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Thema: Russland / Wirtschaft / Putin

  1. #562

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    @Labas, kann ich so nachvollziehen. Kann Mann so machen und Frau auch. Nur ich kann es mir persoenlich so nicht erlauben, nur auf RU zu setzen. Entsprechend bin ich auch nicht immer long. Unbestritten haben sich die Zeiten in RU geaendert. Aber um nur auf RU zu setzen, dafuer ist mir das Laenderrisiko doch zu hoch. RU ist eine Beimischung mit solidem Anteil. Aber nur auf RU zu setzen, halte ich fuer genauso falsch, wie nur auf DE oder nur auf CH zu setzen. Bis Alter 25 kann man hohe Risiken eingehen, mitunter sogar zocken. Aber irgendwann hat jeder erfolgreiche Zocker zuviel zu verlieren. Dann erfolgt eine Neuausrichtung. Das bedeutet fuer mich jedenfalls auch regionale Streuung. Dazu kommt bei RU noch der spezifische Nachteil, dass die meisten Anlager gezwungen sind, ueber ADR zu investieren. Dies halte ich fuer einen riesigen Nachteil. Mittlerweile lehne ich Osteuropa-ADR komplett ab. Es ist zuviel Betrug passiert. Richtig extrem mit ADR auf UA. Also ich will nicht von den Sanktionen der USA gegen RU abhaengig sein. Und dieses Kapitel ist nicht zuende. Wenn es schlimm kommt, hat es gerade erst begonnen. Und dann wird es boese Ueberraschungen geben. Zudem verlagern immer noch viele reiche Russen ihr Geld ins Ausland. Das gibt zu denken, denn haetten diese Leute Vertrauen in RU, bliebe das Kapital dort. Fuer mich eines der Hauptargumente. Zudem ist der RUB immer noch keine Waehrung, auf die ich setzen wuerde. Mir ist durchaus bewusst, dass die Makrodaten im RUB besser aussehen, wie bei vielen Westwaehrungen. Aber russen sparen bis heute nur in USD. Also kann das Vertrauen nicht hoch sein. Und die Abwertung des RUB innert 10 Jahren ist immer noch erheblich und ein Hauptgrund. Es muss sich noch viel aendern. Ein anderer Punkt ist, was kommt nach Putin? Wer garantiert, dass es politisch stabil bleibt? Auch im Westen hat es keine Garantien. Aber es hat dort zumindest 70 Jahre Stabilitaet und nicht nur 20.

  2. #563
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    die letzte 20 jahre haben auf jedenfall nicht zu gunsten des z.b. dax ausgegangen (die dividenden des rts in der zeit sind natürlich nicht berücksichtigt, bei DAX in der regel aber schon).
    der unterschied ist trotzdem fast faktor 4 zugunsten des rts.

    DAX_RTS.JPG


    p.s. zitat wikipedia zum DAX:

    Beim Performanceindex werden die Dividenden der im DAX enthaltenen Unternehmen rechnerisch reinvestiert; beim Kursindex bleiben die Dividenden unberücksichtigt. Umgangssprachlich wird unter der einfachen Bezeichnung „DAX“ der Performanceindex verstanden.

  3. #564

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    Zitat Zitat von Walter Beitrag anzeigen
    die letzte 20 jahre haben auf jedenfall nicht zu gunsten des z.b. dax ausgegangen (die dividenden des rts in der zeit sind natürlich nicht berücksichtigt, bei DAX in der regel aber schon).
    der unterschied ist trotzdem fast faktor 4 zugunsten des rts.

