vertragsfreiheit und Privatautonomie“), daher werde die Verwendung von Bargeld zwar hierzulande tendentiell weiter rückläufig sein, aber es werde eben absehbar auch nicht verschwinden. Die Politik der Notenbanken und ihre Neigung zum Bargeldverbot hält er für einen Angriff auf elementare Freiheitsrechte.

    Der ehemalige Bremer Landesbanker Hellmeyer plädiert gleichwohl für Sachwerte wie Gold und unter bestimmten Umständen auch für Immmobilien, weil – und das ist sicher eine Binsen-Weisheit – die Notenbanken absehbar ihre Politik nicht ändern würden.

    Sehr sehenswertes Interview: Hellmeyer zeigt sich analytisch stark und in jeder Hinsicht un-hysterisch:

    https://finanzmarktwelt.de/bargeldve...banken-153318/

  24. #486
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    Dann haben wir den Russischen Rubel im Portmone sprich in der Geldbörse

    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen
    " russsichen Rubel hervorragende Kennziffern: 2% Wachstum der russischen Wirtschaft, und das bei nur 13% Staatsverschuldung."


    Kommt das Bargeldverbot? Die Notenbanken drucken immer mehr Geld – sorgt das für eine konstante Geld-Entwertung? Dazu äussert sich hintergründig Folker Hellmeyer, der auch analysiert, was es faktisch mit dem Gelddrucken der Notenbanken auf sich hat. Entscheidend für die Frage, ob Geld entwertet, sei die Umlauf-Geschwindigkeit des Geldes.


    Hellmeyer plädiert dafür, den Blick einmal über den Tellerrand der westlichen Welt zu heben – und dort sieht er vor allem im russsichen Rubel hervorragende Kennziffern: 2% Wachstum der russischen Wirtschaft, und das bei nur 13% Staatsverschuldung. Wäre Russland Bestandteil des Westens, wäre der Rubel wohl der sichere Hafen schlechthin. Auch in der Eurozone seien die „Qualitätsmerkmale“ der Wirtschaft (und damit auch der europäischen Währung) deutlich höher als in den USA oder Großbritannien.

    In Sachen Bargeld-Verbot bleibt Hellmeyer gelassen: die Existenz des Bargelds sei in Deutschland verfassungsmäßig verankert (Anmerkung FMW: in der deutschen Verfassung ist Bargeld nicht direkt verankert, ein Bargeldverbot widerspräche jedoch nach Aussagen von Verfassungsrichtern der „Vertragsfreiheit und Privatautonomie“), daher werde die Verwendung von Bargeld zwar hierzulande tendentiell weiter rückläufig sein, aber es werde eben absehbar auch nicht verschwinden. Die Politik der Notenbanken und ihre Neigung zum Bargeldverbot hält er für einen Angriff auf elementare Freiheitsrechte.

    Der ehemalige Bremer Landesbanker Hellmeyer plädiert gleichwohl für Sachwerte wie Gold und unter bestimmten Umständen auch für Immmobilien, weil – und das ist sicher eine Binsen-Weisheit – die Notenbanken absehbar ihre Politik nicht ändern würden.

    Sehr sehenswertes Interview: Hellmeyer zeigt sich analytisch stark und in jeder Hinsicht un-hysterisch:

    https://finanzmarktwelt.de/bargeldve...banken-153318/

    Das habe ich früher hier immer geschrieben,

    wenn die "Lumpenhunde des Westens" das Bargeld abschaffen - dann habe ich/wir den Russischen Rubel in der Tasche.

    Den RRubel können wir zur Zeit sehr günstig kaufen - sollte das Bargeld wirklich abgeschafft sein - ab da wird der RRubel - so richtig auf blühen.

    Nach wie vor liebe ich Russland und den RRubel - sicherheitshalber habe ich mir noch einige russische Fahnen - in unterschiedlichen Formate - besorgt – man weiß nie so genau - was in der Zukunft noch alles geschehen wird. Loll….

    Im übrigen muss festgehalten werden, der Russische Rubel war in der Vergangenheit, eine sehr wertvolle Währung! Der RRubel hat eine lange Geschichte und ist über 700 Jahre alt!

