Der Gewinn der Telekom Austria dürfte sich wegen Abschreibungen im zweiten Quartal halbiert haben. Analysten der Erste Group und Raiffeisen Centrobank (RCB) erwarten für die am 24. Juli anstehenden Quartalszahlen des Telekomkonzerns im Mittel ein Konzernergebnis bei 51 Mio. Euro, nach 106,1 Mio. Euro im Vorjahr. Das wäre ein Rückgang von satten 52 Prozent.

Die Analystin der Erste Group Vera Sutedja verweist auf eine Markenwert-Abschreibung von 75 Mio. Euro (überwiegend in Bulgarien). Dabei handelt es sich um eine Folge des unternehmensweiten Markenwechsels. So wurde Mtel in Bulgarien zu A1.

Die Umsätze sollen dagegen laut Expertenschätzungen stabil bleiben. Angetrieben von den Segmenten Österreich und Bulgarien dürften sie von 1,08 auf 1,09 Mrd. Euro leicht gestiegen sein. Vor allem Österreich dürfte vom Preisanstieg im Bereich Mobil und Festnetz profitiert haben.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) wird im Schnitt mit 349,5 Mio. Euro erwartet. Das wäre ein geringfügiges Minus von 3 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres. Währungseffekt in Weißrussland könnten das Ergebnis belastet haben, so Sutedja.

Telekom Mittel Vorjahr Veränderung
Umsatz 1091,3 1082,9 1%
EBITDA 349,5 359,3 -3%
EBIT 82,8 146,5 -44%
Konzernergebnis (nach Minderheiten) 51,0 106,1 -52%