    DAX_RTS.JPG


    p.s. zitat wikipedia zum DAX:
    wer hätte das gedacht

  4. #565

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    brain drain ist das Problem von NeoZar Putin

    der massenhafte Eodus der "besten Köpfe der UdSSR" unter dem kriminellen Yeltzin Oligarch clan setzte sich unvermindert unter der Regentschaft des neuen zaren Putin in den ersten 10 Jahren seiner Zarenherrschaft fort. Im Umfang und besonders Auswirkung höchstens vergleichbar mit der Vertreibung bis Ermordung jüdischer Wissenschaftler unter Hitler
    mein exil russischer Freund "Vladimir" hat dazu Erlebnisberichte
    die Wisserschaftstradition der UdSSR weltweit bis zum orchestrierten Zusammenbruch der UdSSR führend gewesen ist tot unter Putin
    Das zarenreich wird wie eh und je ein Rohstofflager bleiben

  5. #566
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    Zitat Zitat von vladimirbush Beitrag anzeigen
    der massenhafte Eodus der "besten Köpfe der UdSSR" unter dem kriminellen Yeltzin Oligarch clan setzte sich unvermindert unter der Regentschaft des neuen zaren Putin in den ersten 10 Jahren seiner Zarenherrschaft fort. Im Umfang und besonders Auswirkung höchstens vergleichbar mit der Vertreibung bis Ermordung jüdischer Wissenschaftler unter Hitler
    mein exil russischer Freund "Vladimir" hat dazu Erlebnisberichte
    die Wisserschaftstradition der UdSSR weltweit bis zum orchestrierten Zusammenbruch der UdSSR führend gewesen ist tot unter Putin
    Das zarenreich wird wie eh und je ein Rohstofflager bleiben

    Alles großer Quatsch was vladimirbush schreibt - dir tut die Höhenluft im 7. OG nicht so gut?

  6. #567
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    Leitzinssenkung und der Rubel bleibt stark!

    Irgendwie etwas ungewöhnlich.
    Aber die starke Senkung ist auch ein deutliches Signal dafür, daß die Wirtschaft wohl deutlich abtourt und weniger Kredite nachgefragt werden.
    Zumindest rappelt sich der Ölpreis langsam wieder hoch.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  7. #568

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    gegen den geplatzten Euro

    ist rubel weiter unverändert schwach ach so Euro ist ja nicht geplatzt
    das yield differential spielt kaum noch eine Rolle beim Aussenwert denn Rubel ist keine Anlagewährung

  8. #569
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    Wer kann der kann, niedrig Zins ist immer gut fürs Geschäft ... solange die

    Inflation nicht genährt wird.
    "Würde die Inflation/Deflation, mit der Mehrwertsteuer steuern".

    Zitat Zitat von LabasRytas Beitrag anzeigen
    Irgendwie etwas ungewöhnlich.
    Aber die starke Senkung ist auch ein deutliches Signal dafür, daß die Wirtschaft wohl deutlich abtourt und weniger Kredite nachgefragt werden.
    Zumindest rappelt sich der Ölpreis langsam wieder hoch.
    Kursziel Rubel-Zins 0-1%
    Das wird sehr viel arbeit in Russland schaffen ..... Immobilien Bau/Boom & INVESTITIONEN des Gewerbe und den Konsum stimulieren.

    FED, EZB, BANK of Japan, Bank of England & Co. .... MITTLERWEILE SIND DIE ZENTRALBANKEN DER ALTEN INDUSTRIESTAATEN ZUM FINANZIER der Regierungen geworden.

    Geld drucken ... Flatrate der Zentralbanken ... für Unfähige Regierungen
    Keine Investor würde Staatsanleihen von USA/EU/JAPAN/GB unter 12% Zins kaufen ... Staatsbankrott.

    Russland ist sauber finanziert ... sogar die Einkommensteuer wird deshalb von 13 aus 15% angehoben, dies bringt rechnerisch 440 Millionen USD zusätzlich ein ....



    Die Sause gibt es nicht geschenkt“ – China erklärt den Dollar für Hochrisiko

    Was machen chinesische Geldinstitute, wenn die US-Regierung Ungnade walten lässt und die Banken vom internationalen Zahlungsverkehr abkoppelt? Die Gefahr ist ja real – wie auch die Gefahr, dass der Dollar massiv entwertet. Chinesen fürchten enorme Verluste, sind aber nicht allein.

    https://de.sputniknews.com/wirtschaf...ign=sputnik_de

  9. #570

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    Der RUB hat international leider keine Bedeutung. Als wir noch zweistellige Zinsen im RUB hatten, gab es massiven Bedarf für Carry-Trades. Klappte nicht, weil keine Bank den RUB auf Termin swappen wollte, nicht einmal 6 Monate rollend. Das spricht fuer sich. Die Trendwende ist da, wenn die Russen anfangen, in RUB zu sparen statt in USD. Dann bin ich RUB long. Erst dann.