    Ergo: Weil der RRubel so teuer waren – man konnte sich für einen RRubel eine Herde Kühe kaufen!

    https://bar.wikipedia.org/wiki/Russischer_Rubel

    https://www.google.de/search?q=der+R...hrome&ie=UTF-8

    Die russische Zentralbank gab das neue Symbol für den Russischen Rubel bekannt. Es markiert die Einführung der Währung auf internationaler Ebene. Russland HEUTE gibt einen Überblick über die interessantesten Momente im Werdegang des Rubels.

    Bis vor kurzem war der Rubel in seiner über 700 Jahre alten Geschichte nie offizielle Währung anderer Länder. Dann kam der historische Moment:

    Auch ein Goldrubel existierte in der kurzen Zeit zwischen 1897 und 1914, nach der Währungsreform, die zum ersten Mal in der Geschichte Russlands den Rubel zu einer international konkurrenzfähigen Währung machte.

    Weil der RRubel so teuer waren – man konnte sich für einen RRubel eine Herde Kühe kaufen!

    https://de.rbth.com/wirtschaft/2013/...s_rubels_27329

  25. #487

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    Rubelchen

    Es hindert einen keiner, ein paar russ Staatsanleihen in Rubel zu kaufen.
    Wichtig ist, dass Russland politisch stabil bleibt.

    Irgendwie hat man den Eindruck, der Fiat-Money Westen hat fertig.
    Flasche leer.
    Die westlichen "Eliten"versuchen alles, ihr altes Regime zu erhalten.
    Mal sehen obs klappt und wozu sie sich noch so alles versteigen.
    Stichwort finanzielle Repression.

    Leider sind wir ihre Subjekte.

  26. #488
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    Russland Geschichte

    Zitat Zitat von Schlewest Beitrag anzeigen
    Es hindert einen keiner, ein paar russ Staatsanleihen in Rubel zu kaufen.
    Wichtig ist, dass Russland politisch stabil bleibt.

    Irgendwie hat man den Eindruck, der Fiat-Money Westen hat fertig.
    Flasche leer.
    Die westlichen "Eliten"versuchen alles, ihr altes Regime zu erhalten.
    Mal sehen obs klappt und wozu sie sich noch so alles versteigen.
    Stichwort finanzielle Repression.

    Leider sind wir ihre Subjekte.
    Zitat: Irgendwie hat man den Eindruck, der Fiat-Money Westen hat fertig.

    Vor Tagen geschrieben:

    nach der Corona Zirkusvorstellung wird uns die Corona Abrechnung präsentiert.

    Bis Weihnachten 2020 wisst ihr mehr darüber, was Ihr zu bezahlen habt.

    Glaubt Ihr wirklich im ernst, die Corona Zirkusvorstellung wird für euch kostenlos abgehalten?

    Die Corona Zirkusvorstellung wird für alle sauteuer werden.

    Der Corona Eintrittspreis wird nach der Vorstellung, mit allen Extras, in Rechnung gestellt. Loll….

    Wir werden nach Corona - alle - zur Kasse gebeten –

    der Corona Solidaritätszuschlag wird uns sicherlich als alternativlos vermittelt und um die Ohren geschlagen.

    ...

    Viele Interessante Seiten über Russland - Geschichte Russland : https://de.rbth.com/geschichte

    Russische Anleihen

    Anleihenmarkttransaktionen

    Einer der führenden Händler an den After-Markets für Par-Anleihen : https://www.aton.ru/en/corporate/


    https://www.aton.ru/en/corporate/

  27. #489

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    Das sehe ich wie Du, schlewest. Die haben ziemlich fertig. Aber ich kaufe keine RUB Anleihen wegen dem CCY risk. Und ein RUB Hedging mit langer Laufzeit ist nicht am Markt, kurze Laufzeiten ueberrollen wird teuer. Es ist kompliziert und teuer. Und ohne Sicherung ist es zu riskant.