  10. #571
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    Zitat Zitat von teenspirit Beitrag anzeigen
    Die Trendwende ist da, wenn die Russen anfangen, in RUB zu sparen statt in USD. Dann bin ich RUB long. Erst dann.
    Die Zeit wird kommen ....
    ... da die Internationalen Zentralbanken im Auftrag ihren Regierungen
    den Markt NONSTOP mit ungedeckten Banknoten fluten .... unser derzeitiger Wohlstand beruht nicht auf arbeit, sondern auf Krediten die keiner zurück bezahlen kann, jetzt wird schon das Geld ungedeckt gedruckt, was dann als Kredit wieder vergeben wird ... ohne das für dieses Geld eine Gegenleistung erbracht wird ...

  11. #572

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    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen
    . unser derzeitiger Wohlstand beruht nicht auf arbeit, sondern auf Krediten die keiner zurück bezahlen kann, jetzt wird schon das Geld ungedeckt gedruckt, was dann als Kredit wieder vergeben wird ... ohne das für dieses Geld eine Gegenleistung erbracht wird ...
    stimmt! +8% mehr für Beamte Beamtenpensionen alles unter "Corona" auf Pump..."ohne das für dieses Geld eine Gegenleistung erbracht wird ..." genausoisses

  12. #573
    Premium-Mitglied Avatar von Luis
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    du kannst dir dein Beamte unter Vorhaut schieben

    Zitat Zitat von vladimirbush Beitrag anzeigen
    stimmt! +8% mehr für Beamte Beamtenpensionen alles unter "Corona" auf Pump..."ohne das für dieses Geld eine Gegenleistung erbracht wird ..." genausoisses
    was hat du nur mit den Beamten - du bist in kranker Typ!!!

  13. #574
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    Kann man nicht vereinheitlichen ...

    Zitat Zitat von vladimirbush Beitrag anzeigen
    stimmt! +8% mehr für Beamte Beamtenpensionen alles unter "Corona" auf Pump..."ohne das für dieses Geld eine Gegenleistung erbracht wird ..." genausoisses
    Der Ordnungshalber .... Leistung hängt wohl vom Besoldungsgrad ab .... die wenig, haben sind die Wasserträger (wie Polizeibeamte & Co.(niedriger Dienstgrad)) ...... wohl möglich je höher der Besoldungsgrad ... desto leichter kann man sich die Taschen mit Steuergelder füllen ...
    1. Bundesliga "Beamtenmikado" ... der sich zuerst bewegt hat verloren ...

  14. #575
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    Wie die Notenbanken den Börsenboom herbei kaufen/40 Millionen Dollar pro Min

    40 Millionen Dollar pro Minute: Wie die Notenbanken den Börsenboom herbei kaufen
    10:29 - Finanzen100
    Vielen Anleger, Profis wie Private, können es einfach nicht fassen: Da werden die Konjunkturprognosen fast schon im Wochenrhythmus nach unten korrigiert – zuletzt Anfang Juni ganz drastisch von den fünf Wirtschaftsweisen, – und die Aktienmärkte stürmen unbeirrt nach oben.

    Von Gottfried Heller

    Noch nie in der Börsengeschichte sind die Kurse innerhalb von 50 Börsenhandelstagen so stark gestiegen wie seit dem Börsentief von Mitte März – um 50 Prozent beim Dax, um 40 Prozent beim US-Leitindex S&P-500. Vor allem die Crashpropheten, die den rasanten Absturz im Februar und März erst als Beginn einer langjährigen Börsenbaisse ansahen, verstehen die Welt mit jedem Börsentag noch weniger. Aber auch die Prognosen zahlreicher amerikanischer und europäischer Analysten und Kommentatoren sind seit Wochen ausgesprochen pessimistisch.