  28. #490
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    Ölpreis dreht durch – die Nachrichtenlage überschlägt sich!Avatar

    Die Wende
    Dann aber kam heute früh die Wende. Kirill Dmitriev, Chef des russischen Staatsfonds „Russian Direct Investment Fund“, sagte vor wenigen Stunden bei CNBC, dass Moskau und Riad „sehr kurz“ davor stünden sich auf einen Deal für eine Fördermengenkürzung zu einigen. Der gesamte Markt würde verstehen, dass dieser Deal sehr wichtig sei, und dass er Stabilität bringe. Tja, das ist noch lange keine Garantie für eine Einigung, so möchten wir es sagen. Aber diese Aussage bringt heute früh den Dreh im Ölpreis, und er steigt aktuell auf 27,95 Dollar. Also hat der Markt in den letzten Stunden schon wieder mehr als zwei Dollar gewonnen. Der Chart, der bis letzte Woche Dienstag zurückreicht, zeigt: Dank dieser Aussage bleibt der Ölpreis fürs Erste (!) weiter im Aufwärtstrend. Aber wie wir gestern schrieben: Die Lage bleibt verdammt instabil. Die Fallhöhe ist sehr hoch, wenn man bedenkt, dass WTI letzten Mittwoch noch bei 20 Dollar notierte! Die Erwartung an einen Erfolg (Einigung auf Fördermengenkürzung) ist im Ölpreis wohl schon zu großen Teilen berücksichtigt. Nur sehr hohe Mengenkürzungen können wohl zu einem weiteren Anstieg im Ölpreis führen.

    MEHR IN QUELLE
    https://finanzmarktwelt.de/oelpreis-...t-sich-163220/

  29. #491

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    Dann macht verdammt nochmal sehr hohe Mengenkuerzungen. Das Neft rennt doch nicht weg.
    Dann wird es eben spaeter gefoerdert und verkauft.

  30. #492

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    Mir sind die russischen Ölwerte zuletzt zu gut gelaufen. Wir sind wieder auf Niveaus von 2018 - relativ gesehen sind wir damit teurer als damals in Anbetracht der Corona Situation.

    Wenn die Russen und die Saudis wirklich 30% oder mehr kürzen, dann erholt sich der Ölpreis, aber es brechen den Förderern auch viele Mengen weg. Wenn sie zu wenig kürzen, dann ist der Preis schlecht und man verdient trotz höherer Mengen noch weniger.

    Ich habe zuletzt Tatneft mit 55% Profit in 2 oder 3 Wochen verkauft. Denke, dass es bald wieder 20 bis 30% günstiger wird, auch bei Lukoil und Gazprom Neft. Dafür sind die Preise/Mengen zu sehr und zu lange unter Druck.

  31. #493
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    Hans-Werner Sinn: "Dann wird es irgendwann ein böses Erwachen geben"

    Wie geht es mit dem Euro nach der Corona-Krise weiter? Der ehemalige Chef des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, macht sich Sorgen.


    AZ-Interview mit Hans-Werner Sinn: Der 72-Jährige war bis 2016 Chef des Ifo-Instituts und ist emeritierter Profesor für Volkswirtschaftslehre an der LMU.

    AZ: Herr Prof. Sinn, die Corona-Krise wird zu einer tiefen Rezession und zu einer großen Ausweitung der Staatsverschuldung führen. Wird nach dem Ende von der Euro-Zone noch etwas übrig bleiben?
    HANS-WERNER SINN: Ich hoffe, dass sie überlebt. Ich hoffe aber auch, dass dabei nicht alle Probleme mit Geld aus der Druckerpresse gelöst werden sollen. So wie das Programm der Europäischen Zentralbank angelegt ist, werden wir bis zum Ende des Jahres eine Vervierfachung der Zentralbank-Geldmenge gegenüber 2008 bekommen. Eine Verdreifachung haben wir schon erreicht. Wo soll das hinführen?

    Wo führt das hin?
    Im Moment werden mit dem Geld die Portfolios der Anleger gerettet. Die EZB nutzt dieses Geld, um Staatspapiere am Markt zu kaufen, damit die Kurse hoch zu halten und die Anleger - im Wesentlichen Banken - zu retten. Das ist in der Krise vielleicht vertretbar, obwohl ich meine Bedenken habe. Langfristig entfernen wir uns aber immer mehr vom Gebot einer am Geldwert orientierten Zentralbankpolitik. Der Überhang der Geldmenge über die reale Ökonomie wird immer größer. Ich fühle mich in fataler Weise an die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg erinnert, als man eine kaputte Wirtschaft hatte, die Spanische Grippe kam und Deutschland versuchte, sich mit frisch gedrucktem Geld zu retten.