    Gottfried Heller begann 1971 mit der Gründung der Vermögensverwaltung FIDUKA in München – zusammen mit Börsenlegende André Kostolany – seine erfolgreiche Karriere als Vermögensverwalter und Fondsmanager. Vom „Elite-Report“ wurde er als einer der „erfahrensten Vermögensverwalter“ mit der Goldenen Pyramide ausgezeichnet.

    Heller ist Finanzkolumnist und Buchautor. Der Titel seines Buchs lautet:
    „Die Revolution der Geldanlage“.

    Aber die Börsen hat das kalt gelassen. Sie sind nahezu ohne Unterbrechung gestiegen und haben einen erheblichen Teil der enormen Crashverluste aufgeholt. Manche Indizes, wie der Nasdaq, sind sogar auf neue Allzeithochs geklettert.

    Die Lehren aus der großen Depression ab 1929
    Warum aber ignorieren die Aktienmärkte die schlechten Konjunkturdaten weitgehend und treiben die Börsenpessimisten zur Verzweiflung? Das liegt vor allem daran, dass die Notenbanken, aber auch die Regierungen, die Welt mit astronomischen Summen an Geld geflutet haben, und das im Rekordtempo.


    Der gewaltige Irrtum der Crashpropheten liegt darin, dass sie glauben, die Staaten müssten tatenlos zusehen, wie die Krise immer schlimmer wird. Aber Regierungen und Notenbanken wissen ganz genau, dass sie jetzt das menschenmögliche unternehmen müssen, um die Wirtschaft und mit ihr die Börsen so schnell wie möglich zuerst zu stabilisieren und dann wieder auf die Beine zu bringen.

    Sie wollen eine Katastrophe wie 1929-1932 vermeiden. Wegen des Goldstandards blieben den Notenbanken damals die Hände gebunden. Als Folge gab es eine Wirtschaftsdepression mit Massenarbeitslosigkeit und einen Börsencrash, bei dem der Dow Jones Industrial etwa 90 Prozent verlor.

    Der damalige Doppelcrash von Wirtschaft und Aktien kostete viel Geld und erst 1939 war der Normalzustand wieder hergestellt. Es hat ein Mehrfaches so viel gekostet, als wenn man die Depression verhindert hätte. Dass sich ein solcher totaler Absturz wiederholen könnte, halte ich für unwahrscheinlich.


    40 Millionen Dollar pro Minute
    Jetzt ist die Situation eine ganz andere: Die Zentralbanken und die Finanzwissenschaftler haben immer neue Instrumente zur Krisenbekämpfung „erfunden“, die den Notenbankern eine nahezu gottähnliche Macht verleiht, Geld aus dem Nichts zu schaffen. Und das tun sie in unvorstellbarem Ausmaß. Allein die US-Notenbank Fed hat von Mitte Februar bis Mitte Mai ihre Bilanzsumme um drei Billionen Dollar auf sieben Billionen ausgeweitet. Das ist ein Plus von 70 Prozent.

    Die Zentralbanken der Welt insgesamt haben allein in den zwei Monaten bis Mitte Mai für über 4 Billionen Dollar Anleihen aufgekauft und damit Liquidität geschaffen. Das waren, um es zu verdeutlichen, 2,4 Milliarden Dollar pro Stunde, 40 Millionen in jeder Minute. Solche Größenordnungen kann man sich kaum vorstellen – und sie wären selbst in der Finanzkrise vor 12 Jahren unvorstellbar gewesen, in der ja auch schon alle bis dahin bekannten Dimensionen gesprengt worden sind.