    Sie sehen die Gefahr einer Hyperinflation in ganz Europa?
    Wir reden über Gefahren, nicht über Wahrscheinlichkeiten. Eine Gefahr ist etwas, was hoffentlich nicht eintritt. Um mit der wissenschaftlichen Einschätzung der Corona-Krise für den Bundestag zu sprechen: "Bedingt wahrscheinlich". Es gibt aber auch die Gefahr, dass dieser riesige Geldüberhang durch negative Zinsen auf das Bargeld eliminiert werden könnte. Das steht unter dem Stichwort "duale Währung" im Raum. Da der Löwenanteil der Liquidität im Austausch für deutsche Vermögenswerte und Güter zu uns floss, sind das keine schönen Aussichten.

    Der Druck, Geld durch Kauf von Immobilien oder anderem los zu werden, um Verluste zu vermeiden, könnte sich also erhöhen?
    Der würde sich erhöhen. Ich sage nicht, dass wir dieses oder nächstes Jahr eine Inflation bekommen. Wenn wir uns aber immer nur im Krisenmodus bewegen und glauben, wir müssten auch kleinere Probleme mit der Druckerpresse lösen, wird es irgendwann einmal ein böses Erwachen geben. Wir sind in den letzten Jahren schon so verfahren. Die EZB hat verantwortungslos gehandelt. Als der Höhepunkt der Krise von 2012 schon überwunden war hat sie 2015 das Kaufprogramm unter dem Namen "Quantitative Easing" eingeleitet. Dafür wurden in vier Jahren für 1.900 Milliarden Euro Staatspapiere gekauft. Das deutsche Verfassungsgericht hatte dies zu Recht moniert, aber man macht jetzt immer weiter damit. Das beunruhigt mich schon.

    Schon vor der Corona-Krise war Italien das Sorgenkind der Euro-Zone. Müssen wir jetzt mit einer Art "Griechenland mal zehn" rechnen?
    Ausschließen kann man heute gar nichts mehr. Auf jeden Fall müssen wir Italien helfen, und ich plädiere sehr dafür, dass speziell Deutschland ein Hilfsprogramm für Italien auflegt, um die italienischen Krankenhäuser und die Versorgung unterstützen. Wir können unsere Nachbarn im Süden nicht hängen lassen.

    Sie haben dazu ein 20-Milliarden-Geschenk vorgeschlagen. Auch um eine Vergemeinschaftung der Schulden in Form von Corona-Bonds abzuwenden?
    Ich habe das vorgeschlagen, um den Italienern zu helfen. Punkt. Von Corona-Bonds halte ich nichts, weil sie uns in eine neue Verfassung der Europäischen Union hineinführen würden. Auch die Altschulden, die noch in guten Zeiten aufgebaut wurden und jetzt schwer bedient werden können, würden im Nachhinein vergemeinschaftet. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage. Ich halte eine solche Vergemeinschaftung auch für gefährlich, weil dadurch die Zinsunterschiede nicht mehr vorhanden sind. Länder mit niedriger Bonität würden dieselben Zinsen zahlen wie Länder mit hoher Bonität, obwohl sie gar nicht die Kraft zur Rückzahlung haben. Die Länder mit niedriger Bonität hören dann gar nicht auf, sich zu verschulden. Zinsunterschiede sind notwendig, um diese Länder zu veranlassen, sich nicht weiter zu verschulden. Wir haben versucht, das mit einem Schuldenpakt zu erreichen, aber der ist inzwischen weit über hundert Mal verletzt worden.

    Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat kürzlich den Deutschen versichert, sie würden keinen Cent für die Corona-Bonds zahlen müssen. Hat er uns für dumm verkauft?
    Dass es nichts kostet, ist seine Hoffnung. Man sollte ihm klar machen, dass es mit dem europäischen Rettungsschirm ESM ein Instrument gibt, das Italien jenseits unilateraler Geschenke allgemeine Haushaltsmittel zur Verfügung stellen kann. Soweit ich sehe, ist die Staatengemeinschaft auch bereit, dieses Mittel einzusetzen.

    Was kann die Europäische Investitionsbank leisten?
    Wir haben zwei Institutionen, die helfen können: Der Rettungsschirm ESM, der Kredite in Form von Schuldpapieren am Markt aufnimmt und die an bedrohte Länder weitergibt, und die Europäische Investitionsbank, die das in ähnlicher Form für definierte Einzelprojekte machen kann. Problematisch ist, dass es sich in beiden Fällen um Schattenhaushalte neben dem EU-Haushalt handelt. Die EU selbst darf sich nicht verschulden. Gemeinschaftsschulden machen immer sinnlich. Ich fände es besser, Geschenke an ein Land wie Italien, das wirklich in Not ist, zu verteilen statt Kreditverhältnisse aufzubauen, die nur zu Zwist und Streit führen. Ich verweise auf die ersten Jahrzehnte der Vereinigten Staaten von Amerika, in denen man auch die Schulden der Einzelstaaten vergemeinschaftet hat. Die Folge war eine Wirtschaftsblase, die platzte, viele Staaten in den Konkurs trieb und nichts als Hass und Streit hervorrief. Da sind ehrliche offene, auch unilaterale Geschenke besser. Der deutsche Staat kann Geld an Italien geben, um die nachbarschaftliche Hilfe zu beweisen. Das finde ich richtiger.

    Der Druck, Euro- oer Corona-Bonds einzuführen, wächst aber stetig. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es diesmal doch zur Schuldenvergemeinschaftung kommt?
    In Form des ESM-Geldes ist ja auch von Deutschland eine Form der Vergemeinschaftung angeboten worden. Die Euro-Bonds, und das sind ja die Corona-Bonds, wird es - so die Bundeskanzlerin - in ihrem Leben nicht geben.

    Sie haben 20 Milliarden Euro als Geschenk der Deutschen für Italien ins Gespräch gebracht. Die Summe ist groß, aber wie wir von Griechenland wissen, womöglich doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein?
    Ich habe das als Hilfe für die medizinische Versorgung vorgesehen. Damit könnte man schon sehr viel erreichen. Wenn es nicht reicht, kann man noch mehr geben. Nochmal: Wir können Italien nicht hängenlassen. Die andere Frage ist, ob man die Inhaber der italienischen Staatspapiere - das sind im Wesentlichen französische Banken - retten sollte. Dafür würde dieser Betrag hinten und vorne nicht reichen. Aber sollte man sie retten? Ich sehe keinen tieferen Sinn darin, Eurobonds zur Rettung von Portfolios von Investoren einzuführen, die sich verspekuliert haben.

    Könnte es sein, dass die Corona-Krise der Auslöser für ein Zerbrechen des Euro-Raums und des Euros wird?
    Der Euro ist nicht wirklich funktionsfähig, weil Länder zusammengekommen sind, die ganz verschiedene Vorstellungen von Geldpolitik haben. In Südeuropa hat der Euro durch die niedrigen Zinsen, die ihnen der Euro in den ersten zehn Jahren verschaffte, eine inflationäre Blase verursacht, die Torsos einst halbwegs wettbewerbsfähiger Länder hinterlassen hat. Diese Länder sind zu teuer geworden. Sie können nicht billiger werden, weil sie nicht abwerten können. Das ist das Hauptproblem. Ich weiß nicht, ob es gelingen wird, dieses Problem durch immer mehr Transfers vom Norden in den Süden zu lösen. Damit werden Abhängigkeiten geschaffen und die Wettbewerbsfähigkeit wird nie wieder hergestellt.

    Also besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende aus Ihrer Sicht?
    Nein, ich bin nicht der Meinung, wir sollten den Euro aufgeben. Aber wir sollten harte Regeln und Budgetbeschränkungen einhalten, so wie sie im Maastrichter Vertrag formuliert worden sein. Dann muss jedes Land selbst entscheiden, ob es weiter beim Euro mitmachen will oder auch nicht.

    Können Sie sich vorstellen, dass in der EU solche Regeln tatsächlich eingehalten werden?
    Wir erwarten im Mai das Urteil des deutschen Verfassungsgerichts zu den Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank. Warten wir doch mal ab, was das Gericht dazu sagt. Ich habe Vertrauen in das Gericht.

    https://www.abendzeitung-muenchen.de...350969970.html

  32. #494

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    Der GLAUBE der BRDler an das Verfassungsgericht ist legendaer. Glauben sollte man an Gott.
    Wissen sollte man, dass Verfassungsgericht wird j e d e Schweinerei durchwinken, um den EZB-Eurowahnsinn zu retten. Die Staatsfinanzierung ist laengst Realitaet, genauso wie die Staatenfinanzierung der EZB. Alle Klagen dagegen sind gescheitert. Erwartet nichts Gutes von diesem Gericht!

  33. #495

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    Teenie, du hast wie so oft den vollen Durchblick

    HW Sinn sagte letztlich noch er vertraut dem Verfassungsgericht...

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