    Der bekannte und in den letzten Jahrzehnten sehr erfolgreiche US-Investor Stanley Druckenmiller war seit dem Corona-Crash sehr pessimistisch für die Börsen und hat den Großteil des Kursaufschwungs verpasst. Aber vor einigen Tagen ist er reumütig zu den Optimisten gewechselt und hat erklärt warum: „Ich habe unterschätzt, wie viele rote Linien die Fed überschreiten und wie weit sie gehen würde“.

    Keine Rendite-Alternativen zu Aktien mehr
    Mit anderen Worten: Nicht nur er, sondern viele andere haben die Kurserholung verpasst, weil sie die machtvollen Reaktionen der Notenbanken und auch der Regierungen nicht einkalkuliert hatten. Sie haben den alten Wall-Street-Spruch nicht beherzigt, der da lautet: „Handle nie gegen die Fed.“


    Die weltweite Geldflut aber ergießt sich im ersten Schritt nur zum kleineren Teil über die reale Wirtschaft. Zuerst fließt sie immer an die Finanzmärkte. Und da gibt es seit der Coronakrise immer weniger Alternativen zu Aktien. Denn in den USA, dem einzigen großen Industriestaat, in dem es Anfang des Jahres noch nennenswerte Zinsen gegeben hatte, ist der Leitzins im März auf 0 – 0,25 Prozent gesenkt worden.

    Und die Fed hat am 10. Juni angedeutet, dass sie die Zinsen frühestens 2022 anheben werde. In Deutschland und den anderen Euroländern sind die Leitzinsen und die Renditen vieler Staatsanleihen ja längst negativ, Bankeinlagen und Anleihen sind also keine Renditekonkurrenz zu Aktien. Vor allem Großanleger bauen deshalb den Anteil von Aktien im Depot zulasten der Anleihen aus.

    Zur guten Stimmung an den Aktienmärkten haben auch die gewaltigen Hilfsmaßnahmen der Regierungen beigetragen. Der IWF hat sie für die Zeit bis Anfang Mai auf rund 8 Billionen Dollar beziffert. Zählt man die Konjunkturpakete dazu, die weltweit in Planung sind – von den USA über China und Japan bis zur EU und Deutschland – komme ich auf mindestens 15 Billionen Dollar.

    Die Regierungen haben, insbesondere mit ihren massiven Liquiditätshilfen, die Pleiten vieler Firmen verhindert und damit auch Bankenkrisen vermieden, die bei früheren Rezessionen fast immer als Brandbeschleuniger gewirkt haben. Auch die Politik hat also dazugelernt. Und nicht zuletzt ist es die Aussicht auf eine Normalisierung der Wirtschaftstätigkeit im Laufe dieses Jahres, die zum Optimismus beiträgt.

    Da die Börsenentwicklung dem realen Wirtschaftsverlauf in der Regel um sechs bis neun Monate vorauseilt, gehen die Anleger demnach von einer Stabilisierung der Konjunktur Ende 2020/Anfang 2021 aus.

    Natürlich dürfen wir trotz der ungeheuren Hilfsmaßnahmen von Notenbanken und Regierungen die Risiken nicht ausblenden: Gefahren gehen vor allem von einer möglichen zweiten Corona-Welle und den zunehmenden Spannungen zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten USA und China aus.

    Und auch der sich zuspitzende US-Wahlkampf zwischen Trump und Biden birgt Risiken. Die Börsen werden deshalb weiterhin volatil, also von starken Kursschwankungen geprägt sein.


    Nachzügler der letzten Jahre holen auf
    Welche Aktien aber sind in dieser von Notenbank- und Regierungsgeld getriebenen Liquiditäts-Hausse favorisiert? Ich rate dazu, nicht Einzelwerte zu kaufen, weil in der unsicheren Zeit niemand genau wissen kann, wer am meisten von den Konjunkturpaketen und dem Abbau der Lockdowns profitieren wird und welches Management die Chancen entschlossen wahrnimmt, die sich durch den Neustart und den Strukturwandel ergeben.

    Auch aus diesen Gründen geben die bewährten Bewertungskennzahlen wie KGV und Dividendenrendite zurzeit wenig Anhaltspunkte für Anleger. Besser ist es deshalb, auf breite Indizes zu setzen, also ETFs, börsengehandelte Indexfonds zu bevorzugen. Und hier dürften die Bereiche in nächster Zeit am besten abschneiden, die in den vergangenen Jahren hinterher gehinkt sind: Value-Aktien/Dividendenwerte, Small Caps (Nebenwerte) und Emerging Market-Aktien.

    In den letzten Wochen haben diese Segmente ja bereits mit einer beeindruckenden Aufholjagd begonnen. Interessante ETFs (und natürlich viele Informationen mehr) finden Sie übrigens im Tabellenteil meines im April aktualisierten Bestsellers „Die Revolution der Geldanlage“.

    Ein gutes Omen liefert die Statistik
    Zum Schluss nochmals ein Blick in die Statistik: Der rasante Kursanstieg der letzten 50 Börsentage ist ein gutes Omen: Die amerikanische Analysefirma LPL Research hat ausgerechnet, dass der S&P 500 immer dann, wenn die Kurse innerhalb von 50 Tagen um mehr als 20 Prozent geklettert sind, nach einem halben Jahr und auch nach einem Jahr höher standen als am Ende der 50 Tage. Im Durchschnitt von insgesamt acht derartigen Rallyes seit 1975 hat der S&P 500 nach sechs Monaten um weitere 10,2 Prozent zulegt, nach 12 Monaten sogar um 17,3 Prozent!

    Auch interessant:

    • Streit um Ostsee-Pipeline - Die USA drohen wegen Nord Stream 2 - doch Deutschland arbeitet an Gegenschlag

    VIEL MEHR IN QUELLE
    https://www.finanzen100.de/finanznac...2808_12145436/

  15. #576

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    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen
    Der Ordnungshalber .... Leistung hängt wohl vom Besoldungsgrad ab .... die wenig, haben sind die Wasserträger (wie Polizeibeamte & Co.(niedriger Dienstgrad)) ...... wohl möglich je höher der Besoldungsgrad ... desto leichter kann man sich die Taschen mit Steuergelder füllen ...
    1. Bundesliga "Beamtenmikado" ... der sich zuerst bewegt hat verloren ...
    was man so hört dagegen ist bananenrepublik ein Traumland...Behördenversagen überall dauernd...Antwort Behörden müssen gestärkt werden ( noch mehr geld für noch mehr beamte)
    mit mehr Kompetenzen...noch mehr Beamte.....niemals übersehen Behördenorganisation Beamtenbesoldung Verbeamtung...das macht "die Politik"!
    So kann so sollte es nicht weitergehen . Wenn Steueraufkommen nicht mehr reichen um die Verwaltung zu finanzieren geht "weiter so und noch mehr" nicht mehr. Wo bleibt die Opposition?

  16. #577
    Premium-Mitglied Avatar von Dagobert Duck
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    Bananen Republik ... Deutschland

    Zitat Zitat von vladimirbush Beitrag anzeigen
    was man so hört dagegen ist bananenrepublik ein Traumland...Behördenversagen überall dauernd...Antwort Behörden müssen gestärkt werden ( noch mehr geld für noch mehr beamte)
    mit mehr Kompetenzen...noch mehr Beamte.....niemals übersehen Behördenorganisation Beamtenbesoldung Verbeamtung...das macht "die Politik"!
    So kann so sollte es nicht weitergehen . Wenn Steueraufkommen nicht mehr reichen um die Verwaltung zu finanzieren geht "weiter so und noch mehr" nicht mehr. Wo bleibt die Opposition?
    Das ist nicht nur ein Deutsches Problem .... die Gesamten Alten Industriestaaten.
    Steueraufkommen reicht schon lange nicht ... dann werden erstmal die Zinsen der Geld-Eigentümer liquidiert .... und dann das ersparte Geld an sich .... dann noch eine Dicke Portion "Inflation"
    .... die Zentralbanken die neuen Sponsoren, des "Saus und Braus" ...

    ALLES HAT EINE ENDE NUR DIE WURST HAT ZWEI

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